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Testbericht

Stefan Grundhoff, 9. Januar 2019
Vor kaum mehr als einem Monat hat Porsche seinen neuen 911 Carrera vorgestellt. Zum Einstieg ins Jahr 2019 und zur Vorfreude auf das kommende Frühjahr ziehen die Stuttgarter nunmehr das Tuch von der Cabrioversion.

Dass der Hauptunterschied zwischen beiden Schwestermodellen in der bekannt strammen Stoffmütze besteht, dürfte dabei niemanden überraschen. Durch eine neue Hydraulik lässt sich das Cabriodach deutlich schneller als bisher öffnen und schließen - in jeweils zwölf Sekunden. Wie schon beim Vorgänger wurden auch bei der neuen Elfer-Generation des neuen 992 Cabriolets Magnesium-Elemente verbaut, die das Dach auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil bleiben lassen und das Aufblähen verhindern. Neben dem vollelektrischen Dach lässt sich auch das Windschott elektrisch aus- und wieder einfahren. Erstmals ist für ein Porsche 911 Cabriolet die Kombination aus Sportfahrwerk und adaptiven Dämpfern verfügbar. Die Federn sind dabei härter und kürzer, die Querstabilisatoren der Vorder- sowie Hinterachse steifer und das Fahrwerk insgesamt ist um zehn Millimeter abgesenkt. Alle Modelle sind mit der um 44 Millimeter verbreiterten Karosserieversion der Allradmodelle unterwegs und rollen dabei auf 20 bzw. 21 Zoll großen Rädern. Während sich die optischen Unterschiede zurückhalten, ist der Vorderwagen 45 Millimeter breiter als bei der ausgelaufenen Generation des 991.

Das Porsche 911 Cabriolet startet als Carrera S mit Hinterrad- und als Carrera 4S mit Allradantrieb. Der aufgeladene Dreiliter-Sechszylinderboxer leistet jeweils 331 kW / 450 PS und ein maximales Drehmoment von 530 Newtonmeter, das zwischen 2.300 und 5.000 U/min anliegt. Ein geändertes Einspritzverfahren und neu angeordnete Turbolader erhöhen den Wirkungsgrad des Motors und reduzieren die Emissionen und somit den Verbrauch, der bei 9,0 bzw. 9,1 Liter SuperPlus auf 100 Kilometern liegt (207 / 208 g CO2). Die Kraftübertragung geschieht wie schon wie beim Coupé über ein neues Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die beiden offenen Elfer beschleunigen dabei in 3,6 bis 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100; die Höchstgeschwindigkeiten liegen bei 304 bzw. 306 km/h.

Deutlich zugelegt hat der neue Elfer an Komfort- und Sicherheitsausstattung. So gibt es nicht nur animierte Instrumente und zahlreiche Assistenzsysteme, sondern auch rund 50 Kilogramm mehr Gewicht als beim Vorgänger. Der Porsche 911 Carrera S Cabriolet kostet in Deutschland ab 134.405 Euro; der 911 Carrera 4S Cabriolet kostet mindestens 142.259 Euro. Die neuen Modelle sind ab sofort bestellbar und rollen im Frühjahr in den Handel.
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Quelle: Autoplenum, 2019-01-09

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