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Testbericht

Sebastian Viehmann, 26. Januar 2008
Wenn diese Viper zubeißt, dann hilft kein Antidot mehr. Die Dodge Viper SRT-10 ACR ist bis in die Radmuttern auf Hochleistung getrimmt. Das giftige 600 PS-Monster soll für weniger als 100.000 Dollar zu haben sein.

Schlangenbeschwörer dürfen sich schon mal auf eine neue Mutprobe gefasst machen. Die Werkstuner aus dem Hause Chrysler haben die Dodge Viper SRT-10 ACR (American Club Racer) auf die Räder gestellt. Das schon von Haus aus rasend schnelle Biest SRT-10 wurde einer Abmagerungskur unterzogen.

Allerdings nur beim Gewicht, denn in Sachen Leistung schicken die Amerikaner die Mega-Viper nach wie vor mit 600 Pferdestärken ins Rennen. Ihre geballte Kraft schöpft sie aus einem 8,4 Liter großen V10-Motor mit variabler Ventilsteuerung. Damit sie ihre Zähne möglichst tief in den Asphalt bohren kann, wird die Viper mit verstellbaren Front- und Heckspoilern sowie kleinen Karbon-Flügeln am vorderen Stoßfänger ausgestattet. Die Flügel-Armada erzeugt soviel Abtrieb, dass die Viper förmlich auf der Piste klebt. So martialisch die Rennflunder auch aussieht – sie hat eine Straßenzulassung. "So können eingefleischte Viper- und Rennsport-Enthusiasten den Wagen zur Rennstrecke fahren, dort auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigen und dann wieder nach Hause fahren", heißt es bei Dodge. Anders herum wäre es auch schlecht in einem Land, in dem auf der Autobahn höchstens 120 km/h erlaubt sind.

Durch diverse Maßnahmen wurde das Gewicht der Viper ACR im Vergleich zur normalen SRT-10 um 18 Kilogramm reduziert. Wem der Rennsport-Trimm der Viper noch nicht spartanisch genug ist, der kann ein "Hard Core Package" bestellen. Dann schmeißt Dodge zum Beispiel das Audio-System, die Schallschutzdämmung unter der Motorhaube oder den Teppichboden im Kofferraum raus. Das bringt noch mal rund 18 Kilogramm Gewichtsersparnis.

Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe. Eine modifizierte Ölpumpe sichert auch bei extremer Querbeschleunigung die Ölversorgung. Damit die Schlange bei Bedarf in ihrem Angriff gestoppt werden kann, wurden der Viper ACR besonders griffige Scheibenbremsen spendiert. Laut Dodge kommt der Wagen aus einer Vollbremsung mit 60 Meilen (rund 96 km/h) nach weniger als 30 Metern zum Stehen. Die Stoßdämpfer lassen sich im Härtegrad und im Federweg verstellen, um die Viper auf jede Rennstrecke perfekt abzustimmen.

"Wir haben dem ultimativen amerikanischen Sportwagen eine Extra-Dosis Renn-DNS injiziert", freut sich Dodge-Sprecher Mike Accavitti über das Gesamtwerk. Die Viper schlängelt sich in fünf verschiedenen Farbtönen über die Straße: Viper Red, Viper Black, Viper Violet, Viper Bright Blue Metallic oder Viper Very Orange. Zu haben ist der Straßenrenner in der zweiten Hälfte 2008 und zunächst nur in den USA. Der Preis steht noch nicht fest, soll aber bei unter 100.000 Euro liegen. Beim derzeit auf Tiefstniveau dahin siechenden Dollarkurs würde das US-Geschoss umgerechnet also knapp 68.000 Euro kosten.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2008-01-26

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