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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 29. November 2019
Der Space Star ist Mitsubishis wichtigste Auto in Deutschland. Mit einer größeren Modellpflege soll der kleine Japaner diesen Trend fortsetzen und gegen Konkurrenten wie den VW Up und den Kia Picanto bestehen. Die Frischzellenkur gelingt, aber ein paar Schwächen behält der Stadtfloh.

Mitsubishi Space Star. Schon der Name weckt Assoziationen an legendäre 80er Jahre Weltall-Kracher, wie Kampfstern Galactica und den interstellaren Kampfpiloten Captain Starbuck. Unendliche Weiten findet man im 3,85 Meter lange Space Star zwar nicht, aber auf der Rückbank haben auch Erwachsene Platz. Allerdings ist dann der Kofferraum mit einem Volumen von 156 Litern alles andere als üppig. Wenn man die Lehnen der Rückbank umlegt, erhöht sich das Fassungsvermögen des Gepäckabteils immerhin auf 912 Liter. Kenner werden sofort bemerkt haben, dass der Kleinwagen um fünf Zentimeter zugelegt hat. Allerdings kommt davon nichts im Innenraum an, der Zuwachs liegt an der neuen Motorhaube und dem Heck. Die Änderungen fallen sofort ins Auge: Das barocke Kugelfisch-Antlitz ist dem deutlich markanteren Dynamic-Shield Markengesicht gewichen.

Auch im Innenraum kommt der große Retusche-Stift zum Einsatz. Das Interieur wirkt frischer und die genarbten Oberflächen verströmen mehr Wertigkeit als bisher. Dennoch kann auch der Space Star bei einem Einstiegspreis von 10.490 Euro dem Geschäftsmodell-Diktat und damit der Pflicht zum durchgängigen Hartplastik nicht entkommen. Der neue Preis liegt um 500 Euro über dem des aktuellen Modells, dafür gibt es eine Berganfahrhilfe und eine Regen-/Lichtautomatik schon beim Basismodell. Im preiswerten Kleinwagensegment erwarten die Kunden mittlerweile ein Infotainment, das mehr kann, als eine Bluetooth-Freisprechverbindung herzustellen. Deswegen fungiert im Space Star ein sieben Zoll Touchscreen als Kommandozentrale und das Smartphone kann per Apple CarPlay oder Android Auto gekoppelt werden. Ganz nebenbei dient der Bildschirm auch noch als Guckloch für die Rückfahrkamera, auch das digitale Radio DAB+ kann empfangen werden. Bei den Helfern hat sich auch etwas getan: Neu im Space Star sind ein Notbremsassistent inklusive Fußgängererkennung sowie ein Spurhalte- und ein Fernlichtassistent.

Bei den Motoren verzetteln sich die Japaner definitiv nicht und bieten lediglich zwei Dreizylinder mit 1,0 oder 1,2 Litern Hubraum beziehungsweise 52 kW / 71 PS und 59 kW / 80 PS an. Wer es bequem will, greift bei der stärkeren Variante zum CVT-Getriebe. Mit der Fünfgang-Handschaltung kann man dem stärkeren Dreizylinder durchaus etwas Temperament entlocken. Dann beschleunigt der Bonsai-Japaner in 12,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und ist bis zu 180 km/h schnell. Als Durchschnittsverbrauch gibt Mitsubishi 5,0 Liter pro 100 Kilometer an. Sobald man dem Space Star die Sporen gibt, meldet sich der Motor dreizylindertypisch knurrend zu Wort. In Kurven ist es mit der Herrlichkeit ohnehin vorbei, da man auf den Sitzen hin- und herrutscht, wie auf Holzklappstühlen. Dass das Lenkrad nicht in der Länge verstellbar ist, stört nicht weiter und das Fahrwerk kommt mit der Unbill einer malträtierten Asphaltdecke gut zurecht.

Die gefahrene Ausstattungslinie \"Top\", die es aber nur in Kombination mit dem 1.2 Liter Motor gibt, bietet für 16.890 Euro solche Annehmlichkeiten, wie Bi-LED-Scheinwerfer und Nebelscheinwerfer, 15 Zoll Alus, Stoff-Kunstledersitze, ein grifffreundliches Lederlenkrad, einen Tempomaten und eine Klimaautomatik und die bereits erwähnten Assistenten sowie das sieben Zoll Infotainment. Wer sich für die Version mit CVT-Getriebe entscheidet, legt noch einmal 1.100 Euro drauf. Ab dem Februar des nächsten Jahres steht der runderneuerte Space Star beim Händler.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Getriebe:Fünfgang-Handschaltung
Motor Bauart:Dreizylinder-Benziner
Hubraum:1.193
Drehmoment:106 Nm bei 4.000 UPM
Preis
Neupreis: 16.890 € (Stand: 2019-11-29)
Testwertung
3.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2019-11-29

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