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Testbericht

Stefan Grundhoff, 25. Oktober 2009
Mazda hat in den letzten Jahren seine Modellpalette mächtig auf Vordermann gebracht. Jetzt kommen die Motoren dran, mit denen man zu den Vorreitern Volkswagen, Fiat und BMW aufschließen will.

Der Fokus der Mazda-Entwickler liegt auf neuen Benzintriebwerken der Generation Sky-G. Ein Vorbote ist der vor kurzem eingeführte Mazda 3 i-stop mit Start-Stopp-System. Die im Frühjahr 2011 auf den Markt kommenden Benzintriebwerke werden sämtlich über eine Start-Stopp-Automatik für geringere Verbräuche im Stadtverkehr verfügen. Im Gegensatz zur Konkurrenz bleibt eine Turboaufladung bis auf weiteres jedoch den Dieselversionen vorbehalten.

Das neue Kerntriebwerk bei den Benzinern ist ein Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum und Direkteinspritzung. Im Vergleich zum aktuellen Zweiliter-Triebwerk, das unter anderem im Mazda 3, 5 und 6 verwandt wird, sollen die neuen Motoren eine Kraftstoffersparnis von mindestens 15 Prozent erzielen. Damit läge der Benziner ungefähr auf dem Verbrauchsniveau des nahezu gleich starken Dieseltriebwerks 2.2 CD, das je nach Modell zwischen 173 und 185 PS bereitstellt. Leistung und Drehmoment der neuen Benziner sollen trotz Minderverbrauch steigen, und zwar um 15 Prozent. Somit würde ein Zweiliter-Benziner der neuen „Sky-Generation“ rund 175 PS leisten. Nicht nur die Motoren selbst sollen den geringeren Durst ermöglichen, sondern auch neu entwickelte Schaltgetriebe und Sechsstufen-Automaten.

Mazda verfolgt mit seinen Motoren einen eigenen Weg. Während nahezu die gesamte Vierzylinderkonkurrenz den Konzernen Volkswagen und Fiat nacheilt und auf kleinere Triebwerke mit einfacher sowie doppelter Turboaufladung setzt, bleibt diese bei Mazda bis auf weiteres außen vor. Das überrascht umso mehr, als dass die sportlich orientierten Japaner beim Mazda 3 MPS seit Jahren eine kraftvolle Turboaufladung kombiniert mit Direkteinspritzung anbieten. Statt der zeitgemäßen Zwangsbeatmung per Turbolader sollen innermotorische Maßnahmen wie geringere Reibungsverluste und ausgeklügelte Zündzeitpunkte dafür sorgen, dass die Leistung wächst, der Verbrauch jedoch auf das Niveau eines Dieseltriebwerks gedrückt wird. Der neue Zweiliter-Vierzylinder dürfte Anfang 2011 auf den Markt kommen. Kleinere Triebwerke mit 1,3 und 1,6 Litern Hubraum sollen folgen.

Noch größer sind die Sparpotenziale bei der neuen Dieselgeneration von Mazda. Im Vergleich zum aktuellen 2.2 CD Turbodiesel, der unter anderem in den Modellen CX-7, Mazda 3 und 6 verbaut ist, versprechen die Japaner beim neuen Sky-D-Selbstzünder eine Kraftstoffeinsparung von 20 Prozent. Möglich wird das durch eine zweistufige Turboaufladung und eine neue Brennraumform. Das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen wird deutlich angehoben. Gleichzeitig werden auch bei der neuen Dieselmotorenreihe die mechanischen Reibungsverluste reduziert. Mazda kombiniert den Selbstzünder wird mit einer neu entwickelten Sechsstufen-Automatik. Ein gerade für die kleineren Modelle sinnvolles Doppelkupplungsgetriebe bleibt bei Mazda jedoch außen vor. Es bleibt abzuwarten, ob Mazda mittelfristig auf Turbobenziner und eine Doppelkupplung verzichten kann.

Um die Durchschnittsverbräuche weiter zu senken, will Mazda das Gewicht jeder neuen Modellgeneration um 100 Kilogramm senken. In einem zweiten Schritt sollen ab 2016, wenn die Schadstoffklasse Euro6 eingeführt wird, alle neu entwickelten Modelle um weitere 100 Kilo abspecken.
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Quelle: Autoplenum, 2009-10-25

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