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Testbericht

Peter Maahn/SP-X, 8. Mai 2019
SP-X/Berlin. Paris vor gut drei Jahren. VW steckt mitten im Dieselskandal, schafft es aber auf dem Autosalon von dem leidigen Thema abzulenken. Es ist die Geburtsstunde des ersten VW-Modells, dass es ausschließlich mit Elektroantrieb geben wird und das der Stammvater einer ganzen E-Familie werden soll.Mai 2019 in Berlin. Der Stromkreis schließt sich, der nunmehr ID.3 getaufte Neuling kann jetzt online vorbestellt werden. Eine Reservierungsgebühr von 1.000 Euro ist dafür fällig, wird bei Nichtabnahme aber erstattet. Obwohl VW lediglich ein immer noch getarntes Auto mit in die Hauptstadt brachte, noch nichts über dessen Innenleben verriet und auch mit Leistungsdaten hinterm Berg hielt, rechnet Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann mit lebhaftem Interesse. 30.000 Stück der „Edition First“ getauften Variante stehen bereit. Ein Sondermodell mit 58-kW/h-Akku, einer Reichweite von etwa 400 Kilometer, das einige Extras an Bord hat, unter 40.000 Euro kosten soll und mit kostenlosem Aufladen für ein Jahr lockt.Die Erstausgabe wird damit um 10.000 Euro über dem anvisierten Preis des demnächst günstigsten ID.3 liegen. Der allerdings hat dann aber mit nur 45 kW/h die schwächste Ausführung des vorhandenen Batterie-Trios unter der kurzen Haube. Langstreckenfahrer können noch eine Schippe drauflegen und ein sicher teureres Batteriepaket mit 77 kW/h ins Untergeschoß ihres ID.3 montieren lassen. Damit sollen dann über 500 Kilometer Reichweite möglich sein. Stackmann prophezeit: „Wir gehen davon aus, dass die mittlere Batterieoption am stärksten von unseren künftigen Kunden nachgefragt wird und haben unsere Produktion entsprechend ausgelegt“. Der Vertriebsprofi verspricht, dass der Pioniergeist der Erstbesteller belohnt wird. „Die ersten Fahrzeuge, die in Zwickau vom Band laufen, sind für die Kunden reserviert, die sich jetzt registriert haben“. Im Sommer nächsten Jahres soll es dann endlich losgehen.Also doch noch ein glattes Jahr bis die VW-Zukunftspläne auch auf der Straße sichtbar werden. Doch die Geduld könnte sich lohnen. Das noch durch allerlei graphische Spielchen verunstaltete Berliner Vorzeigemodell verrät zumindest die Konturen und die Dimensionen des ID.3. Die Form zeichnet im Wesentlichen die Golf-Silhouette nach. Allerdings ist die Motorhaube deutlich kürzer, da ein E-Triebwerk nun mal kompakter ist. Die Dachlinie fällt im Vergleich zum Bestseller der Ist-Zeit stärker gen Heck ab, endet in einem breiten Dachspoiler. Das Rückfenster ist dadurch recht flach ausgefallen, in etwa vergleichbar mit dem inzwischen entschlafenen Scirocco.Die Länge des ID.3 mit etwa 4,20 Metern orientiert sich ebenfalls an der Golf-Klasse, der Abstand zwischen den Achsen dagegen erreicht nahezu Passat-Dimensionen. Das werden die Insassen vor allem auf den Rücksitzen zu schätzen wissen. Ein außen kurzes Auto mit einem Sitzkomfort wie in der Mittelklasse. Bis zur Weltpremiere des ID.3 auf der Frankfurter IAA im September hält VW auch die Gestaltung des Innenlebens unter Verschluss. Es ist aber damit zu rechnen, dass es dem Vorbild anderer E-Auto folgt und zumindest den teureren Versionen ein gestrecktes, vielleicht sogar die ganze innere Wagenbreite nutzendes Display spendiert. Auf jeden Fall soll der ID.3 immer online sein, das Navi und die Möglichkeiten der Sprachbedienung holen sich ihre Infos ebenfalls aus dem Netz.Und wie ist das mit dem Laden? Jürgen Stackmann räumt ein, dass der oft erschreckend lange Aufenthalt vor einer Stromsäule bei potenziellen Kunden ein Argument gegen das E-Auto ist. „Unser ID.3 kann sich auch an Schnelllade-Säulen bedienen. Dann ist in 30 Minuten wieder genug Energie im Akku, um 260 Kilometer weiter zu fahren“. Zusammen mit anderen Autofirmen baut VW derzeit ein Netz aus „schnellen“ Säulen auf. Das Ziel: Auf den Autobahnen soll es mindestens alle 120 Kilometer ein solche Stromzapfstelle geben.Wenn in gut 12 Monaten die ersten ID.3 von Kunden bewegt werden, wird ihr „Lebensraum“ sicher noch nicht die Perfektion haben, die die Zukunftsmusik seit Jahren anklingen lässt. Immer noch dünne Ladenetze, schwachbrüstige Ladesäulen mit der Lizenz zum stundenlangen Ausharren oder schwache Internet-Verbindungen, die viele Funktionen der Vernetzung eines modernen Autos nun mal erfordern.  Dennoch ist der ID.3 heute schon nach dem Käfer und dem Golf das wohl wichtigste Modell der VW-Geschichte.  Frei nach dem VW-Werbemotto, das an Präsident Obama erinnert und sich an zögernde Kunden richtet: „Jetzt kannst du“.Ab sofort kann der erste Volkswagen aus der elektrischen ID-Familie vorbestellt werden. Der kompakte Stromer ist das erste Modell einer ganzen Palette von Elektromodellen, die alle auf der neuen MEB-Plattform basieren.
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Fazit
Ab sofort kann der erste Volkswagen aus der elektrischen ID-Familie vorbestellt werden. Der kompakte Stromer ist das erste Modell einer ganzen Palette von Elektromodellen, die alle auf der neuen MEB-Plattform basieren.

Quelle: Autoplenum, 2019-05-08

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