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Testbericht

Stefan Grundhoff, 1. September 2020
Er war schon etwas in die Jahre gekommen; hatte von seiner Grazie und seiner Noblesse jedoch nichts verloren. Jetzt legt Rolls-Royce seinen Ghost neu auf. Mit 5,55 Metern Länge ist bereits der Standard-Ghost mehr als 30 Zentimeter als Bentley Flying Spur oder Mercedes S-Klasse.

Bentley kann sich warm anziehen. Es ist gerade ein Jahr her, da präsentierten die edlen Briten ihren neuen Flying Spur, der nach dem Auslaufen des Mulsanne in diesem Jahr das Topmodell der Edelmarke aus dem Volkswagen Konzern sein wird. Jetzt legt Rolls-Royce mit seinem Ghost nach. Technische Plattform ist wie schon beim Vorgänger der BMW 7er. Mit der neuen Generation soll der Ghost nicht nur beeindruckenden Luxus und grandiosen Komfort bieten, sondern neben aller Exklusivität auch den Hightech des aktuellen BMW 7ers. Im Gegensatz zum Topmodell der Münchner behält der Rolls-Royce Ghost seinen leistungsstarken Zwölfzylinder. Erstmals wird der kleine Bruder des Phantom jedoch auch überfällige Ausstattungen wie Allradantrieb, Allradlenkung und Vernetzung bekommen.

Er wirkt moderner, jünger und auch etwas dynamischer. Doch sein grundsätzliches Design hat die Neuauflage des Rolls-Royce Ghost behalten. Die Schulter ist markanter als bisher und während man an der Front die Abstammung vom Phantom erkennen kann, wirkt das Design des Hecks mit den zur Mitte zulaufenden LED-Lichtmodulen nunmehr etwas filigraner als bisher. \"Die einzigen Komponenten, die wir vom ersten Goodwood Ghost übernommen haben, waren die Spirit of Ekstasy und die Regenschirme\", so Rolls-Royce-CEO Torsten Müller-Ötvös, \"alles andere wurde entworfen, gefertigt und konstruiert von null an. Das Ergebnis ist der bisher technologisch fortschrittlichste Rolls-Royce. Es destilliert die Säulen unserer Marke in ein schönes, minimalistisches und doch hochkomplexes Produkt, das perfekt in Einklang mit den Bedürfnissen unserer Ghost-Kunden und perfekt auf die Zeit abgestimmt ist.\"

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der neue Ghost deutlich gewachsen. Die Gesamtlänge ist mit 5,55 Meter fast neun Zentimeter länger als bei seinem Vorgänger. So konnte es auch umgesetzt werden, dass das mächtige V12-Triebwerk mit seinen 6,8 Litern Hubraum und 420 kW / 563 PS und 850 Nm ab 1.600 Touren zugunsten einer neutralen Gewichtsverteilung von 50:50 hinter der Vorderachse platziert werden konnte. Zugleich wuchs die Breite um drei Zentimeter auf 1,98 Meter. Aus dem Stand beschleunigt der 2,5 Tonnen schwere Allradler in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. der Normverbrauch des V12-Triebwerks liegt bei 15,2 Litern. Abwarten, ob Rolls-Royce mittelfristig an einem Plug-In-Hybriden vorbeikommt.

Die Karosserie besteht wie schon bisher aus hochfestem Aluminium. Erstmals lassen sich die gegenläufigen Türen nicht nur auf Knopfdruck von innen schließen, sondern auch von außen öffnen und teilautomatisch schließen. Bestmarken will die neue Ghost-Generation auch beim Reisekomfort setzen. Dafür sorgt nicht nur das vorausschauende Luftfederfahrwerk, sondern auch Dammmaterialien, von denen im gesamten Fahrzeug insgesamt 100 Kilogramm verbaut wurden. Wem das ebenso zu leise ist wie das aufgeladene V12-Triebwerk, der kann seinen Ohren mit einem 1.300 Watt starken Soundsystem akustische Abwechslung aus insgesamt 18 Boxen verschaffen.

Nicht nur die achtstufige Getriebeautomatik kann über das vernetzte Navigationssystem nach vorne schauen, sondern auch die zwei Kameras neben dem Innenspiegel blicken nach vorn und stellen das variable Fahrwerk bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h vorausschauend ein, um maximalen Fahrkomfort zu realisieren. Die neuen Hightech-Scheinwerfer mit LED und Laserfunktion können bis zu 600 Meter vor dem Fahrzeug ausleuchten und geben der Front mit dem Radiator-Kühlergrill mit seinen zusätzlichen 20 LEDs an der Oberseite einen Lidstrich. Zudem gibt es ein Komplettpaket an Fahrerassistenzsystemen inklusiv Head-Up-Display oder Einparkautomatik. Durch die größeren Abmessungen gibt es nicht nur mehr Komfort, sondern auch mehr Platz im Innenraum. Besonders der belederte Fond hat beim neuen Rolls-Royce Ghost deutlich gewonnen. Noch mehr Luxus dürfte die Langversion bieten, die 2022 folgen dürfte. Dazu gibt es bei dem Geist aus Goodwood einen Laderaum mit 507 Litern Volumen. Preislich wird der neue britische Edel-Geist auf dem Niveau seines Vorgängers beginnen - oberhalb von 250.000 Euro. Marktstart ist Ende des Jahres.
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Quelle: Autoplenum, 2020-09-01

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