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Testbericht

Sebastian Viehmann, 24. Mai 2009
Mini wird 50 - und Silverstone stand am Wochenende Kopf: Die Fans der Marke feierten sich und ihre Autos mit heißen Rennen, knallbunten Autos und leicht bekleideten Car Wash-Girls. Wir berichten von der Mega-Party.

Eigentlich ist der rote Mini Clubman ja blitzsauber, doch sein Fahrer fährt doch lieber nochmal durch die Waschanlage. Denn der Ausblick ist äußerst attraktiv: Statt automatischer Waschbürsten kümmern sich junge Damen im mega-knappen Mini-Höschen um den Reinigungsvorgang. Ein paar Meter weiter ist noch mehr Muskelkraft gefragt: Beim "Mini Pulling" werden die Teilnehmer in ein Geschirr gesteckt und müssen ein Mini Cabrio unter dem Gejohle der Zuschauer gut zehn Meter weit ziehen. Und "Tyre Bowling" würde im Deutschen wohl einfach Reifen-Weitwurf heißen.

Die "Mini United", das größte Fan-Event der Marke, gastierte diesmal im britischen Silverstone, rund 50 Kilometer nördlich von Oxford. 15.000 Teilnehmer aus über 30 Ländern hatten sich angekündigt. Am Wochenende wurden es schließlich rund 20.000, deutlich mehr als beim letzten Festival vor zwei Jahren im holländischen Zandvoort. Dort war es allerdings ziemlich beengt zugegangen, während das Gelände um die Silverstone-Rennstrecke riesig ist – zwischen den vielen Bühnen, Campingflächen, Parkplätzen und Event-Areas konnte man sich fast die Füße wund laufen. Kein Wunder also, dass viele Teilnehmer ihre Minis immer wieder vom Fleck bewegten, um Freunde vom Eingang der Rennstrecke abzuholen oder für Bier- und Fressalien-Nachschub zu sorgen. Die Tankstellen in der Umgebung wurden am ganzen Wochenende von Minis belagert.

Das Mini-Event war schon immer mehr als ein Klassiker-Treffen mit Rahmenprogramm. Doch zum 50. Jubiläum der Marke wurde nun richtig aufgefahren. So blieb auch der Asphalt der altehrwürdigen Silverstone-Rennstrecke nicht unangetastet: Der Mini Seven Racing Club schickte historische Renn-Minis auf die Piste. Dazu fanden zwei Markenläufe der Mini Challenge statt, in der die Piloten mit dem 211 PS starken Mini John Cooper Works unterwegs sind. Auf dem ganzen Gelände wimmelte es zudem von Ausstellungsstücken. Die ersten Modelle der Marke waren, fein säuberlich aufgereiht, ebenso vertreten wie die berühmten Film-Minis aus dem Streifen "The Italian Job", die Mini Show Cars vergangener Automessen oder extreme Umbauten – eine dreiachsige Stretch-Limo zum Beispiel, ein auf zweieinhalb Meter geschrumpftes Cabrio oder ein aus zwei Minis zusammengesetztes Fahrzeug mit zwei Lenkrädern, bei dem sich die Piloten wohl um die Fahrtrichtung balgen müssen.

Die eigentlichen Highlights waren aber im gewaltigen Fuhrpark zu finden, den die Fans mitgebracht hatten – Minis in allen Formen und Farben und aus allen Baujahren. Die New Minis (ab Baujahr 2001) waren klar in der Überzahl, doch auch die Ur-Modelle vom Morris Cooper über den ersten Clubman – wegen seines nüchternen Grills damals verpönt, heute eine gesuchte Rarität – tummelten sich auf dem Gelände. Bei den neuen Minis hieß das Motto vor allem tiefer, härter und bunter. Es gab kaum einen Briten-Flitzer zu sehen, der sich nicht durch Tuning-Felgen, wild beklebte Karosserien, Spoiler, Schweller oder sonstige Anbauteile meilenweit vom Katalogbild entfernt hatte. Natürlich nutze Mini die Geburtstagsparty auch, um das komplette Zubehörprogramm und neue Sondermodelle wie den Mini 50 Mayfair zu präsentieren. Doch viele Fans legen bei der Individualisierung offenbar lieber selbst Hand an.

Am Samstagabend strömten viele Fans zur Hauptbühne, wo die Siegerehrung der Mini Challenge stattfand und die Bands Raygun und The Twisted Wheel auftraten. Symbolisch waren sogar die Beatles vertreten: 1966 schenkte der Beatles-Manager Brian Epstein jedem der vier Musiker einen Mini Cooper S. Leadgitarrist George Harrison ließ seinen Mini mit psychedelischen Motiven bemalen. Eine Neuinterpretation dieses Wagens auf Basis des New Mini wurde in Silverstone an Olivia Harrison übergeben. Im Laufe des Jahres soll das Auto zugunsten der Stiftung versteigert werden, die George Harrison 1973 ins Leben gerufen hat.
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Quelle: Autoplenum, 2009-05-24

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