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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 13. November 2018
SP-X/Köln. Eigentlich sind Elektroroller denkbar unkomplizierte Fahrzeuge. Draufsetzen und losstromern – so einfach kann Mobilität sein. Und dennoch: Ein paar Feinheiten gilt es als Null-Emissions-Pionier zu beachten. So sollte man bereits beim Kauf einen Roller mit herausnehmbarer Batterie wählen. Vorteil 1: Somit ist grundsätzlich ein Batterietausch möglich. Vorteil 2: Zum Laden kann man den Akku bequem mit in die Wohnung nehmen, während der Scooter selbst vor dem Haus parkt. Vorteil 3: Auch wenn der Stromspeicher nicht geladen werden muss, ist er über Nacht in der Wohnung besser vor Langfingern und Kälte geschützt. Letztere hat negativen Einfluss auf Leistungsfähigkeit und zumindest indirekt auch auf die Langlebigkeit der Batterie. Besonders wichtig ist eine Lagerung in beheizter Umgebung während der Winterpause. In dieser Zeit sollte die Batterie, auch wenn der Roller nicht genutzt wird, einmal im Monat ans Ladegerät angeschlossen werden. Wer einen E-Roller in der kalten Jahreszeit fahren will, muss mit einer deutlich niedrigeren Reichweite als an warmen Tagen rechnen. Egal bei welchem Wetter hat die Fahrweise einen besonders großen Einfluss auf die Reichweite. Wird meist stark beschleunigt und möglichst oft mit Maximaltempo gefahren, reicht der Strom für deutlich weniger Kilometer. Doch im Stadtverkehr mit 35 statt 45 km/h zu fahren, ist auch keine wirklich gute Alternative. Ein absolutes No-Go der Reichweitenmaximierung ist übrigens das Ausschalten des Scheinwerfers. Wer mit Ladegerät und Zweitakku auf die Tour geht, ist besser gegen das Liegenbleiben aufgrund einer leeren Batterie gewappnet. Ein Vorteil des Elektrorollers ist die fast himmlische Ruhe des in der Regel geräuscharmen Vortriebs. Jedoch: Oftmals wird man von anderen Verkehrsteilnehmern deshalb nicht oder erst spät wahrgenommen. Entsprechend sollte der Fahrer vor allem in Hinblick auf Fußgänger möglichst umsichtig agieren. 'Die meisten E-Roller sind in der 50er-Klasse unterwegs und fahren damit maximal 45 km/h. Meistens reicht das, um im Stadtverkehr gut mitschwimmen zu können. Häufig empfinden Autofahrer dieses Tempo jedoch als zu langsam, weshalb sie gelegentlich  drängeln oder gefährlich überholen. Grundsätzlich sollte man sich auf dem Roller nicht von eiligen Zeitgenossen einschüchtern lassen und für sich stets selbstbewusst die Fahrspurmitte beanspruchen. Wer nah am rechten Rand fährt, wird leichter an unpassenden Stellen überholt. Deshalb ist es außerdem ratsam, über den Rückspiegel stets auch den rückwärtigen Verkehr im Auge zu behalten. Auch wenn der E-Roller dank schmaler Silhouette dazu verführen mag: Ein Durchschlängeln zwischen Autokolonnen ist verboten. Ebenfalls tabu ist ein Ausweichen auf Radwege oder Bürgersteige, denn auch ein elektrischer Scooter der 50er-Klasse ist ein Kleinkraftrad, das sich die Straße mit den Autos teilen muss. Grundsätzlich sollte man auch als Nutzer eines E-Rollers auf eine angemessene Schutzkleidung achten. Der Gesetzgeber verpflichtet hier lediglich zum Tragen eines Helms. Feste Schuhe und Handschuhe verstehen sich aber ebenfalls von selbst. Wer seine Glieder bei einem Sturz schützen will, trägt zudem eine Jacke und eine Hose mit Protektoren. Es muss nicht gleich die Motorrad-Vollmontur sein, in Zubehörshops finden sich auch modische und legere Textil-Alternativen mit recht unscheinbar eingearbeiteten Schützern. Wer in T-Shirt, kurzer Hose und Flip-Flops mit 45 km/h auf den Asphalt knallt, muss mit gravierenden Verletzungen rechnen, deren Schwere schützende Kleidung deutlich mindern kann.Zunehmend mehr elektrisch angetriebene Roller tummeln sich in deutschen Städten. Wer auf die E-Mobilität umsattelt, sollte auf ein paar Dinge achten.
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Fazit
Zunehmend mehr elektrisch angetriebene Roller tummeln sich in deutschen Städten. Wer auf die E-Mobilität umsattelt, sollte auf ein paar Dinge achten.

Quelle: Autoplenum, 2018-11-13

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