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Testbericht

Sebastian Viehmann, 14. Mai 2008
Während der neue Superb zeigt, wie edel ein ?koda sein kann, bleibt der Fabia das Brot und Butter Auto der Tschechen. Er ist ein auffällig unauffälliges Alltagsmobil, das sich nur wenige Schwächen leistet.

Der Fabia ist für ?koda ein echter Mega-Seller. Im April lief bereits das zweimillionste Modell des kompakten Tschechen vom Band. Die neue Generation des Fabia hat mit der etwas konservativen Optik des Vorgängers gebrochen und präsentiert sich im Roomster-Stil. Das Cockpit ist grundsolide verarbeitet, versprüht optisch allerdings einen ziemlich spröden Buchhalter-Charme. Das Raumangebot ist für alle Passagiere voll zufrieden stellend, die Kopffreiheit gibt auch im Fond keinen Anlass zur Klage. Die Sitze könnten eine Spur mehr Seitenhalt vertragen, sind aber straff gepolstert und langstreckentauglich. Die Übersicht nach hinten ist dank der großen hinteren Fensterflächen gut, zumindest im Vergleich zu vielen anderen Kompakten mit ihren dramatisch ansteigenden Seitenlinien und Schießscharten-Seitenscheiben.

Im Alltagesbetrieb lernt man den Kofferraum schätzen. Der ist zwar kurz und schmal und dadurch nicht besonders gut zugänglich, aber dafür hoch und mit 300 Litern (bei umgelegter Rückbank maximal 1163 Liter) ordentlich dimensioniert. Einkaufsbeutel finden an kleinen Haken Platz, Flaschen verstaut man in einem halbkreisförmigen Plastikkorb. Die Laderaumabdeckung kann man in zwei unterschiedlichen Positionen einhängen. Die Alltagstauglichkeit setzt sich mit allerlei Ablagen sowie zwei Handschuhfächern im Innenraum fort.

Den 1.4 TDI gibt es in zwei Leistungsstufen (70 und 80 PS). Das Pumpe-Düse-Arbeitspferd aus dem VW-Konzern wird auch im Polo BlueMotion eingesetzt und ist für seine Sparsamkeit und gute Abgaswerte ebenso bekannt wie für seinen unwilligen Charakter nach dem Kaltstart und den kratzig-rauhen Sound. Wie alle Dreizylindermotoren ist das Aggregat im unteren Drehzahlbereich besonders drehmomentstark, schiebt den ?koda wieselflink durch die City und beweist bis zu einer gewissen Geschwindigkeit ordentliche Überhol-Qualitäten. Dabei hilft auch der Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Ab 4000 Touren sackt die Kraft dann rapide ab, und auch bei höherem Tempo geht dem TDI schnell die Luft aus. Zum Mitschwimmen auf der Autobahn langt es allemal. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Fabia in 13,2 Sekunden, mit ein bisschen Anlauf kratzt die Tachonadel an der 180.

Den Durchschnittsverbrauch gibt ?koda mit 4,8 Litern an. Unser Testwagen gab sich erst mit 5,6 bis 5,8 Litern zufrieden. Bei betont sparsamer Fahrweise sind außerorts auch Verbräuche mit einer 4 vor dem Komma möglich. Die Gänge werden mit einem Fünfganggetriebe gewechselt. Das lässt sich angenehm präzise schalten, statt des lang übersetzten fünften Ganges wünscht man sich allerdings einen sechsten. Das Fahrverhalten des Wagens ist unproblematisch und gutmütig, die straff ausgelegte Federung abgesehen von einer leichten Holperneigung bei harten Bodenwellen komfortabel.

Der Fabia 1.4 TDI ist ab 12.940 zu haben, allerdings in der abgespeckten Version mit 70 PS. Die 80 PS-Version steht in der empfehlenswerten Ambiente-Ausstattung ab 16.140 Euro in der Liste. An Bord sind unter anderem Fahrer-, Beifahrer-, Kopf- und Seitenairbags, ESP, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio und Bordcomputer. Ein Radio-Navigationssystem kostet 1150 Euro Aufpreis. Für 349 Euro bietet Skoda außerdem ein mobiles Navi samt Konsole mit integrierter Stromversorgung an. Zumindest in unserem Testwagen konnte das System nicht überzeugen. Die Karte erwies sich an vielen Stellen als nicht mehr aktuell, die Routenberechnung verlief sehr langsam, und wenn das System die Fühlung verlor, war es zum Teil minutenlang orientierungslos.

Wer mit dem Fabia noch mehr sparen will, sollte den Fabia GreenLine in Erwägung ziehen. Er basiert auf der Ausstattungsvariante Ambiente. Unter der Haube arbeitet ebenfalls der 1.4 TDI, mit längerer Übersetzung der Gänge. Die Tschechen versprechen einen Durchschnittsverbrauch von 4,1 Litern pro 100 Kilometer.
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Quelle: Autoplenum, 2008-05-14

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