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Testbericht

27. August 2015

Neben den verkaufsstarken Skoda-Modellen Octavia und Rapid ist es vor allem ein „Kleiner“ der mächtig für Furore sorgt: Der Skoda Fabia ist das dritte Zugpferd in der Konzern-internen Verkaufsrangliste und erntet auch auf autoplenum.de zahlreiche gute Bewertungen. Zeit, uns die aktuelle Generation einmal genauer anzusehen. Wir fuhren den aktuellen Skoda Fabia Combi mit 110 PS starkem TSI und Sechsgang-Schaltgetriebe.

Für alle, die lieber zuhören als lesen, haben wir das Fazit in einem kurzen Video zusammengefasst. Die ausführliche Beschreibung gibt es unten im Testbericht.



Design

Im Vergleich zum Vorgänger, der von 2007 bis 2014 gebaut wurde, ist der neue Skoda Fabia kantiger, aggressiver, kurz gesagt: schnittiger. Er wirkt modern und muss sich optisch vor der Premium-Konkurrenz, zu der VW Polo und Audi A1 zählen, nicht verstecken. Die von uns gefahrene Combi-Version wirkt im Vergleich zum Fließheck nochmals deutlich erwachsener und reifer. Bis auf die roten Felgen für 330 Euro Aufpreis muss der Combi-Käufer zwar auf optionale Farb-Gimmicks wie die Zweifarb-Lackierung verzichten, dafür punktet der Kleinlaster mit deutlich gesteigertem Nutzwert. Der Aufpreis gegenüber der gleichwertig ausgestatteten Fließheck-Version beträgt 600 Euro.

Hochwertig: Der Innenraum des Fabia Combi in der höchsten Ausstattungslinie "Style" weiß zu gefallen.

Interieur
Im Test fuhren wir den Skoda Fabia Combi in der höchsten Ausstattungsvariante „Style“ in schwarz mit den optionalen Sportsitzen „Sport-Schwarz/Grau“ für 190 Euro Aufpreis. Das Cockpit wirkt VW-Konzern typisch aufgeräumt und übersichtlich. Im Innenraum wurden hochwertige Materialien verbaut: Das Plastik fühlt sich nicht billig an und das Armaturenbrett glänzt mit Zierleisten in Aluminium. Das Infotainment-Angebot im Innenraum wurde überarbeitet und dem Smartphone-Zeitalter angepasst. Das System „SmartLink“ dient der Kopplung mit Mobiltelefonen für 220 Euro  extra, „SmartGate“ liefert für 130 Euro Aufpreis aktuelle Fahrzeugdaten aufs Handy.

Kleiner Minuspunkt: Auf der Rückbank des Fabia Combi merkt man wieder, das man in einem Kleinwagen sitzt.

Der größte Vorteil des Combi: Der geräumige Kofferraum. Er weist zwischen 530 und 1395 Liter Fassungsvermögen auf, das sind 200 bzw. 245 Liter mehr als beim Fließheck. Neben einem pfiffigen Gepäckraumteiler, der mit dem Ausstattungspaket „Ablage“ für 55 Euro extra kommt, gibt es auch im Interieur zahlreiche Staufächer und Ablagen. Skoda punktet mit dem Ausstattungspaket markentypisch wieder mit intelligenten Details wie dem Mülleimer in der Fahrertür und der Handyhalterung für den Getränkehalter. Einziger Minuspunkt: Auf der Rückbank merkt man wieder, das man in einem Kleinwagen sitzt. Obwohl die aktuelle Generation rund drei Zentimeter flacher ist als der Vorgänger, ist die Kopffreiheit auch für 2,0 Meter große Autotester ausreichend. Die Beinfreiheit ist dagegen wie beim Vorgänger auf langen Strecken eher etwas für kleinere Menschen. In der Länge wuchs der Skoda Fabia Combi lediglich um einen Zentimeter.

Das schlüssellose Schließ- und Startsystem „KESSY“ (optional; 170 Euro) versprüht einen Hauch von Oberklasse im Fabia Combi.

