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Testbericht

Hans Bast, 19. Februar 2010
Rein äußerlich sind die technisch anspruchsvollen Hybrid- und Elektroautos zumeist unscheinbar. Auf dem Genfer Automobilsalon zeigt Opel die Flextreme GT/E Concept genannte Studie eines elektrisch angetriebenen fünftürigen Coupes.

Der Opel Ampera wird optisch kein Leckerbissen. Dass Zukunftstechnik auch sehenswerter zu verkleiden ist, zeigt die Genf-Studie des Opel Flextreme GT/E Concept. Technisch basiert der Flextreme GT/E auf dem Elektroantriebskonzept des Opel Ampera. Ein Elektromotor mit 120 kW und einem Drehmoment von 370 an der Vorderachse treibt das Fahrzeug bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von über 200 Km/h an. Für den rein elektrischen Betrieb reicht die unter den Rücksitzen im Fahrzeugboden eingebaute Batterie bis zu 60 Kilometer weit. Neigt sich danach die Batterieladung dem Ende zu, springt ein 1,4-Liter-Vierzylinder Benzinmotor an, der mit seinem Generator die Hauptbatterie nachlädt. Nach 500 Kilometern ist dann endgültig Schluss und die Batterie muss neu aufgeladen werden. Dafür werden an einer 230 Volt-Steckdose weniger als drei Stunden benötigt. Über die verschiedenen Betriebsstufen hinweg soll sich so ein Benzinverbrauch von 1,6 Litern ergeben.

Für den Flextreme GT/E haben die Opel Ingenieure ihr Hauptaugenmerk auf Gewichtsersparnis und optimale Aerodynamik gelegt. Für viele Karosserie-Bauteile werden leichte Kohlefaser-Verbundwerkstoffe verwendet. Die Fenster sind aus Polykarbonat-Kunststoff und strukturelle Komponenten sind aus Aluminium. In Summe bringen diese Maßnahmen eine Gewichtsersparnis von 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Materialien. Das ist auch nötigt, schließlich muss man in dem 4,70 Meter langen Coupe zwei Motoren und eine große Batterie unterbringen. Die bringen schon was auf die Waage. Das Leergewicht des Flextreme GT/E soll deutlich unter dem des technisch ähnlichen Ampera liegen.

Für Sportlichkeit sorgt hingegen das aerodynamische Design des nur 1,30 Meter hohen Fünftürers. Hier hat man viele Ideen verwirklicht, die in aerodynamischer Hinsicht wünschenswert sind. Im Endergebnis erreicht das Fahrzeug so einem cw-Wert von nur 0,22. Den verdankt der Flextreme GT/E unter anderem der kleinen Stirnfläche, den sanft gerundeten Formen und dem gekapselten Unterboden. Die gewölbte Motorhaube hat an beiden Seiten schmale, in Längsrichtung verlaufende Öffnungen, durch die die Luft aus dem Motorraum entweichen kann. Leicht ausgestellte Radhäuser gehen harmonisch in die taillierte Seitenlinie über.

Statt herkömmlicher Türgriffe, die unnötige Strömungshindernisse darstellen, ermöglichen am Flextreme GT/E Lichtsensoren das Öffnen der Türen. Ähnlich wie im neuen Opel Meriva sorgt ein weiterentwickeltes FlexDoor-Konzept mit hinten angeschlagenen Hecktüren für einen bequemen Einstieg. Auch ohne störende Luftwirbel zu erzeugen, ersetzen kleine Kameragehäuse im unteren Bereich der A-Säule die sonst üblichen Außenspiegel. Eine sanft gewölbte Dach- und Fensterlinie bis ins Fahrzeugheck vervollständigt den harmonischen Eindruck. Hinten dominiert die optisch durchbrochene C- Säule. Eine ausgeprägte Schulterlinie betont die breite, niedrige Form des Flextreme GT/E. Der Coupé-Look wird durch die steil abfallende Heckklappe mit pfeilförmigen LED-Rückleuchten nach hinten fortgesetzt. Wie beim Insignia Sports Tourer greift die Heckklappe weit um den hinteren Wagenabschluss herum und ermöglicht so einen leichteren Zugang zum Kofferraum. Die nach außen gewölbte, weit ins Dach reichende Heckscheibe ist ebenfalls der Aerodynamik geschuldet. Die vertikalen Heckspoiler, die bei Geschwindigkeiten über 50 km/h automatisch ausfahren, leiten die Luft strömungsgünstig um das Heck herum.
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Quelle: Autoplenum, 2010-02-19

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