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Testbericht

Susanne Kilimann, 12. Mai 2010
Peugeot bietet Berlinern ein neues Mobilitätskonzept an. Kunden können sich an vier Standorten in der Stadt das Fahrzeug mieten, das sie gerade brauchen - ganz gleich ob Cabrio, Transporter oder Fahrrad. Beim Marktstart des Elektroautos ion soll das innovative Miet-Konzept namens „Mu“ ebenfalls Starthilfe leisten.

Die automobile Gesellschaft soll sich grundlegend verändern. Vor allem in den großen Städten werden Menschen künftig immer häufiger auf die Investition in ein eigenes Auto verzichten, sind Peugeots Marketing- Strategen überzeugt. „Die Bedeutung des Autos als Statussymbol lässt nach, dafür wachsen die Ansprüche an die Flexibilität bei der Fortbewegung“, sagt Thomas Bauch, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland. „Urbane Mobilität soll schnell, kostengünstig, variabel und umweltfreundlich sein. Junge Erwachsene wollen individuell mobil sein – ein eigenes Auto besitzen möchten sie nicht mehr unbedingt.“

Bei Peugeot will man sich den herannahenden Herausforderungen stellen und mit dem Geschäftsmodell „Mu“ (sprich „mü“) Mobilität nach Maß anbieten. In Autohäusern, die neben dem gewöhnlichen Geschäft auch den „Mu“-Service anbieten, können Kunden den Untersatz mieten, der zu ihrem augenblicklichen Mobilitätsbedürfnis passt, erklärt Bauch. Das kann heute ein Kleinwagen, morgen ein leichtes Nutzfahrzeug oder einen Transporter sein, beim nächsten Mal ein flottes Cabriolet oder auch ein Scooter, ein Fahrrad, eventuell eines mit Elektromotor. Die Peugeot- Palette bietet schließlich fast alles.

Das Konzept ist denkbar einfach. Wer mitmachen will beim Mu-Projekt, muss keineswegs ein Peugeot-Kunde sein. Man muss sich lediglich für die neue Form der Mobilität interessieren und im Internet - unter www.mu.peugeot.de- eine Anmeldung ausfüllen. Nach Zahlung einer einmaligen Gebühr von zehn Euro erhält man eine Prepaid-Karte und ein Online-Konto, auf das man nach Belieben einzahlen kann. Für jeden überwiesenen Euro werden dem Nutzer fünf „Mu-Punkte“ gutgeschrieben, die er dann in Mobilität einlösen kann. Für 50 Punkte beziehungsweise zehn Euro kann ein Elektrofahrrad für 24 Stunden ausgeliehen werden. Für das Cabrio Peugeot 207 CC fallen 325 „Mu“- Punkte an und ein Tag mit dem neuen Sport-Coupé RCZ kostet den Nutzer 100 Euro – er muss also mindestens 500 Punkte in der „Mu“- Währung auf dem Konto haben.

Die Miete nach Punkten wird vor Ort beim fahrzeugverleihenden Händler gezahlt, bargeldlos nur durch Eingabe eines Passwortes. Die Mietfahrzeuge sind Vollkasko versichert, mit einer Eigenbeteiligung von 750 Euro – abgesehen von den Tankkosten, kommen auf Nutzer des neuen Mobilitätskonzepts keine weiteren Gebühren zu. Es gibt keine Kilometerbegrenzung und einen besonders kundenfreundlichen, verlängerten Wochenendtarif, erläutert Oliver Kurtz, der für das Mu- Projekt in Deutschland verantwortlich ist.

Hierzulande läutet Peugeot das neue Mobilitätszeitalter zunächst in der Hauptstadt ein. Vier Standorte in den Berliner Bezirken Wilmersdorf, Schöneberg und Lichtenberg bieten ab sofort die einen kleinen Fuhrpark aus der Peugeot-Palette nach dem Mu-Prinzip zum Mieten an. In der Planung sind weitere Standorte in Hamburg und München. Prinzipiell könne aber jeder interessierte Peugeot-Händler, der die notwendigen Standards erfüllt, aus seinen Autohaus einen Mu-Standort machen, so Peugeot-Geschäftschäftsführer Bauch.

In Frankreich hat der Autobauer das neue Geschäftsmodell bereits im vergangenen Sommer an den Start gebracht. Nachdem „Mu by Peugeot“ in den kleineren Städten Brest, Nantes, Lyons und Rennes erfolgreich angelaufen ist, bietet der Hersteller sein Mietkonzept für flexible Mobilität seit Anfang Februar auch den Parisern an. Dass sich in der französischen Hauptstadt in den ersten acht Wochen bereits rund 1000 Kunden online angemeldet haben, zeige, dass man auf dem auf dem richtigen Weg ist, betonen Peugeots Mu-Experten. Und was sie besonders freut: Auch Kunden von Konkurrenzmarken wie BMW und Toyota habe man mit „Mu“ in die Peugeot-Autohäuser locken können.

Elektroauto iOn, das Ende des Jahres zu den Händlern kommt, soll ebenfalls in das Mietprogramm eingebunden werden. Die neue Elektromobilität und das innovative Mobilitätskonzept passen sogar besonders gut zusammen, ist man beim französischen Autobauer überzeugt. Mu biete Autofahrern die Chance, einfach und unkompliziert Kontakt mit einer völlig anderen Art der Mobilität aufzunehmen. Das Konzept werde die Neugier auf E-Mobilität steigern, sagt Geschäftsführer Bauch. „Und Mu wird dafür sorgen, dass sich Elektromobiliät dort entfaltet, wo sie hingehört – in der Stadt.“
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Quelle: Autoplenum, 2010-05-12

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