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Testbericht

Michael Specht/SP-X, 19. September 2018
SP-X/Paris. Wer in Deutschland Menschen nach französischen Automarken fragt, wird nur in den seltensten Fällen den Namen DS als Antwort erhalten. Die auf Premium und Exklusivität getrimmte Marke der PSA-Gruppe führt bei uns bislang nicht mehr als ein Nischendasein, ähnlich dem Nissan-Ableger Infiniti. Vergangenes Jahr registrierte das KBA lediglich 3.309 Neuzulassungen. Dass es in Zukunft steil bergauf geht und DS vermehrt auf der Shopping-Liste von privaten und gewerblichen Kunden steht, bezweifeln Experten. „Es braucht einen langen Atem“, sagt Stephan Bratzel. Der Direktor des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hält jedoch die Strategie von PSA für richtig, mit DS eine Premiummarke für den Konzern zu entwickeln. „Der Verkauf von Premiumfahrzeugen ermöglicht höhere Margen und kann positiv auf das Image des Konzerns abstrahlen.“ Selbst PSA-Konzernchef Carlos Tavares zeigt hier ausnahmsweise einmal Geduld, will DS langsam, aber beständig und zudem als Weltmarke entwickeln. Das langfristige Ziel lautet: zehn Prozent des PSA-Absatzvolumens (heute rund vier Millionen Fahrzeuge), was dem derzeitigen globalen Premium-Anteil in der Autobranche entsprechen würde. Tavares zieht bei DS sogar Parallelen zu Audi. Die Ingolstädter benötigten gut zwei Jahrzehnte, um sich als Premiummarke zu etablieren. Die Schwerpunkte der Markenprofilierung von DS liegen auf Design, Avantgarde und Elektrifizierung. Zudem will man seine Autos nicht über große Autohäuser, sondern in kleinen Stores mit Boutique-Charakter verkaufen. Deutschlandweit wird es davon 60 Standorte geben. Klare Vorgaben gibt es auch für die Elektrifizierung. „Jedes DS-Modell wird von 2025 an als Hybridvariante oder als rein elektrisch angetriebene Version zu haben sein“, sagt Markenchef Yves Bonnefont und freut sich, dass hier DS innerhalb der PSA-Gruppe eine Art Vorreiterrolle erhält. Nicht umsonst hat die Marke ein Formel-E-Team und ist sogar Konstrukteur der Elektroflitzer. Die jeweils in der Rennsaison gesammelten Erfahrungen können zu einem großen Teil in die Serienfahrzeuge einfließen. Den Anfang läutet 2019 der DS7 Crossback mit dem Zusatznamen „E-Tense 4x4“ ein. Dahinter steckt nicht nur das erste selbst entwickelte Plug-in-Hybrid-Modell des Konzerns, sondern auch gleichzeitig das bislang einzige SUV mit Allradantrieb innerhalb der Marken-Gruppe. Den DS7 Crossback treiben ein 1,6 Liter-Vierzylinder-Benziner und zwei Elektromotoren mit jeweils 80 kW (Systemleistung 220 kW/300 PS) an. Versprochen werden 60 Kilometer elektrische Reichweite. Die technische Basis hierfür heißt EMP2 (Efficient Modular Platform). Schon bis 2021 will PSA insgesamt acht PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) im Portfolio haben. Auch das erste, in neuer Generation vollelektrische Modell des französischen Konzerns wird, wenn es 2019 zum Händler rollt, die Buchstaben DS im Grill tragen. Der DS3 Crossback (intern D34 genannt) feierte – allerdings mit konventionellem Antrieb – vor wenigen Tagen seine Weltpremiere und löst den Kleinwagen DS3 ab, der 2019 ausläuft. Der DS3 Crossback nutzt die CMP-Architektur (Common Modular Platform). Sie wurde zusammen mit dem chinesischen Hersteller DFM (Dongfeng Motors) entwickelt, ist gedacht für Kleinwagen, mittelgroße Limousinen und Kompakt-SUV sowie alle zukünftigen Elektroautos und dient unter anderem als Vorlage für den nächsten Corsa, Peugeot 208 und 2008 sowie den Citroen C3 und C3 Aircross. Als DS3-typisches Design-Element übernimmt der Crossback die Hai-Rückenflosse in der seitlichen Fensterlinie – und dies trotz seiner vier Türen. Eine stilistische Herausforderung. Positioniert wird das City-SUV hauptsächlich gegen Audi Q2 und Mini Countryman. Die heutigen Modelle DS4 und DS5 laufen noch in diesem Jahr aus und werden 2020 von einem als Crossover konzipierten, neuen DS4 ersetzt (Größe etwa wie BMW X2). Den DS4 Crossback soll es in zwei Varianten geben, eine im etwas höher gestellten SUV-Format und eine flachere Crossover-Version. Die Markteinführung ist für 2021 angesetzt. Vermutlich schon nächstes Frühjahr in Genf wird DS seine Flaggschiff-Limousine vorstellen. Sie dürfte dann Anfang 2020 in Serie gehen. Möglicher Name: DS8, eher wohl DS9. Die Karosserie soll bei aller Extravaganz dennoch eine klassische Ausprägung bekommen und sich damit bewusst vom „Neo-Sedan“-Design der Markenschwester Citroen abheben. Gebaut wird der DS9 ausschließlich in China und wird von dort aus global vermarktet. Auf der gleichen technischen Basis, so ist aus Paris zu hören, plant DS für 2022 ein großes SUV, den DS9 Crossback.Die Premiumtochter DS übernimmt innerhalb der PSA-Gruppe die Vorreiterrolle in der Elektrifizierung. Ab 2025 soll es keine konventionellen Verbrenner mehr im Portfolio geben.
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Fazit
Die Premiumtochter DS übernimmt innerhalb der PSA-Gruppe die Vorreiterrolle in der Elektrifizierung. Ab 2025 soll es keine konventionellen Verbrenner mehr im Portfolio geben.

Quelle: Autoplenum, 2018-09-19

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