Motor & Assistenzsysteme
Unter der Haube unseres Testwagens arbeitet die aktuelle Spitzenmotorisierung: ein 1.2 TSI-Motor mit Sechsgang-Schaltgetriebe und 110 PS. Zusätzlich steht eine Siebengang-Automatik zur Wahl. Das weitere Motoren-Portfolio beinhaltet einen 75 bzw. 90 PS Benziner sowie drei Dieselaggregate mit 90 bis 105 PS. Der kombinierte Verbrauch wird von Skoda mit 4,8 Litern angegeben, jedoch ist diese Angabe schon bei angemessener Fahrweise im normalen Verkehr mehr Wunschdenken als Realität. Nach einer Strecke von rund 110 Kilometern zeigte die Verbrauchsanzeige stolze 6,5 Liter an, was für den gebotenen Fahrspaß aber immer noch einen durchaus akzeptablen Wert darstellt.

Zusätzlich merkt man an unserem Testwagen, dass VW den Abstand zu Skoda geringer werden lässt. So läuft der Skoda Fabia Combi mit einer elektromechanischen Servolenkung, eine City-Notbremsfunktion sowie einer 50 Euro Aufpreis-pflichtigen automatischen Müdigkeits- und Geschwindigkeitskontrolle vom Band. Auch das optional erhältliche, schlüssellose Schließ- und Startsystem „KESSY“ – das für 170 Euro einen Hauch von Oberklasse-Feeling in den Skoda Fabia bringt – sowie die serienmäßige Start-Stopp-Automatik sind vorhanden. Besonders hilfreich in der Großstadt sind die Parksensoren vorn und hinten, die für 290 Euro Aufpreis allerdings ihren Preis haben.

Simply Clever: Das üppige Platzangebot und die vielen durchdachten Details im Skoda Fabia Combi überzeugen.

Fazit
Am neuen Skoda Fabia Combi gibt es nicht viel auszusetzen – wenn man von der Farbe der Felgen einmal absieht. Das rot wirkt ein bisschen so, als hätte der Nachwuchs das Auto zum 18. Geburtstag bekommen und versucht per Farb-Dose aus dem Baumarkt etwas cooler zu gestalten. Dabei hat der Skoda Fabia Combi das gar nicht nötig. Das Design ist gelungen, das Platzangebot Combi-typisch vor allem im Laderaum hoch. Die Details sind pfiffig und die Top-Motorisierung sorgt für Fahrspaß. Einziges Manko: Wenn man sich bei den Ausstattungs-Extras so ausführlich bedient, wie Skoda bei unserem Testwagen, steigt der Preis ganz schnell in Gegenden um die 25.000 Euro – und dann ist auch ein Skoda kein Schnäppchen mehr.

Pro: schnittiges Design, viel Platz, clevere Extras, schönes Interieur
Contra: teilweise kostenintensive Ausstattungs-Extras, geringe Beinfreiheit auf der Rückbank

Video
Für alle die lieber sehen statt lesen hat Redakteur Michael Abele sein ausführliches Fazit nochmals in einem kleinen Video zusammengefasst:

Technische Daten Skoda Fabia Combi 1.2
Maße und Gewichte

Länge/ Breite/ Höhe 4257 mm/ 1732 mm/ 1467 mm
Radstand 2455 mm
Wendekreis 10,4 m
Leergewicht 1153 kg
Zuladung 530 kg
Anhängelast (gebr./ 12%) 1100 kg
Kofferraumvolumen 530 - 1395 l
Tankinhalt 45 l

 

1.2 TSI Sechsgang-Schaltgetriebe: Leistung: 81 kW/ 110 PS, max. Drehmoment 175 Nm bei 1.400 – 4.000/min. 0 – 100 km/h in 9,6 s, Spitze 199 km/h; Verbrauch (Werksangabe) 4,8 l/100km, CO2- Ausstoß aus Kraftstoff (Werksangabe) 108-110 g/km „Style“ ab € 18.470,- .
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Testwertung
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