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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 6. August 2012

In den Zeiten des SUV-Boom werden sie zur aussterbenden Klasse: echte Geländewagen. Ein paar der robusten Kletterer mit stabilem Leiterrahmen statt einer selbstragenden Karosserie verschließen sich aber weiterhin dem Lifestyle-Trend. Trotzdem muss man nicht bei allen auf Luxus verzichten.

Mehrfach schon totgesagt, aber immer noch voll im Leben ist die Mercedes G-Klasse. Gerade erst wurde der seit 1979 gebaute Offroad-Klassiker zum x-ten Mal geliftet. Auch wenn der Allradkasten mit drei Differenzialsperren, Leiterrahmen-Chassis und Reduktionsgetriebe fast jedes Gelände meistert, ist er alles andere als ein spartanisches Arbeitstier. Das zeigt schon das hohe Preisniveau: Unter 85.311 Euro ist auch der 3,0-Liter-Diesel mit 155 kW/211 PS zurzeit nicht zu haben. Die V12-Topversion mit 6,0 Litern Hubraum ist mit 264.180 Euro sogar der teuerste Mercedes-Neuwagen überhaupt. Dafür sind dann auch DVD-Wechsler, Bi-Xenonlicht und beheizte Ledersitze auf allen Plätzen an Bord. Förster und Jäger sind heute weniger die angepeilte Kundschaft. Der Großteil der Produktion geht vielmehr in die fürstlichen Fuhrparks im Nahen Osten.

Wo der Mercedes mit Pomp und Gloria vorfährt, setzt der Land Rover Defender trotz seines ähnlichen Auftritts auf ganz andere Qualitäten. Airbags, ABS, Klimaanlage – alles unnötiger Tand, der im Ernstfall nur kaputt geht. Der Brite ist im besten Sinne simpel gehalten, die Motoren und der Allradantrieb mit Sperrdifferential trotzen dafür auch den widrigsten Umweltbedingungen. Bei all den kernigen Tugenden abseits befestigter Straßen ist der Defender auf Asphalt aber nur etwas für Fans. Fahrkomfort, Geradeauslauf und Fahrsicherheit sind meilenweit vom heute gewohnten SUV-Niveau entfernt. Und auch beim Verbrauch ist der 1948 ins Leben gesetzte Land Rover vor-modern. Trotz magerer 90 kW/122 PS verbraucht sein 2,2-Liter-Vierzylinderdiesel mindestens zehn Liter. Bei einem Fahrzeugpreis von 26.690 Euro bleibt aber durchaus etwas für die Tankkasse übrig.

In der Mitte der beiden Extreme siedelt sich der Jeep Wrangler an. Auch der US-Offroader ist ein Klassiker mit Tradition und rein optisch wohl die Blaupause für alle anderen Geländewagen. Bei der Geländetechnik lässt sich der Wrangler den eigenen Anforderungen anpassen. Die Basisvariante mit zuschaltbarem Allradantrieb und Geländeuntersetzung ist schon durchaus potent, allerhöchste Ansprüche an die Kletterfähigkeit erfüllt aber erst die Rubicon-Version mit sperrbaren Achsdifferentialen, entkoppelbaren Stabilisatoren und einem verlängerten Untersetzungsgetriebe. Wer vor allem auf befestigten Straßen unterwegs ist, verzichtet darauf und wählt stattdessen das Komfort-Paket mit vier statt zwei Airbags, Glasfenstern für die Türen und Soundsystem mit USB-Anschluss. Mit dem 147 kW/200 PS starken 2,8-Liter-Vierzylinder-Diesel ist zudem ein noch einigermaßen effizienter Motor zu haben. Die Preise starten bei 29.975 Euro.

So etwas wie die japanische Antwort auf den Jeep Wrangler ist der Toyota Land Cruiser. Entstanden während des Korea Krieges als simple Alternative zum US-Modell, ist der Japaner in der aktuellen Generation zum High-Tech-Offroader mutiert: angefangen bei einer Luftfederung über diverse Navigations- und Entertainmentsysteme bis zu einem Assistenten, der bei einem drohenden Unfall die Sicherheitsgurte aktiv strafft. Leiterrahmen, Starrachsen, Differenzialsperre und ein Reduktionsgetriebe – teils elektronisch gesteuert – sorgen trotzdem weiterhin für höchste Geländegängigkeit. Die Preise starten bei 37.950 Euro für die Kurzversion mit dem 140 kW/190 PS starken 3,0-Liter-V6-Diesel, die als Toyota Land Cruiser V8 angebotene Lang- und Luxusversion mit 200 kW/272 Diesel-PS aus 4,5 Litern Hubraum kostet mindestens 74.500 Euro.

Vor allem für seine Erfolge bei der Rallye Paris Dakar bekannt geworden ist der Mitsubishi Pajero. Über 20 Jahre blieb die Wüste das Wohnzimmer des Allradlers, der die Dauer-Siege bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt in eindrucksvolle Verkaufserfolge umsetzen konnte. Mittlerweile verzichtet der Japaner zwar auf den traditionellen, Stabilität spendenden Leiterrahmen. Dafür erhöht eine Einzelradaufhängung nun die Straßentauglichkeit, während robuste Hilfsstreben in der Karosserie für die notwendige Stärke sorgen. Wer den Allrader wählt, zahlt mindestens 31.990 Euro für den Dreitürer, der Fünftürer kostet 4.000 Euro mehr. Einziger verfügbarer Motor ist ein 147 kW/200 PS starker Vierzylinderdiesel mit 3,2 Litern Hubraum.

SUV boomen. Ohne die Vorarbeit der echten Geländewagen jedoch gäbe es die trendigen Softroader heute nicht. Die echten Kletterer werden hingegen selten. Eine Übersicht der wichtigsten Modelle.

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Fazit
SUV boomen. Ohne die Vorarbeit der echten Geländewagen jedoch gäbe es die trendigen Softroader heute nicht. Die echten Kletterer werden hingegen selten. Eine Übersicht der wichtigsten Modelle.

Quelle: Autoplenum, 2012-08-06

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