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Testbericht

Sebastian Viehmann, 9. September 2010
Der Peugeot 508 ersetzt sowohl die Mittelklasselimousine 407 als auch die unscheinbare Luxuslimousine 607. Punkten soll der Wagen mit viel Platz, schlichter Eleganz und hoher Effizienz. Die erste Sitzprobe im neuen Franzosen-Gleiter.

Als die Studie „5 by Peugeot“ präsentiert wurde, staunte man nicht schlecht: Die neue Designlinie der Löwenmarke verband schlichte Eleganz mit einer Spur Aston Martin. Das Serienmodell ist etwas bescheidener ausgefallen, doch wenn man sich den 4,8 Meter langen Wagen in Ruhe aus der Nähe betrachtet, muss man zugeben, dass weniger manchmal mehr ist. Die geschwungenen und klar gezeichneten Linien, die unaufgeregte Front mit ihrem für Peugeot-Verhältnisse kleinen Kühlergrill und das lang gestreckte Kombiheck beim 508 SW verleihen dem Wagen ein sehr elegantes Erscheinungsbild.

Ins Auge fällt auch das durch eine Erhöhung in der Haube eingerahmte Löwen-Logo, dass laut Designer Pierre-Paul Mattei „wie in einer Schmuckschatulle“ präsentiert wird. Darunter befindet sich ein kleiner Peugeot-Schriftzug. „Das Maul ist kleiner“, sagt Designer Mattei zum Grill und umschreibt die neue Designphilosophie der Löwenmarke: „Der Wagen soll ein Statussymbol mit sachlicher Eleganz sein, er hat nichts Prahlerisches oder Aggressives an sich.“ Das zeigt sich auch daran, dass Peugeot die Größe der Felgen aus aerodynamischen Gründen begrenzt hat.

Die Kombiversion SW hat ein extrabreites Heck mit zwei trapezförmigen Auspuffendrohren, die Ladekante ist breit und niedrig. Die Heckklappe öffnet und schließt auf Knopfdruck. Der Kofferraum fasst 560 Liter (Limousine: 515 Liter), nach dem Umklappen der Rücksitze steigt das Fassungsvermögen auf 1598 Liter. Unter dem Gepäckraumboden warten abgetrennte Staufächer. Sowohl in der Limousine als auch im Kombi erwartet die Passagiere ein großzügiger Innenraum mit reichlich Kniefreiheit, beim Kombi optional noch ein riesiges Panorama-Glasdach.

Zu den weiteren Annehmlichkeiten zählen je nach Ausstattung Head-up Display, Vier-Zonen-Klimaanlage, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Fernlichtassistent, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, elektrische Parkbremse und ein Fahrersitz mit Massagefunktion. Besonderen Wert haben die Ingenieure auf eine gute Geräuschdämmung gelegt. Dazu zählen Hydrolager am Fahrwerk und eine so genannte Akustik-Kapsel für Motor und Getriebe.

Unter der Aluminiumhaube liegt der Schwerpunkt auf Dieselmotoren. Die Palette reicht vom 1.6 HDi mit 82 kW / 112 PS über den 2.0 HDi mit 103 kW / 140 PS oder 120 kW / 163 PS bis zum 2.2 HDi mit 150 kW / 204 PS im Top-Modell GT. Als Basisbenziner dient der 1.6 VTi mit 88 kW / 120 PS, dazu gesellt sich der bekannte Turbomotor 1.6 THP mit 115 kW / 156 PS. Abgesehen vom Basisdiesel mit Fünfgangschaltung werden alle Motoren mit Sechsgangschaltung kombiniert. Gegen Aufpreis steht eine Sechsgang-Automatik zur Verfügung, außerdem gibt es das Modell 1.6 e-HDi. Dahinter verbirgt sich freilich etwas, dass viele Konkurrenten schon längst haben – ein Spardiesel mit Start-Stopp-Automatik. Kombiniert wird der e-HDi mit einem automatisierten Sechsganggetriebe. Das Fahrwerk des 508 ist auf Komfort ausgelegt, für das Sport-Modell GT gibt es ein eigenes Fahrwerk mit zwei Dreiecksquerlenkern und entkoppeltem Achsschenkel an der Vorderachse. Damit sollen Straßenlage und Lenkung straffer und präziser werden.

Mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,2 Litern pro 100 Kilometer wird der 112 PS starke e-HDi zunächst der sparsamste 508 bleiben. Kein Dieselmodell verbraucht laut Werksangabe mehr als 5,7 Liter pro 100 Kilometer, das durstigste Modell ist der 156 PS-Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,1 Litern. 2012 folgt dann die Hybridversion Hybrid4 mit Allradantrieb, der durch einen Dieselmotor an der Vorderachse und eine elektrisch angetriebene Hinterachse realisiert wird. Die Systemleistung liegt bei 147 kW / 200 PS, der CO2-Ausstoß soll bei 99 Gramm pro Kilometer liegen.

Auf den Markt kommt der Peugeot 508 Anfang 2011. Neben der europäischen Produktion im französischen Werk Rennes wird der Viertürer auch im chinesischen Werk Wuhan vom Band laufen. Der 508 ersetzt sowohl die Mittelklasselimousine 407 als auch den ohnehin schon in der Versenkung verschwundenen Luxusausflug 607, beide Modelle werden eingestellt. Die Preise des 508 will Peugeot auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober bekannt geben. Sie sollen sich am 407 orientieren. Das würde für einen Einstiegspreis zwischen 22.000 und 24.000 Euro sprechen. Die wichtigsten Konkurrenten des großen Peugeot sind der VW Passat (Kombiversion ab 26.275 Euro), der Ford Mondeo (ab 22.590 Euro), der Mazda 6 (ab 22.690 Euro), der Renault Laguna (ab 22.400 Euro) und der Citroën C5 (ab 22.640 Euro).
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Quelle: Autoplenum, 2010-09-09

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