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Testbericht

16. Juni 2013

Die alte Seat Toledo Generation war vor allem eines: quadratisch, praktisch, gut. Aber Emotionen? Das soll jetzt beim neuen Seat Toledo anders werden. Seat wirbt selbst mit dem Slogan: So schön kann praktisch sein.

Familienkutsche mit viel Platz
Der Seat Toledo schließt die Lücke zwischen dem Seat Leon und dem Seat Exeo. Die Zielgruppe ist leicht ausgemacht: Familienkutsche mit viel Platz im Kofferraum. Denn der ist mit 550 bis maximal 1.490 Litern ganz schön geräumig. Die Klappe schwingt schön weit auf (Liftback, Fließheck). Auch sperrige Teile können so einfach eingeladen werden.

Der Seat Toledo startet mit einem 75 PS starkem 1,2 Benziner bei 13.990 Euro. Für unseren 105 PS TSI als Style werden 19.520 Euro fällig. Erfrischend: Mit Zubehör wie Winterpaket (400 Euro), Media System (750 Euro) und Metallic-Lackierung (470 Euro) werden am Ende lediglich 22.440 Euro fällig.

Die 105 PS sind OK. Der Seat Leon will ja auch keine Rennen gewinnen. Der 1.2 TSI mit serienmäßig Start & Stopp-Automatik geht ganz gut voran. In 10,3 Sekunden soll der die 100 km/h-Marke durchbrechen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 195 km/h angegeben.

Der Seat Toledo strahlt Understatement aus. Unter dem Kofferraumdeckel schlummert ein riesiges Gepäckteil. Die ersten Testkilometer spielt er sauber runter. Nichts ist spektakulär, aber wenn man will, sprintet der Toledo los und ein Überholvorgang wird nicht zu einem Abenteuer.

Long-Run-Turn
Nach über 200 Testkilometern ohne Tankstopp (Tankinhalt 55 Liter) nach Donauwörth? Das schafft der Toledo nie! Nach 773 Kilometern der erste Tankstopp mit einem Verbrauch von 5,8 km/km. Das kann sich sehen lassen. Für einen Diesel ist das keine Besonderheit. Für einen TSI aber ein wirklich guter Wert. Den Sprint auf 195 km/h (Werksangabe) hat der Toledo auch geschafft, laut Tacho sind etwa 200 km/h drin, danach wird es zäh.

Toledo im Alltag
Die Rücklehnen lassen sich zu 1/3 und zu 2/3 umklappen. Punktabzug gibt es nur bei Kleinigkeiten: Der Tankdeckel muss abgeschlossen werden und bei den elektrischen Fensterhebern gibt es keine Automatik. Ärgerlich, dass man dem Toledo kein LED-Tagfahrlicht spendiert hat.

Kleiner Durst – viel Platz
Der Topwert, den wir erzielt haben, liegt bei 4,6 l/100 km. Da muss man aber auch schon ein "Gaspedal-Künstler" sein. Werte zwischen 4,9 und 5,5 sind aber locker drin. Für die Rückfahrt von Bochum über die A43 und dann etwa 70 Kilometer Landstraße hat der Seat Toledo gerade mal 5,6 l/100 km benötigt. Das ist ein sehr, sehr guter Wert.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-Vergleichsrunde 55 73 5,5
Super-Spar 14 60 4,6
Landstraße, sparsam 107 60 5,4
Landstraße, normal 85 65 5,8
BAB sparsam 81 105 5,5
BAB normal 77 115 6,0
BAB schnell 25 138 6,9
BAB / Land 131 86 5,6
1. Tankstopp 773 81 5,8
2. Tankstopp 1335 84 6,0

Testverbrauch nach 2.100 km, 81 km/k, 6,1 l/100 km

Fazit
Der Seat Toledo 1.2 FSI ist ein gelungenes Auto ohne Schwächen. Die Stärken sind die Geräumigkeit, der große Kofferraum und sein sparsames Triebwerk. Er ist die richtige Wahl für Autofahrer, die einen großen Kofferraum brauchen, aber keinen Kombi wollen. Preislich ist er im Vergleich zu einem ähnlich ausgestatteten VW Golf etwa 10.000 Euro günstiger. Wer noch mehr sparen will, sollte sich für den TDI entscheiden, den wir bereits ausführlich im Skoda Rapid vorgestellt haben.

Fotos © 2013 Redaktionsbüro Kebschull

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