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Testbericht

Günter Weigel/SP-X, 16. März 2011

Die Nachfolger der aktuellen Mittelmotorsportwagen Boxster und Cayman werden erstmals von Vierzylindermotoren angetrieben. Porsche-Chef Matthias Müller bestätigte jetzt, dass man an der Entwicklung entsprechender Aggregate arbeite. Dabei soll es sich um Vierzylinder-Boxermotoren handeln. Hauptziel der Zylinderzahl-Reduzierung von sechs auf vier dürfte die Verminderung der CO2-Emissionen sein. Mittels Downsizing - also einer Verringerung des Hubraums - und Aufladung könnte sich das derzeitige Leistungsniveau halten lassen, und gleichzeitig der Verbrauch gesenkt werden.

Aktuell setzt Porsche einen 188kW/255 PS starken 2,9-Liter Sechszylinder als Basismotor im Boxster ein, dessen Normverbrauch bei 9,1 Litern liegt. Das ist für künftige Verbrauchsvorschriften zu viel. Ein aufgeladener Vierzylinder wird den Verbrauch deutlich reduzieren. Zuletzt hatte BMW als Ersatz für die kleineren Sechszylinder einen Zweiliter-Turbo mit 180 kW/245 PS vorgestellt, dessen Normwert selbst im aerodynamisch nicht optimalen X1 unter 8 Litern liegt. In einem flachen Sportwagen dürfte ein ähnlich starker aufgeladener Vierzylinder nochmals sparsamer sein.

Vierzylinder sind bei Porsche seit dem Auslaufen des Frontmotorcoupés 968 im Jahr 1995 nicht mehr im Angebot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es fast immer Porsche mit vier Zylindern gegeben, allerdings haftete ihnen in der Ära des 911 auch das Signet des Spar-Porsches an. Im Zeitalter der CO2-Reduktion dürften solche Vorbehalte weniger zählen, als der mögliche Gewinn beim Flottenverbrauch. Dem käme auch ein neuer kleiner Sportwagen aus Zuffenhausen entgegen, an dem Porsche ebenfalls arbeitet. Auch dieser neue Einstiegsporsche unterhalb des Boxsters hätte dann einen Vierzylindermotor unter der Haube.

Boxer-Motoren gibt es im Automobilbau nur von Porsche und Subaru. Während die Japaner mit vier Töpfen boxen, setzt Porsche ausschließlich auf Sechszylinder. Das dürfte sich aber jetzt ändern.

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Fazit
Boxer-Motoren gibt es im Automobilbau nur von Porsche und Subaru. Während die Japaner mit vier Töpfen boxen, setzt Porsche ausschließlich auf Sechszylinder. Das dürfte sich aber jetzt ändern.

Quelle: Autoplenum, 2011-03-16

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