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Testbericht

Hanne Schweitzer/SP-X, 21. August 2013

Das Konzept des Sportcoupés Monza ist für Opel mehr als eine Hommage an den Verkaufsschlager der Achtziger Jahre. Wer das bis jetzt noch nicht verstanden hatte, dem verrät der Autobauer jetzt Details: neue Designsprache, neuer Antrieb, neues Innenraumkonzept. Das Showcar, das auf dem Opel-Stand der IAA (12. bis 22. September) Premiere hat, soll nicht weniger sein als ein Ausblick auf die Zukunft der Marke.
 
Opels zukünftiges Design ist daher offenbar ziemlich sportlich: Auffällig an der scharf geschnittene Front sind die großen Lufteinlässe links und rechts des Kühlergrills, die durch eine Chromspange direkt mit den Scheinwerfern verbunden zu sein scheinen. Die zentrale Falz in der Motorhaube führt die traditionelle Monza-Front mit der so genannten Bügelfalte fort.
 
Für die schlanke Formgebung des 4,69 Meter langen Viersitzers stand laut Opel der Körperbau eines Windhundes Pate. Die Dachlinie verläuft für ein Coupé untypisch nicht komplett abfallend und ähnelt so einem Shooting-Brake. Elemente des Designs könnten sich etwa in der Neuauflage des Insignia, die wohl 2016 erfolgen wird, wiederfinden. Die auffälligen Flügeltüren dürften allerdings wohl in kein Serienmodell Einzug halten.
 
Einen luftigen Passagierraum erreichten die Ingenieure, indem sie das Cockpit rund 15 Zentimeter tiefer legten als in herkömmlichen Modellen. Das ganze Auto macht einen geduckten und kraftvollen Eindruck, ohne dabei übertrieben bullig zu wirken – ein klassisches fahraktives Sportcoupé der Mittelklasse. Zu Plänen für ein solches hält sich Opel allerdings bedeckt.
 
Besonders auskunftsfreudig sind die Rüsselsheimer hingegen in Sachen Konnektivität, auf deren Umsetzung im Monza sie augenscheinlich besonders stolz sind. Eine von Tür zu Tür verlaufende Instrumententafel wird als Projektionsfläche genutzt, die Oberfläche kann jeder Fahrer für sich persönlich konfigurieren. 18 LED-Projektoren ergeben das durchgängige Multifunktionsdisplay, Die Opel-Designer feiern es als Weltneuheit. Die Bedienung erfolgt via Sprachsteuerung und Lenkradtasten.
 
Die damit einhergehende, von den Ingenieuren ausgerufene, Parole „Vereinfachung der Vielfalt“ dürfte manchem Autofahrer angesichts heute vorherrschende Menü- oder Knöpfchenfülle in manchen Cockpits gefallen. Angaben zu Auto, Navi oder Smartphone-Einstellungen erscheinen nur dann wenn sie gewünscht sind. So kann der Fahrer beispielsweise zwischen den drei Erlebniswelten „Me, Us und All“ wählen. Das Display zeigt dann entweder nur fahrrelevante Daten oder die komplette Internet-Vernetzung. In letzterer Option kann der Fahrer seine Routenplanung teilen, so dass Personen unterwegs zusteigen können, so die Idee.
 
Dank eines modularen Designs könnte das Konzeptauto von verschiedenen Motorisierungen angetrieben werden. Beispielhaft steht der Monza auf der IAA mit einem vom Ampera abgeleiteten Elektroantrieb mit CNG-Reichweitenverlängerer. Dabei übernimmt ein 1,0-Liter-Dreizylinder der neuen Generation die Aufgabe des Range-Extenders, er wird mit Erdgas betrieben. Den Original-Monza, der zwischen 1978 und 1986 gebaut wurde, trieben übrigens Vier- und Sechszylinderbenziner mit bis zu 132 kW/180 PS an.

Wenn im Zusammenhang mit einem Konzeptauto die Begriffe „Vision“, „Impulsgeber“, „inspirierend“ oder „automobiler Alltag der Zukunft“ in einer derart dichten Taktung fallen wie beim Monza, dann darf man davon ausgehen, dass es sich um mehr als nur Show handelt. Opel verrät dazu Details.

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Fazit
Wenn im Zusammenhang mit einem Konzeptauto die Begriffe „Vision“, „Impulsgeber“, „inspirierend“ oder „automobiler Alltag der Zukunft“ in einer derart dichten Taktung fallen wie beim Monza, dann darf man davon ausgehen, dass es sich um mehr als nur Show handelt. Opel verrät dazu Details.

Quelle: Autoplenum, 2013-08-21

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