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Testbericht

Stefan Grundhoff, 3. Mai 2013
GT3 hin und Cabrio her - wenn ein Porsche 911 die Krone der Modellpalette trägt, ist es der Turbo. Der feiert als doppeltes Lottchen seine Weltpremiere im Herbst und bietet bekanntes und neues. Dazu gibt es noch ein gutes Stück mehr.

50 Jahre Porsche 911 heißt auch 40 Jahre Porsche 911 Turbo. Das Geschenk kann sich sehen lassen. Das Power-Doppel aus Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S bietet 520 bzw. 560 PS, Allradantrieb, Hinterachslenkung und ein adaptives Aerodynamikpaket. Dabei ist die Rundenzeit von 7,30 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings nicht so beeindruckend wie der in Aussicht gestellte Normverbrauch von 9,7 Litern SuperPlus. Für die Bestzeit auf dem Nürburgring sorgen neben dem doppelten Turbolader der aktive Wankausgleich, dynamische Motorlager und eine Keramikbremse. Alles serienmäßig beim 911 Turbo S und Option beim 520 PS starken 911 Turbo. Für eine zusätzliche Geräuschkulisse sorgt ein Sound-Symposer, der die Ansauggeräusche des Turbomotors per Membran in den Innenraum überträgt.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe, das die Funktionen Start-Stopp mit Motorabschaltung beim Ausrollen und Segeln ermöglicht. Thermomanagement und PDK-Getriebe senken den Normverbrauch für beide Modelle auf 9,7 Liter. Mit dem optionalen Sport-Chrono-Paket-Plus beschleunigen die Allradler in 3,1 bzw. 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 318 km/h. Die Hinterachslenkung besteht aus zwei elektromechanischen Aktuatoren, die anstelle der konventionellen Spurlenker an der Hinterachse eingesetzt werden. Der Lenkwinkel der Hinterräder kann damit je nach Geschwindigkeit um bis zu 2,8 Grad variiert werden. Bei Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h lenkt das System die Hinterräder beim Einschlagen der Vorderräder in entgegengesetzter Richtung ein.

Neu ist auch das aktive Aerodynamiksystem. Es besteht aus einem dreistufigen Frontspoiler, dessen Segmente pneumatisch ausgefahren werden können, und dem ausfahrbaren Heckflügel mit drei ansteuerbaren Flügel-Positionen. In der Performance-Position sind alle Segmente des Frontspoilers voll ausgefahren und erzeugen erstmals deutlichen Abtrieb an der Vorderachse. Analog dazu wird der Heckflügel auf maximale Ausfahrhöhe mit größtem Anstellwinkel gebracht. Dies sorgt auch an der Hinterachse für erhöhten Anpressdruck. Die Fahrdynamik verbessert sich dadurch so wesentlich, dass sich die Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife allein durch dieses System um bis zu zwei Sekunden verbessert. Auf den Markt kommen Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S im September zu Preisen von 162.055 bzw. 195.256 Euro.
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Quelle: Autoplenum, 2013-05-03

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