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Testbericht

Marcel Sommer, 8. Januar 2014
Am Abend des 13. Januar findet die Startzeremonie zur 82. Ausgabe der Rallye Monte-Carlo vor dem berühmten Casino statt. Und wie auch am Spieltisch können sich die Rallye-Teams beim Reifenroulette in der Seealpenregion ordentlich verzocken.

Die Rallye Monte-Carlo, oder, wie sie von ihren Fans und Bewunderern auch gern genannt wird "die Monte", läutet traditionsgemäß die neue Weltmeisterschafts-Saison der WRC ein. Wenn sich in diesem Jahr am 16. Januar die ersten Rennwagen auf die Strecke begeben, betreten sie nicht nur das Hinterland der schönen Cote d Azure, sondern durchpflügen mit ihren Boliden die im Rennsport zur Legende gewordenen Seealpen, die kaum Fehler verzeihen. Die 82. Ausgabe der offiziell Rallye Automobile Monte-Carlo heißenden Monte wird zum ersten Mal seit vielen Jahren auf ihren erfolgreichsten Bezwinger verzichten müssen. Der siebenfache Monte-Sieger Sebastien Loeb beendete im vergangenen Jahr seine WRC-Karriere.

Die französischen Fans werden es jedoch verkraften können, steht mit Sebastien Ogier der amtierende Weltmeister in seinem Volkswagen Polo am Start. Und er schwärmt schon jetzt: "Die Monte ist für mich eine ganz besondere Rallye, schließlich ist sie meine Heimrallye." Doch nicht nur der gerade erst 30 Jahre alt gewordene Franzose, sondern auch sein Teamkollege Jari-Matti Latvala sowie sein Dauerkonkurrent Mikko Hirvonen im Citroen DS3 sind schon ganz heiß auf die neue Saison. Ein in der Formel 1- und der kleineren Rallyeserie WRC2 nicht gerade unbekannter Fahrer wird in dieser Saison ebenfalls für spannende Etappen sorgen: Robert Kubica. Der 29-jährige Pole startet in einem Ford. "Ich bin wirklich glücklich, dass ich alle 13 Rallyes in einem Fiesta RS World Rally Car fahren kann", erklärt Kubica.

Doch ob erfahrener Rennfahrer oder Rookie, die Monte ist einer der, wenn nicht die prestigeträchtigste Rallye im gesamten Rennkalender. Und das nicht nur, weil die Startzeremonie am Abend des 13. Januar vor dem aus zahlreichen James Bond-Filmen bekannten Casino von Monte-Carlo stattfindet. Der vierfache Monte-Gewinner Walter Röhrl weiß genau warum: "Bei der Monte kommen alle Bedingungen zusammen. Vom trockenem Asphalt über nasse Pisten und Schneematsch bis zu blankem Eis - oft auf der gleichen Wertungsprüfung, bei Tag und bei Nacht. Man muss genau wissen, was man macht, angefangen bei der Reifenwahl. Es geht immer um den bestmöglichen Kompromiss. Es bleibt eben ein Unterschied, ob du mit Spikereifen auf furztrockenem Teer rumeierst oder mit Slicks auf Eis nach Traktion suchst."

Neben dem Reifenroulette spielen jedoch der Fahrer und das Zusammenspiel zwischen ihm und seinem Co-Piloten eine große Rolle. Denn anders als bei Rallyes, die in Skandinavien gefahren werden "kann man sich nicht an den Schneewänden anlehnen. Geht es bei der Monte schief, landest du gleich ein Stockwerk tiefer", verrät Walter Röhrl, der seine vier Siege in vier verschiedenen Fabrikaten, Fiat, Opel, Lancia und Audi, erfuhr und damit selbst zu einer Monte-Legende wurde. "Wer hier gewinnt, der ist der Größte", unterstreicht er die Bedeutung dieser einzigartigen Rallye. Allerdings war der zweimalige Rallyeweltmeister nicht der erste Deutsche, dem der Sieg bei der Monte gelang. Im Mercedes-Benz 220 SE holte Walter Schock im Jahr 1960 zum ersten Mal den Gesamtsieg aus dem Stadtstaat nach Deutschland.

Die Etappe, die bei allen Fahrern zu einem besonders hohen Siegeswillen führt, ist die 23,4 Kilometer lange Fahrt über den Col de Turini. Der 1.600 Meter hohe Turini wird jedes Jahr von Fans aus der ganzen Welt zu einer gewaltigen Party umfunktioniert. Allein auf der Passhöhe feiern bis zu 30.000 Zuschauer die Rallyefahrer - und sich selbst. Ebenfalls für Partystimmung, jedoch in der Magengegend, sorgte schon zu Walter Röhrls Zeiten die Wertungsprüfung zwischen Moulinon und Antraigues. Beginnt diese Strecke noch mit einem schnellen und flüssigen Teilstück, endet sie mit einer kurvigen Bergabpassage, die beim heute 66-jährigen Walter Röhrl zur damaligen Zeit für ein Kribbeln im Bauch sorgte. Der Grund ist schnell erklärt: Die schmale Fahrbahn, die lediglich von kleinen Mauern oder Felsen begrenzt ist. "Da durftest du nicht den winzigsten Fehler machen", so Röhrl.
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Quelle: Autoplenum, 2014-01-08

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