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Testbericht

Benjamin Bessinger/SP-X, 3. November 2011

Land Rover setzt seine wichtigsten Modelle auf Diät. Neue oder überarbeitete Diesel und der Einsatz einer Achtgangautomatik erhöhen teilweise deutlich die Leistung, reduzieren aber vor allem den Verbrauch und den Schadstoffausstoß.

Besonders profitiert davon der Defender. Das Urgestein unter den Geländewagen läuft schon seit ein paar Jahren nur noch mit einer Lkw-Zulassung und hätte mit dem aktuellen Motor nun endgültig vom Markt genommen werden müssen. Weil der Nachfolger auf Basis der IAA-Studie DC 100 aber erst 2015 fertig wird und Land Rover zu Preisen ab 26.690 Euro (in Deutschland) noch immer über 20.000 Defender pro Jahr weltweit verkauft, schicken die Briten den Dino jetzt noch einmal in die Verlängerung und bauen mit Blick auf die EU5-Norm sogar einen neuen Motor ein.

Der 2,2 Liter große Vierzylinder kommt wie der 0,2 Liter größere Vorgänger ebenfalls von Ford (Transit und Ranger) und hat die identischen Leistungsdaten. Auch er bringt 90 kW/122 PS, 360 Nm und liegt beim Verbrauch bei offiziell 10,0 Litern, ist aber dank neuer Elektronik und eines Partikelfilters fit für den Rest der Laufzeit. Außerdem läuft er leiser und kommt mit anderen Reifen auf ein höheres Tempo: Statt 132 sind nun immerhin 145 km/h möglich.

Bei Discovery (ab 46.700 Euro) und Range Rover Sport (ab 55.800 Euro) gibt es ein Update für den drei Liter großen V6-Diesel. Er wird jetzt mit der neuen Achtgang-Automatik und legt in der stärkeren Version zudem um elf PS auf 188 kW/256 PS zu. Die abgespeckte Version des großen Diesels bleibt zwar unverändert bei 155 kW/211 PS. Doch in beiden Fällen locken die Briten mit einem deutlich reduzierten Verbrauch. Die 211 PS-Variante ist in beiden Modellen jetzt mit 8,5 Litern zufrieden. Die stärkere Version braucht nur 0,3 Liter mehr. So geht der CO2-Ausstoß der beiden Geländewagen um fünf bis zehn Prozent zurück. Unverändert im Programm bleibt der V8-Benziner des Range Rover Sport. Wie eh und je holt er dank seines Kompressors auf fünf Litern Hubraum stolze 374 kW/510 PS.

Nicht mehr viel geändert wird allerdings am klassischen Range Rover (ab 89.100 Euro), dem ein wenig frische Schminke und ein paar neue Ausstattungspakete zum neuen Modelljahr genügen müssen. Den V8-Diesel mit 4,4 Litern Hubraum und 230 kW/313 PS sowie den benzinbefeuerten Kompressor-V8 mit fünf Litern Hubraum und 374 kW/ 510 PS fassen die Ingenieure dagegen nicht mehr an. Schließlich haben die Entwickler den Nachfolger bereits auf der Zielgeraden und planen sein Debüt für den Pariser Salon im nächsten Herbst. Der Beliebtheit des aktuellen Modells tut das allerdings keinen Abbruch, sagt Chefentwickler Paul Walker: „Wir bauen zurzeit mehr Range Rover als je zuvor – und werden die Produktion demnächst sogar noch einmal aufstocken“.

Zwar stehen diverse Nachfolger schon in den Startlöchern, doch Land Rover hat seine Modelle für das Modelljahr 2012 trotzdem nochmal angefasst. Weniger Verbrauch und Schadstoffausstoß bei den Dieselmotoren sind das wichtigste Ergebnis dieser Arbeit.

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Fazit
Zwar stehen diverse Nachfolger schon in den Startlöchern, doch Land Rover hat seine Modelle für das Modelljahr 2012 trotzdem nochmal angefasst. Weniger Verbrauch und Schadstoffausstoß bei den Dieselmotoren sind das wichtigste Ergebnis dieser Arbeit.

Quelle: Autoplenum, 2011-11-03

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