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Testbericht

Hans Bast, 23. September 2010
Nicht immer muss es ein Van oder Kombi sein, der die Familie bequem durch den Alltag und in den Urlaub zu transportiert. Häufig ist ein Kleintransporter wie der Caddy oder Berlingo das bessere und günstigere Familienauto.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover bietet sich dem Besucher eine gute Marktübersicht über diese immer populärer werdende Fahrzeugklasse. Beliebter werden diese Autos, weil es den Herstellern immer besser gelingt, das Raumangebot und die Robustheit eines Kleinlieferwagens mit dem Komfort und den Dimensionen eines kompakten Stadtwagen zu vereinen. Eine sehr gut gelungene Umsetzung dieser Idee ist Volkswagen mit seinem Caddy gelungen. Die hintere Starachse mit den Blattfedern gestattet dem der Caddy die höchste Zuladung in seiner Klasse. Dennoch ist das Fahrwerk insgesamt gut abgestimmt, die Motoren sind durchzugsstark und sparsam und die Ausstattung komfortabel. Am Raumangebot gibt es nichts zu mäkeln. Den Caddy gibt es in zwei Längen mit Hochdach und einem reichhaltigen Sonderausstattungsangebot. Soviel Tugenden haben natürlich auch ihren Preis. Und so führt der Caddy die Preisliste der Vergleichsfahrzeuge von oben an. Der fünfsitzige Caddy mit 77kW/105 PS Benzin-Motor und der guten Trendline-Ausstattung mit zwei Schiebetüren kostet 19.967 Euro. In dieser Ausstattung sind die einzigartigen Gepäcknetze bereits inbegriffen. Ein Navigationssystem und eine Klimaanlage kosten aber extra. Das StartStopp-System ist nur in der Ausstattungsvariante Bluemotion erhältlich.

Einen ähnlichen Weg geht man beim europäischen Markführer Citroën. Der Berlingo VTi 95 Multispace kostet mit fünf Sitzen und dem 72 kW / 100 PS Benziner 18.800 Euro. Eine Klimaanlage, zwei seitliche Schiebetüren und eine Berganfahrhilfe sind inbegriffen. Eine optionale dritte Sitzreihe schlägt mit 950 Euro zu Buche und ein Navigationssystem kostet dasselbe. Auch den Berlingo gibt es in zwei Baulängen. Die Zuladung ist mit 520 Kg ordentlich. Allrad gibt es nicht, aber eine Einparkhilfe ist verfügbar. Das ist nicht unwichtig, bei einem Fahrzeugtyp, der eine schlechte Sicht nach hinten bietet. Die Anmutung im Innern ist nicht ganz so gediegen wie beim Volkswagen aber die Ergonomie ist ordentlich und die Farben frisch. Als Lieferwagen wurde bereits der Berlingo mit rein elektrischem Antrieb gezeigt. Wem der Berlingo zu groß ist, kann auch zum deutlich kleineren Citroën Nemo greifen. Der ist mit unter vier Metern Fahrzeuglänge zwar längst nicht so geräumig wie der Berlingo, dafür ist aber auch deutlich günstiger und auch wendiger. Der Nemo ist baugleich mit dem Peugeot Bipper und dem Fiat Fiorino.

Fast schon ein Klassiker auf unseren Straßen ist der Renault Kangoo. Die Neuauflage im vorherigen Jahr hat dem Kangoo einen Größenzuwachs gebracht, sodass er fast zu den Platzhirschen Caddy und Berlingo aufgeschlossen hat. Auch bei der Zuladung und dem Gepäckraumvolumen liegt er nur noch leicht unter der Konkurrenz. Der Renault Kangoo 1.6 16V mit 68 kW/106 PS mit der Ausstattung Expression kostet 16.750 Euro. Eine Klimaanlage kostet mindestens 1030 Euro. Ein Navigationssystem gibt es schon an 450 Euro. Gegenwärtig erfüllt der Motor aber nur die die Euro 4-Abgasnorm und ESP kostet extra.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentiert Renault erstmalig den Elektrotransporter Kagoo Rapid Z.E. Der Elektromotor dieses Rapid Z.E. leistet 44 kW / 60 PS. Mit einer voll aufgeladenen Batterie schafft der Wagen eine Fahrstrecke von 160 Kilometern. Mit ganz ähnlichen Leistungsdaten präsentiert Ford seinen Transit Connect Electric. Dessen Elektroantrieb verfügt über eine Reichweite von rund 150 Kilometern und muss dann für sechs bis acht Stunden zum Nachladen an die Steckdose. Viel weiter wird das durchschnittliche Familienauto auch nicht an einem Tag bewegt. Soweit, dass man auch einen VAN mit diesem Antriebskonzept zu sehen bekommt, ist es bei dieser IAA noch nicht.

Lieber zeigen die Hersteller die gute Variabilität ihrer Fahrzeuge. So überraschen auch nicht die vielen Branchenlösungen auf dieser Fahrzeugbasis. Sehenswert für interessierte Besucher und Unternehmensgründer ist in dieser Hinsicht der Stand von Citroën auf der IAA - unter Anderen. Hier wird auch ein Fahrzeug mit Isolationskabine für den Transport von warmer Pizza auf Basis des Nemo gezeigt. Jeder der schonmal eine kalte Pizza geliefert bekommen hat, wird die Notwendigkeit für dieses Fahrzeug einsehen. Ford präsentiert einen ausgebauten Transit als Marktfahrzeug mit Käsetheke und Fiat hat einen Doblo mit eingebeuter Espressomaschine ausgestellt. Solch eine Zusatzausstattung wünscht man sich für jedes Autos.
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Quelle: Autoplenum, 2010-09-23

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