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Testbericht

Marcel Sommer, 16. Juli 2013
Im Sommer werden die Rasenmäher wieder aus dem Schuppen geholt. Viele Hobbygärtner träumen insgeheim von einem Aufsitzmäher oder Rasentraktor.

Sommerzeit ist Gartenzeit. Und was darf in einem ordentlichen Garten natürlich nicht fehlen? Ein korrekt gestutzter Rasen. Ob knatternd oder nahezu lautlos, ob völlig autark oder stets mit beiden Gärtnerhänden geschoben - die Rasenmäherflotte bestimmt dieser Tage wieder den Alltag vieler Hobbygärtner. Nahezu jedem von ihnen ist dabei zumindest einmal der Gedanke an einen fahrbaren Rasenmäher in den Sinn gekommen: "Einmal Rasen-Schumi spielen, das wäre schön". In Baummärkten stehen die vierrädrigen Traum-Mäher Gummi-Rad an Gummi-Rad zu Preisen ab 1.000 Euro. Doch worauf kommt es überhaupt an? Was für verschiedene Typen gibt es? Und worin unterscheiden sie sich?

Die bekanntesten zwei Versionen sind der Aufsitzmäher und der Rasentraktor. Ersterer gehört in die Gattung der Einstiegsmodelle. Der Benutzer sitzt auf dem Motor, während beim Rasentraktor hinter dem Motor gesessen wird. Die Schnittweite eines Aufsitzmähers schließt sich an die eines Handrasenmähers an, beginnt bei knapp 55 Zentimetern und endet bei rund 100 Zentimetern. Wer über diese Grenze hinaus möchte, der greift mindestens zu einem Rasentraktor. Ein weiterer Vorteil des Rasentraktors, besonders im Winter, sind die zahlreichen Anbaumöglichkeiten wie Schneeschild, Schneeketten, Streusalz-Anhänger und Schneefräse. Wem die bis zu Kleinwagenpreisen teuren Traktoren nicht ausreichen, der greift zu den Profigeräten Rider, Frontmäher und Nullwendekreismäher. Für den Privathaushalt sind diese jedoch viel zu groß und vor allem zu kostspielig.

Garten und Landschaftsbauer Nils Tauche aus Grebenstein bei Kassel weiß: "Die wichtigste Frage ist, ob sich die Anschaffung für den eigenen Rasen überhaupt lohnt. Wie groß ist die Fläche und wie viel Hanglage hat sie. Letzteres ist entscheidend für die Wahl des Radstandes. Je größer der ist, desto einfacher wird\\\'s am Hang." Des Weiteren empfiehlt Nils Tauche, dass ein Kostenvergleich im Vorfeld aufgestellt werden sollte. Denn das Engagement eines GaLa-Profis kann in Summe sowohl in puncto Kosten als auch mit Blick auf die verwendete Zeit günstiger ausfallen, als die Anschaffung eines guten Rasentraktors. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass "wer für das heimische Grün mit einem konservativen Rasenmäher eine Stunde benötigt, schafft die gleiche Fläche zwar in knapp der Hälfte der Zeit, jedoch fallen dann jährliche Kosten für Service und Inspektion sowie anschließende Reinigungsarbeiten an. Ein Rasentraktor oder Aufsitzmäher ist normalerweise erst ab 1.000 Quadratmetern rentabel."

Mit der Entscheidung für einen Rasentraktor ist die Auswahl aber bei weitem noch nicht an ihr Ende gelangt. Nun muss geklärt werden, ob es ein Seitenauswurf- oder Heckauswurfmäher, Benzin- oder Diesel angetriebener Mäher und ob es ein Heck- oder Allradmäher sein soll. Zudem steht noch die Art des Getriebes zur Wahl. Die angenehmste Art ist das mit dem Automatikgetriebe eines Auto umschreibbare Hydrostatische Getriebe. Ihm gegenüber steht ein manuelles Schaltgetriebe. Von vielen Heckauswurfmäher-Benutzern gelobt wird die Verwendung eines zusätzlichen Propellers im Mähwerk, welcher das Schnittgut in den Fangsack bläst, so dass selbst nasses Gras oder Klee nicht so schnell für eine Verstopfung sorgen können.

Eine zeitsparende und dennoch effiziente Variante des fahrenden Rasenmähens ist die Verwendung eines Mulchmähers beziehungsweise Mulchaufsatzes. "In Parkanlagen oder auch großen privaten Grundstücken bietet das Mulchen einen Zeit- und damit verbunden einen deutlichen Kostenvorteil. Das Schnittgut wird in Kleinstteile zerschnitten und verbleibt nahezu unbemerkt auf dem Rasen liegen. Gleiches gilt für Laubblätter", erklärt der Essener GaLa-Bauer Mark Schmitz. Auf Spielplätzen oder in Kindertagesstätten wird davon laut Mark Schmitz jedoch abgesehen, da "die kleinen Grasreste von den Kindern zum Beispiel ins aufgestellte Planschbecken oder auch ins Haus hineingetragen werden." Ein weiterer Nachteil der bequemen Methode des Mulchens ist, dass "diese Art des Rasenmähens Moos fördernd ist", meint Nils Tauche. "Denn bevor das kleinstgehäckselte Schnittgut auf dem Rasen für Wachstum sorgt, muss es erst vom Organischen zum Humus, und vom Humus zum Mineralstoff werden. Dieser Vorgang kann zwischen zwei und drei Monate andauern, so dass in unseren Breitengraden der zeitweise hohe Humusanteil für eine erhöhte Moosbildung sorgen kann."

Wurde einem ein Rasentraktor geschenkt, sind alle vorherigen Gedankenspiele natürlich obsolet. Es könnte aber eine Geschäftsidee aufkeimen: "Ich fahre durch die Nachbarschaft und stocke das Haushaltsgeld durch meinen Mähdienst ein wenig auf. Ob das erlaubt ist? "Sobald ein Rasentraktor mehr als sechs Kilometer pro Stunde fährt ist dieser zulassungspflichtig und braucht ein Kennzeichen", verrät Holger Prentl von der HUK Coburg. Zudem wird dann eine Zusatzversicherung fällig, da er aus der normalen Haftpflichtversicherung herausfällt. In wie fern der jeweilige Rasentraktor seitens der Straßenverkehrsordnung unabhängig von der Länge der Strecke am normalen Verkehr teilnehmen darf, sollte jeder Besitzer bei seiner Zulassungsstelle in Erfahrung bringen.

In solchen Geschwindigkeitsregionen halten sich die Teilnehmer eines Rasenmäherrennens nur auf, wenn sie zur Startaufstellung rollen. Dann geht es mit knapp 80 Sachen Rasenmäher gegen Rasenmäher. Ob Matsch oder Rasen, hier geht es mit Vollgas dem Ziel entgegen. Wie in jeder anderen Fahrzeugklasse purzeln auch in der Rasenmäherklasse die Geschwindigkeitsrekorde. Der im vergangenen Jahr noch mit 155 Kilometer pro Stunde geltende Rekord ist in diesem Jahr durch einen 210-km/h Temporitt gebrochen worden. Die zu kleinen Rennmaschinen umgebauten Fahrzeuge haben allerdings mit einem gemeinen Aufsitzmäher oder Traktor kaum noch Ähnlichkeit.
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Quelle: Autoplenum, 2013-07-16

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