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Testbericht

Stefan Grundhoff, 5. Februar 2017
Opel hat seinen neuen Insignia noch gar nicht im Handel, da legen die Rüsselsheimer die Kombiversion nach. Er ist mindestens genauso sehenswert wie die Fließheckvariante und dürfte insbesondere bei Flottenkunden punkten.

So sehr Kombis weltweit gegenüber den übermächtigen SUV immer weiter an Boden verlieren - in Ländern wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien oder England sind sie neben den Limousinen eine feste Größe. Zumeist entscheidet sich in der Mittelklasse weit mehr als Hälfte der Kunden für die geräumigen Kombiversionen. Keine Überraschung daher, dass Opel seinen Sports Tourer auf dem Genfer Salon Anfang März auf die Kunden losschickt, während die Schrägheckvariante noch gar nicht im Handel steht. Marktstart für den Opel Insignia Sports Tourer: im Sommer.

Der erste Insignia und insbesondere der nachgezogene Sports Tourer bedeuteten Ende des vergangenen Jahrzehnts der Neustart für die Marke mit dem Blitz. Jedoch wurde dem Kombi vorgeworfen, dass der hohe Alltagsnutzen allzu sehr unter dem Design der abfallenden Dachlinie und dem schrägen Heck gelitten hätte. Im Vergleich zu seinem drögen, aber praktischen Vorgänger Opel Vectra Caravan hatte der Laderaum gleich mehrere hundert Liter Nutzraum eingebüßt. Mit dem neuen Insignia Sports Tourer geht es wieder in die andere Richtung. Der Familienkombi hat in seiner zweiten Generation nicht nur um bis zu 200 Kilogramm abgespeckt; er hat auch 100 Liter mehr Ladevolumen als der Vorgänger. Nochmals leicht in seinen Abmessungen gewachsen, kratzt er mit einer Gesamtlänge von 4,99 Meter längst an der Oberklasse. der Radstand wuchs auf 2,83 Meter und die Spur vorne wie hinten wuchs um 1,1 Zentimeter.

"Unser neuer Insignia Sports Tourer ist sportlicher und zeigt zugleich beste Kombiqualitäten. Die Mischung aus Praktikabilität und Komfort in einem derart dynamischen Fahrzeug wird unseren Kunden richtig Spaß machen", sagt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, "dazu bietet der neue Insignia in der Summe so viele hochmoderne Technologien wie kein anderes Auto seiner Klasse - ein echtes Flaggschiff." Opel ist sich seiner hohen Anzahl von Flottenkunden durchaus bewusst. So bietet der Opel Insignia Sports Tourer nicht nur LED-Scheinwerfer, komplette Vernetzung, Navigation und zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, sondern auch elektrische Komfortsitze mit zahlreichen Verstellmöglichkeiten, Klimatisierung und Massagefunktion. Wie bei Wettbewerbern öffnet die Heckklappe auf Wunsch mit einem Kick unter die Heckschürze. Bei umgeklappter Rücklehne wächst das Ladevolumen auf maximal 1.640 Liter und man kann bei umgeklapptem Beifahrersitz Gegenstände bis zu einer Länge von 2,01 Meter transportieren.

Das Motorenangebot entspricht dem der Schrägheckversion. Ein imageträchtiger Sechszylinder fehlt daher auch hier im Portfolio und so muss selbst die auf der IAA im Herbst vorgestellte OPC-Sportversion mit einem aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder auskommen, der im Insignia-Normalmodell 184 kW / 250 PS leistet. Ebenso wie er ist auch der Insignia OPC Grand Sport obligatorisch an Allradantrieb mit Torque-Vectoring-Kraftverteilung und Achtgang-Automatik gekoppelt. Die OPC-Motorleistung dürfte bei rund 350 PS liegen. Auch eine besonders starke Dieselversion ist in Planung, denn die angekündigten 110 bis 170 PS dürften im harten Wettbewerbsumfeld kaum reichen. Beim nunmehr auslaufenden Opel Insignia gab es als eine Zweilitervariante mit 195 PS, die beim Nachfolger auf rund 220 PS erstarken dürfte, damit die starke Konkurrenz nicht noch weiter enteilt. "Das Dieselportfolio startet mit 140 und 170 PS während die Benziner zwischen 140 und 250 PS leisten", sagt Thorsten Kniesa, Leiter im Bereich Antriebssysteme. Bei ersten Testfahrten konnte insbesondere der Opel Insignia mit seinen 165 PS starken 1,5-Liter-Turbo überzeugen. Der 103 kW / 140 PS starke Basisbenziner im Insignia Sports Tourer dürfte bei rund 26.000 Euro beginnen.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2017-02-05

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