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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 29. Juni 2014
Zum Weg in den Urlaub gehören ausgiebige Pausen. Doch damit die Anreise zum Traumstrand nicht zum Familien-Fiasko mutiert, empfiehlt es sich, die Raststätten mit Bedacht zu wählen. Es gibt eklatante Qualitäts- und Preisunterschiede.

Wann sind wir da? Wie lange dauert es noch? Wir haben Hunger! Ich muss mal! Sobald die Rasselbande auf der Rückbank diese Meldungen gibt, heißt es schnellstmöglich eine Raststätte anzusteuern. Sonst könnte das Nörgelstakkato die Stimmung im Auto gründlich vermiesen. Doch auch die Wahl des Pausenortes sollte gut gewählt sein: Nach wie vor gibt es deutliche Qualitätsunterschiede bei Raststätten und Autohöfen. Nur wo soll man eine Pause einlegen. Wo gibt es Kinderspielplätze? Wo schmeckt das Essen und wo sind die Preise fair? Der ADAC-Raststätten-Test beantwortet genau diese Fragen.

Bei den bisherigen Überprüfungen freuten sich die Experten über stetig bessere Ergebnisse. Dieser Trend ist zunächst gestoppt. Bei der letzten Überprüfung schaffte erhielt keiner der Kandidaten das Prädikat "sehr gut". Immerhin schafften 15 der 40 untersuchten Raststätten die Wertung "gut". 22 Jahre erreichten ein "ausreichend" und drei wurden mit einem "mangelhaft" abgestraft. Was besonders ins Auge fällt: Die Hälfte der Anlagen besuchten die Tester zum wiederholten Mal. Doch nur fünf verbesserten ihre Note. Ein Negativ-Beispiel: Der Autohof Dasing (A 8 München - Stuttgart) kam 2006 immerhin auf ein "ausreichend", rutschte 2013 aber auf "mangelhaft" ab. Sieger wurde die Raststätte Börde Süd an der A 2 (Hannover - Berlin) in Sachsen-Anhalt. Die gepflegte Anlage überzeugt mit einem klar markierten Übergang für Fußgänger, vielen Picknicktischen, einem attraktiven Kinderspielplatz und freundlichen Mitarbeitern. Auch die Sanitäranlagen gaben keinen Anlass zur Beanstandung. Die "Rote Laterne" ging an den Autohof Plötzin an der A 10 (Berliner Ring) in Brandenburg.

Beim Vergleich Autohof gegen Raststätten schnitten Letztere besser ab. Die Gründe dafür, dass die Raststätten die Nase vorne haben, sind die Verkehrsgestaltung und der damit verbundenen Eignung für Familien sowie die Hygiene. Die vermasselte sogar dem besten Autohof im Test, dem Lohfeldener Rüssel (A 7 Würzburg - Hannover), den Sieg. Die sonst durchgängig positiv bewertete Raststation landete dadurch auf dem dritten Platz des Rankings. Bei der Verkehrsgestaltung herrscht bei vielen Testkandidaten Nachholbedarf: Drei Viertel der Autohöfe und 35 Prozent der Raststätten überzeugten die Tester in dieser Kategorie nicht. Bei insgesamt drei Viertel der Anlagen gab es keinen markierten Übergang für Fußgänger von den Parkplätzen zum Gebäude. Einen Fußweg entlang der Parkplätze suchten die Experten bei der Hälfte der Restaurants vergebens. Das bedeutet, dass die Familien auf dem Parkplatz am Heck der Autos entlanglaufen müssen, was vor allem für Kinder gefährlich ist.

Die bereits erwähnte Eignung für Familien ist die Schwäche einiger Autohöfe. Nur die Hälfte der Probanden hatten einen Kinderspielplatz. Dagegen boten 75 Prozent der Raststätten ein Areal unter freiem Himmel, auf dem sich der Nachwuchs austoben konnte. Beim Preis, der Außenanlage und dem Zugang hatten die Autohöfe die Nase vorn. In punkto Shop lagen beide Rast-Varianten auf Augenhöhe. Allerdings existiert der Preisunterschied zwischen Autohöfen und den teueren Raststätten nach wie vor. Der Einkauf in einem Autohof-Shop war im Schnitt 22 Prozent billiger als in der Raststätte. Das Essen war bei den Letzteren um rund zehn Prozent günstiger. Der gerne genommene Cappuccino kostete im Autohof Schlüchtern 2,10 Euro und in der Raststätte Michendorf Nord 3,49 Euro. Auch regional sind die Preise unterschiedlich. Für ein Schnitzel mit Pommes mussten die Tester im Autohof Parsberg 5,90 Euro hinlegen, beim Autohof Sangerhausen waren es mit 11.80 Euro fast doppelt so viel.

Der Preis sagt nichts über die Qualität der Speisen aus. Die gute Nachricht: In keinem der besuchten Restaurants gab es ein mangelhaftes oder sehr mangelhaftes Essen. Das heißt aber nicht, dass die Nahrung immer ein reiner Genuss war. Besonders die Auswahl an kalten Speisen ließ bei der Hälfte der Autohöfe und gar 80 Prozent der Raststätten zu wünschen übrig. Die Anzahl der verschiedenen Fleischgerichte war überschaubar: Meistens bieten die Restaurants lediglich Varianten einer Fleischsorte an. Auch der Geschmack der Gerichte überzeugte die Experten nicht durchgängig. Nur zwölf Mal kam der Hauptgang gut weg. Schlecht für Vegetarier: In vier Autohöfen und einer Raststätte gab es kein einziges fleischloses Gericht. In sechs Autohöfen gab es keine spezielle Kindermahlzeit.

Wer sich beim Rasten angenehm erholen will, sollte sich die Testergebnisse www.adac.de anschauen und diese bei der Routenplanung berücksichtigen.
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Quelle: Autoplenum, 2014-06-29

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