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Testbericht

Stefan Grundhoff, 21. März 2018
Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Mercedes die dezente Modellpflege für die erfolgreiche C-Klasse. Jetzt legen die Schwaben Coupé, Cabrio und AMG-Version nach. Kernmodell ist ein neuer Vierzylinder mit gerade einmal 1,5 Litern Hubraum.

Optisch ist wie bei den C-Klasse Varianten der Limousine und des Kombimodells die neue Generation kaum zu erkennen. Technisch hat sich mehr getan, denn die es gibt nicht nur Ausstattungsdetails wie modifizierte LED-Scheinwerfer, zumindest auf Wunsch animierte Instrumente und ein neues Lenkrad, sondern auch überarbeitete Triebwerke. Das Topmodell des C 43 AMG Coupé / Cabrio bekam eine Leistungsspritze auf 287 kW / 390 PS und für einige der Vierzylinder gab es eine Vitaminspritze in Form eines 48-Volt-Bordnetzes. So sind die beiden zentralen Benzinvarianten des C 200 und C 200 4matic (Baureihe M 264) nunmehr echte Mogelpackungen, werden diese doch von einem 1,5 Liter großen Vierzylinderturbo angetrieben, der 135 kW / 184 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm leistet. Die kleinen Motörchen werden von einem Elektromodul unterstützt, das im Boost nochmal 10 kW / 14 PS und 160 Nm elektrischer Energie zusteuert, was den Normverbrauch auf 6,1 bis 6,6 Liter reduziert. Eine hubraumstärkere Version kommt später auf den Markt. Der neue Twin-Scroll-Turbolader profitiert nicht nur beim Beschleunigen von dem 48-Volt-Bordnetz. So wird beim Bremsen erst in Schubabschaltung rekuperiert. Bei Unterschreitung einer Minimalgeschwindigkeit wird der Motor abgeschaltet, was den Kraftstoffverbrauch nochmals reduziert.

Zumindest der Mercedes C 220d kann in Sachen Hubraum fast noch aus dem vollen schöpfen, was seine Nomenklatur verspricht. Der Zweiliter-Diesel leistet 143 kW / 194 PS und 400 Nm maximales Drehmoment. Der Normverbrauch liegt bei 4,6 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit des Diesels ist mit 240 km/h knapp über den 234 bzw. 239 km/h der 200er Benzinermodelle. Die identischen Antriebe gibt es auch für das viersitzige Cabriolet, das etwas schlechtere Fahrleistungen und einen geringen Mehrverbrauch bietet. Doch nicht nur im Innenraum und bei den Antrieben gab es mit der Modellpflege entsprechende Verbesserungen. Überarbeitet wurden auch das adaptive Fahrwerk mit seinen verschiedenen Fahrmodi und die Luftfederung. Die Fahrerassistenzsysteme sind von den größeren Modellen der E- und S-Klasse zudem nach unten zum C-Modell gewandert.

Ihre Weltpremiere feiern die Coupé- und Cabrioversionen der Mercedes C-Klasse auf der New York Autoshow, die in der kommenden Woche ihre Tore öffnet. Auf den Markt kommen sie danach im Juli.
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Quelle: Autoplenum, 2018-03-21

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