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Testbericht

Stefan Grundhoff, 22. Mai 2013
Der Mokka entwickelt sich immer mehr zu Opels Heilsbringer: Mehr als 100.000 Autofahrer wollen den Kompakt-SUV haben. Doch wie schlägt sich der Rüsselsheimer im Alltag?

Späteinsteiger haben es nicht immer einfach. Das ist bei den Automobilen nicht anders als im echten Leben. Deswegen stand dem Opel Mokka keine leichte Aufgabe bevor, als er sich im vergangenen Jahr aufmachte, dem Rüsselsheimer Autobauer dringend benötigtes Geld in die Kassen zu spülen. Schließlich besetzen Platzhirsche wie der Mini Cooper Countryman, der Nissan Juke oder der Skoda Yeti das Segment. Ganz zu schweigen vom VW Tiguan. Dennoch sind die über 100.000 Bestellungen, die bei Opel für den Mokka eingegangen sind, mehr ein Achtungserfolg.

Bei der Fahrwerksabstimmung hat sich Opel für die komfortablere Seite entschieden. Was immer die Ebene des Asphalts stört, der Mokka steckt es weg. Erst bei wirklich groben Schlägen kommt das Fahrwerk an seine Grenzen und reagiert polterig. So lassen sich auch längere Fahrten entspannt absolvieren. Vor allem, wenn die Komfortsitze verbaut sind. Die 390,- Euro extra sollte man auf jeden Fall beim Kauf einplanen. Die Reisebequemlichkeit geht dabei nicht komplett zu Lasten der Dynamik. Das Fahrwerk ist auch in schnellen Kurven nicht zu weich abgestimmt und nervt daher nicht mit unnötig ausgeprägten Wank- und Neig-Bewegungen. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer Version mit Front- und einer mit Allradantrieb. Der 2.000 Euro extra teure Allradler ist das deutlich bessere Paket, weil dieser nicht nur auf regennasser oder vereister Straße ein souveränes Fortkommen garantiert. Das in dieser Klasse typische Untersteuern haben die Rüsselsheimer Ingenieure gut in den Griff bekommen. Ganz im Gegenteil, bei schnellen Kurven lenkt beim 4,28 Meter langen Kompakt-SUV sogar das Heck leicht mit.

Mit dem angejährten 1,7-Liter CDTi ist man dank der 96 kW / 130 PS und einem kräftigen Drehmoment von 300 Newtonmetern bei der Musik dabei. Dazu muss zunächst die 1.700-Umdrehungen-pro-Minute-Hürde genommen werden. Darunter müht sich der Selbstzünder allzu sehr. Das können moderne Aggregate deutlich besser und sind dank des um rund 500 U/min früher einsetzenden Großteil des maximalen Drehmoments fahrbarer. Mit gut angepassten Gangwechseln lässt sich dieses Manko kaschieren, da der Diesel sich höheren Drehzahlen nicht verwehrt. Das würde noch mehr Freude bereiten, wenn die Gangschaltung etwas knackiger wäre. Jenseits der 2.000 U/min-Marke ist dann auch schaltfaules Gleiten möglich. Auch auf schnellen Autobahnetappen steht der Selbstzünder seinem Mann. Aus seiner Arbeitswut macht der Diesel allerdings keinen Hehl und "beglückt" die Insassen mit deutlich vernehmbaren Verbrennungsgeräuschen. Beim Verbrauch verfehlte der Mokka, den ohnehin illusorischen Wert von 4,9 Litern mit 6,7 Litern Diesel auf 100 km deutlich. 0 auf Tempo 100 schafft der Rüsselsheimer in 10,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 184 km/n ausreichend. Ab Tempo 140 wird es jedoch laut und träge auf der Autobahn.

Bei der Bedienung macht der Mokka aus seinen Opel-Genen keinen Hehl. Das fängt bei der überladenen Mittelkonsole an und hört bei der unzeitgemäßen pixeligen Graphik der Info-Anzeigen und dem kleinen Navigationsmonitor auf. Überhaupt ist das Navigationssystem weder in Darstellung, noch Bedienung oder Ausstattung auf der Höhe der Zeit. Immerhin bietet der Opel Mokka 1.7 CDTI eine Reihe von Assistenzsystemen, die das Agieren im Verkehr erleichtern. Darunter einen Auffahrunfall-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, einen Spurhalte-Assistenten und das adaptive Fahrlicht, das für eine optimierte Ausleuchtung der Fahrbahn sorgt. Apropos Sicht. Die Rundumsicht ist aufgrund der hochliegenden, relativ kleinen Fenster und der breiten C-Säulen bescheiden. Wer den Mokka in der Stadt bewegen will und öfters einparkt, sollte dringend die Parkpiepser ordern. Die sind bei der höchsten Ausstattungslinie "Innovation" schon serienmäßig, kosten ansonsten 490 Euro im Paket mit elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegel extra. Eine praktische Rückfahrkamera schlägt mit weiteren 290 Euro zu Buche. Die Verarbeitung des Interieurs ist durchwegs solide und auch haptisch ansprechend, da Opel große Flächen des Innenraums unterschäumt.

Platz ist im Mokka vorhanden. Vor allem vorne. Hinten wird es bauraumbedingt schon enger. Vor allem der Mittelplatz ist nur als Notsitz zubetrachten. Ähnliches gilt auch für den Kofferraum, der mit einem Basis-Volumen 356 Litern im hinteren Mittelfeld der Klasse spielt. Legt man die Rücksitze mit einigem Handwerkergeschick um, ergibt das immerhin einen ebenen Ladeboden und eine maximale Kapazität von 1.372 Litern. Der Opel Mokka 1.7 CDTi ist als Fronttriebler ab 23.775 Euro zu haben, die Top-Ausstattung kostet 2.140 Euro mehr, bietet dafür aber Annehmlichkeiten wie eine Zweizonen-Klimaautomatik, das adaptive Fahrlicht und die dringend nötigen Parkpiepser. Mehr als sinnvoll ist der Allradantrieb, der 2.000 Euro kostet. Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Skoda Yeti kostet 26.850 Euro bietet aber dafür weniger Ausstattung. Also schmeckt der Mokka auch noch nach einigen Monaten.
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Quelle: press-inform, 2013-05-22

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