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Testbericht

Stefan Grundhoff, 10. Januar 2011
Porsche beginnt das Autojahr 2011 im fernen Detroit mit einem rasenden Paukenschlag. Der 918 RSR ist eine Symbiose aus dem Rennwagen 911 GT3 R Hybrid und der grandiosen Studie des 918.

Die Startnummer 22, die blau-orangefarbene Lackierung und weit ins Dach hineinreichende Türrahmen schinden zum Auftakt der NAIAS 2011 mächtig Eindruck auf der Detroit Motorshow. Die Konzeptstudie des Porsche 918 RSR soll Appetit machen auf eine baldige Le-Mans-Rückkehr von Porsche Motosport. In Le Mans haben die Zuffenhausener in den vergangenen 40 Jahren große Erfolge erzielt. Fest steht: wenn Porsche an die Stelle alter Triumphe zurückkehrt, dann mit einem ebenso leistungsstarken wie effizienten Hybridmodul. Das Potenzial eines Hybridantriebs mit Schwungradspeicher zeigte Porsche in der vergangenen Saison bei Langstreckenrennen am Nürburgring und auf der Road Atlanta. Der Schwungradspeicher der zweiten Generation wurde in das sexy geschnittene Kleid eines Porsche 918 gekleidet. Als Spyder hatte der auf dem Genfer Salon 2010 für jede Menge Aufsehen gesorgt.

Die Studie, die Porsche frühmorgendlich auf der Detroit Motorshow (NAIAS) enthüllte, ist eine geschlossene Rennversion eines Supersportwagens und soll als 918 RSR an traditionsreiche Boliden wie Porsche 908 oder 917 erinnern. Die Fahrgastzelle des blau strahlenden Boliden besteht aus Kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK). Angetrieben wird der 918 RSR von dem bekannten V8-Direkteinspritzer des RS Spyder und leistet im Zukunftsmodell 563 PS bei 10.300/min. Elektromotoren an den Vorderrädern steuern jeweils 75 Kilowatt zur Maximalantriebsleistung von 767 PS bei. Wie beim 911 GT3 R Hybrid wird die bei Bremsvorgängen gewonnene Energie in einem optimierten Schwungmassenspeicher konserviert. Im Porsche 918 RSR verfügen die beiden Elektromaschinen zudem über eine Torque-Vectoring-Funktion mit variabler Antriebsmomentenverteilung an der Vorderachse. Dies erhöht im Rennbetrieb die Agilität und verbessert das Lenkverhalten. Der Mittelmotor ist mit einem Renngetriebe, ebenfalls auf Basis des RS Spyder-Rennwagens, verblockt. Dieses weiter entwickelte Sechsgang-Klauengetriebe wird mittels Schaltpaddles hinter dem Rennlenkrad betätigt.

Im Innenraum des Porsche 918 RSR geht renntypisch spartanisch zu. Der Schalensitz auf der Fahrerseite ist zumindest bei der NAIAS-Studie mit schmuckem Leder bezogen. Ähnlich wie beim 911 GT3 R Hybrid befindet sich anstelle des Beifahrersitzes der Rotationsspeicher des Hybridmoduls, der mit bis zu 36.000 U/min pro Minute die Bremsenergie speichern kann. Aus dem geladenen Schwungradspeicher kann der Pilot auf Knopfdruck die gespeicherte Energie abrufen und bei Beschleunigungs- oder Überholvorgängen artgerecht einsetzen. Diese Zusatzleistung steht dem Piloten bei voller Aufladung bis zu acht Sekunden zur Verfügung und kann für Überholvorgänge oder das Herausbeschleunigen aus Kurven genutzt werden. Die Startnummer 22 des NAIAS-Messemodells soll an den Le-Mans-Erfolg von Dr. Helmut Marko und Gijs van Lennep beim 24-Stunden-Klassiker im Jahre 1971 erinnern. Der Distanzrekord ihres Porsche 917 Kurzheck-Coupés über 5300 Kilometer bei einem Durchschnittstempo von 222,304 km/h – hielt bis ins vergangene Jahr. Jetzt warten alle auf den Motorsporteinsatz des 918 RSR Hybrid.
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Quelle: Autoplenum, 2011-01-10

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