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Testbericht

12. Januar 2007
München, 12. Januar 2007 – Die Fahrzeuge der koreanischen Firma SsangYong fielen bislang nicht durch ihre besonders gelungene Optik auf. Die Modelle Actyon und Rodius spalten die Gemüter. Ganz anders dagegen der Rexton RX 270 Xdi s: Der wurde speziell für europäische Designbedürfnisse entwickelt. Wir haben den Allradler genauer unter die Lupe genommen. Europäische Designzüge Nicht von ungefähr trägt die Karosserie des SsangYong Rexton europäische Züge. Für das Design sind die Mannen um Italiens Stilikone Giorgio Giugiaro verantwortlich. Vergleicht man den Rexton mit seinen beiden Brüdern, ist er durchaus gelungen. Keine überflüssigen Anbauten oder unförmige Kanten. Der Koreaner zeigt sich zwar unauffällig, aber dennoch elegant. Der Innenraum bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Einziges optisches Highlight sind die bequemen Ledersitze, Schalthebel und diverse Schalter wackeln deutlich. Von null auf 100 in 13,4 Sekunden Unter der Motorhaube des Rexton arbeitet ein Fünfzylinder mit 2,7 Liter Hubraum. Das Triebwerk stammt ursprünglich von Mercedes Benz und wurde von den Koreanern für ihre eigenen Bedürfnisse optimiert. Der 163 PS starke Diesel-Motor mit Common-Rail-Technik leistet ein Drehmoment von 345 Newtonmetern. Vor allem im unteren Drehzahlbereich beschleunigt der Rexton für ein Fahrzeug mit fast zwei Tonnen Gewicht recht flott. Leider ist das einhergehend mit einem lauten Aufheulen der Automatik kurz vor dem Hochschalten in den nächsten Gang. Der Rexton erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h und beschleunigt in 13,4 Sekunden von null auf Tempo 100. Den Verbrauch gibt SsangYong mit 9,0 Liter Diesel auf 100 Kilometern an.

Bloß nicht zu schnell in die Kurve Leider konnten wir den Offroader nur in leichtem Gelände testen, aber der zuschaltbare Allrad-Antrieb, eine Bodenfreiheit von 200 Millimetern und Böschungswinkel von 25 Grad vorne und hinten lassen darauf schließen, dass er sich auch noch pudelwohl fühlt, wenn es mal etwas gröber zur Sache geht. Auf befestigten Straßen lässt sich der Rexton – so lange es nicht allzu kurvig wird – flott bewegen. Wehe aber dem, der zu schnell in die Kurve fährt! Je nach Einfahrtgeschwindigkeit kann der SsangYong gefährlich werden. In weiteren Kurven ist es nur ein Wanken, in engeren Kurven gerät der SsangYong derart ins Schaukeln, dass einem Angst und Bange wird. So gut das weiche Fahrwerk abseits der Straße sein mag, für flotte Kurvenfahrten ist es denkbar ungünstig. Mängel beim Radio-Navigationssystem Das verbaute Radio-Navigationssystem raubte uns den letzten Nerv. Zu den „Highlights“ unseres Testbetriebs gehörte zum Beispiel, dass es teilweise keinen Satellitenempfang bekam und dass sich das Fahrzeug laut Navi neben der gefahrenen Route befand. So kam es zum Beispiel mitten auf der Autobahn vor, dass uns das System aufforderte sofort rechts abzubiegen. Diese Mängel ließen sich auch durch Ausschalten der Zündung oder Neustart der Routenführung nicht beheben. Die Menüführung ist zudem sehr gewöhnungsbedürftig. Zum Abspielen von Video-DVDs musste das System so konfiguriert werden, dass das Navigationssystem nicht mehr aufgerufen werden konnte. Umfangreiche Serienausstattung Ansonsten ist die Ausstattung des Rexton RX 270 Xdi s qualitativ in Ordnung. Verglichen mit der Konkurrenz wie etwa einem Kia Sorento 2.5 CRDi EX ist sie sogar überdurchschnittlich. Für einen Grundpreis von 33.800 Euro bekommt man ohne Aufpreis elektrische Fensterheber vorne und hinten, Klimaautomatik, Lederausstattung, Tempomat, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, einen zuschaltbaren Allradantrieb, ABS, ESP sowie Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags. Dem Sorento fehlt zu einem Preis von 32.940 Euro zum Beispiel die Lederausstattung. (os)
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Technische Daten
Antrieb:zuschaltbarer Allradantrieb
Anzahl Gänge:5
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:Reihen-Dieselmotor
Hubraum:2.696
Anzahl Ventile:2
Anzahl Zylinder:5
Leistung:120 kW (163 PS) bei UPM
Drehmoment:345 Nm bei 1.800 UPM
Preis
Neupreis: 32.315 € (Stand: Dezember 2006)
Fazit
Der SsangYong Rexton empfiehlt sich Kunden, die ein geräumiges Auto suchen, mit dem sie es gemütlich angehen lassen und auch mal einen Ausflug ins Gelände unternehmen können. Für schnelle Kurvenfahrten ist der Offroad-Koreaner definitiv nicht geeignet. Die Ausstattung verrichtet – bis auf das Radio-Navigationssystem – ihre Arbeit tadellos. Der Gesamtpreis von 36.745 Euro für unseren Testwagen ist relativ hoch, aber angesichts der umfangreichen Serienausstattung angemessen.
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: auto-news, 2007-01-12

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