12neuwagen de12gebrauchtwagen de

Unsere Partnerseiten:

Testbericht

Max Friedhoff/SP-X, 8. November 2017

Mittlerweile rollt schon die achte Generation des Ford Fiesta von den Bändern der Ford-Werke. 1976 ging es mit dem ersten Modell los, 2008 startete Nummer Sieben in sein Kleinwagen-Leben. Hat der knuffige Fiesta das Zeug zum günstigen Alltags-Gebrauchten oder gibt es verborgene Fallstricke beim Kauf eines solchen Fahrzeugs?

Karosserie und Innenraum: Den Ford Fiesta gibt es als Drei- und als Fünftürer. Lediglich die Sport-Version „ST“ konnte nicht mit zwei zusätzlichen Portalen konfiguriert werden. Das Design ist durchaus gefällig und wirkt auch mit dem Nachfolgemodell im Hinterkopf noch nicht altbacken. Allerdings klagten viele Kunden durch die kleinen Fenster und die flache Heckscheibe über eine schlechte Rundumsicht und Übersichtsprobleme. Der Innenraum ist vor allem im Bereich der Mittelkonsole mit Knöpfen überladen. Die Rücksitzbank lässt sich bei allen Modellvarianten im Verhältnis 60:40 geteilt umklappen, das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 281 und 979 Liter. Ansonsten punktet der Fiesta mit bequemen Sitzen und einer guten Bedienbarkeit bei Lenkrad und Schaltung. Wenn nur dieser wirklich winzige Infotainment-Screen nicht wäre.

Motoren: Die Auswahl der Motoren ist groß. Los ging es 2008 mit diversen Ottomotoren von einem über 1,25 und 1,4 bis hin zu 1,6 Liter Hubraum und mit 74 kW/100 PS bis 99 kW/134 PS. Dazu gab es einige Selbstzünder mit 1,4 bis 1,6 Liter Brennraumvolumen und 51 kW/70 PS bis 70 KW/95 PS. Die Diesel waren nur handgeschaltet zu haben, für die Otto-Triebwerke mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum gab es ein Automatik- beziehungsweise ein Doppelkupplungsgetriebe. Aber nur in den Baujahren 2008 bis 2012 respektive 2012 bis 2013. Dem Doppelkuppler hängt außerdem ein zweifelhafter Ruf ob seiner Funktionsweise an. Mit dem Facelift 2012 hielten dann die viel gelobten Dreizylinder-Ecoboost-Motoren mit 1,0 und 1,6 Liter Einzug in den Fiesta. Dort ging es mit 74 kW/100 PS los und endete erst beim ST200 mit 158 kW/215 PS. Die kleinen Turbomotoren sind sehr schön zu fahren und machen in Verbindung mit den guten Getrieben Spaß.

Ausstattung und Sicherheit: Fünf Sterne sammelte der Fiesta beim Euro-NCAP-Crashtest 2008. Frühe Modelle sind lediglich mit vier Airbags ausgerüstet, nach dem Facelift kam der vorher optionale Kopf-Schulter-Airbag zum Serienumfang hinzu. Auch ein Notbremsassistent gehört seit der Frischzellenkur 2012 zur sich stets an Bord befindlichen Ausstattung. Wer eine Klimaanlage möchte, muss zwingend einen Gebrauchten in der Ausstattungs-Linie „Titanium“ erstehen. Das bereits erwähnte Mini-Navi ist kein Kaufgrund und dürfte mit jedem Smartphone oder Zubehör-Gerät gut zu ersetzen sein.

Qualität: Prinzipiell bescheinigt der TÜV dem Fiesta der siebten Generation gute Noten bei der Hauptuntersuchung. Abzüge gibt es im Bereich des Fahrwerks (Lenkgelenke) und bei den Bremsleitungen, die gerne mal anfangen zu rosten. Kunden klagen außerdem über sich schnell entladende Batterien, versagende Fensterheber, wackelnde Sitzschienen sowie über Ölverluste. 2011 gab es darüber hinaus Rückrufe wegen undichten Bremsleitungen, schadhaften Hinterachsen sowie zerbröselnden Auspuff-Anlagen bei Diesel-Motoren. Im Innenraum gibt es – bei vernünftiger Wartung und Pflege – auch nach mehreren Jahren kein Grund zur Sorge. Zwar wirken die Materialien teils billig, haltbar sind sie allerdings.

Fazit: Der Vorgänger des aktuellen Fiesta ist nicht zu Unrecht ein beliebter Kleinwagen. Besonders Stadtbewohner, Menschen ohne großes Platzbedürfnis oder Sportfahrer (Fiesta ST und ST200) sollten sich den Fiesta genauer anschauen. Gute Exemplare gibt es in den einschlägigen Online-Portalen schon ab 3.500 Euro.
 

Die siebte Generation des Ford Fiesta wurde zwar erst Anfang dieses Jahres eingestellt, frühe Modelle gehen aber schon zurück bis ins Jahr 2008. Grund genug also, einen Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt zu werfen und zu klären, worauf beim Kauf eines Fiesta zu achten ist.

Weiterlesen
Fazit
Die siebte Generation des Ford Fiesta wurde zwar erst Anfang dieses Jahres eingestellt, frühe Modelle gehen aber schon zurück bis ins Jahr 2008. Grund genug also, einen Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt zu werfen und zu klären, worauf beim Kauf eines Fiesta zu achten ist.

Quelle: Autoplenum, 2017-11-08

Getestete Modelle
Für diesen Testbericht sind keine passenden Modelle vorhanden.
Ähnliche Testberichte
Autoplenum

Autoplenum, 2021-09-16

Mehrheit für Tempolimit - Nicht nur auf der Autobahn Mehrheit für Tempolimit  - Nicht nur auf der Autobahn
Nicht nur auf der Autobahn Mehrheit für Tempolimit Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2021-09-16

Fiat 500 Elektro - Preisaufschlag beim Mini-Stromer Fiat 500 Elektro - Preisaufschlag beim Mini-Stromer
Preisaufschlag beim Mini-Stromer Fiat 500 Elektro Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2021-09-16

Test: Mazda CX-30 e-Skyactive X 2.0 M Hybrid AWD - Unterw...Test: Mazda CX-30 e-Skyactive X 2.0 M Hybrid AWD - Unterwegs mit Ru...
Unterwegs mit Rudolf und Nicolaus Test: Mazda CX-30 e-Skyactive X 2.0 M Hybrid AWD ...Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2021-09-16

Ford Fiesta Facelift - Pflaume in der Mitte, Kamera obenFord Fiesta Facelift - Pflaume in der Mitte, Kamera oben
Pflaume in der Mitte, Kamera oben Ford Fiesta Facelift Ganzen Testbericht lesen
Autoplenum

Autoplenum, 2021-09-15

VW setzt weiter auf Plug-in-Hybride - BrückenbauerVW setzt weiter auf Plug-in-Hybride - Brückenbauer
Brückenbauer VW setzt weiter auf Plug-in-Hybride Ganzen Testbericht lesen