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Testbericht

Sebastian Viehmann, 17. September 2010
Mitsubishi gönnt dem Outlander einen neu entwickelten Dieselmotor mit 177 PS und variabler Ventilsteuerung. Die Technik verbindet geringen Verbrauch mit großer Durchzugskraft.

Mit dem ASX hat Mitsubishi nach unten angebaut, doch in Sachen Transportkapazität kann er dem 4,64 Meter langen Outlander nicht das Wasser reichen. Der Lebensraum ist vorne wie hinten großzügig, und der Wagen hat ein Gepäckabteil von 541 Litern anzubieten (Peugeot 4007: 510 Liter, Hyundai Santa Fe: 528 Liter, Kia Sorento: 528 Liter, Citroën C-Crosser: 510 Liter, Chevrolet Captiva: 465 Liter). Die Heckklappe ist zweigeteilt, der untere Teil dient gleichzeitig als Sitzbank fürs Picknick auf dem Rastplatz. Die dritte Sitzreihe allerdings ist nicht mehr als ein Kinderabteil. Die winzigen Klappsitze erfordern zum Aufbau reichlich Fummelei und sind Erwachsenen nicht zuzumuten. Cockpit und Interieur des Outlander sind zweckmäßig und robust, aber nicht besonders hübsch und von reichlich Hartplastik dominiert.

Während Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser – beide basieren auf dem Outlander - nur Dieselmotoren des PSA-Konzerns unter der Haube haben, ist der 2,2 Liter große und 177 PS / 130 kW starke Selbstzünder im Outlander eine Eigenentwicklung von Mitsubishi. Das Besondere ist die MIVEC-Technologie, dahinter verbergen sich variable Ventilhübe und Steuerzeiten. Ermöglicht wird das durch drei verschiedene Nockenprofile – Nockenwellen steuern beim Motor die Öffnung der Ventile – die je nach Leistungsanforderung zum Einsatz kommen. Je nach Profil ändert sich die Befüllung der Zylinder mit Kraftstoff. Wenn zum Beispiel im unteren und mittleren Drehzahlbereich weniger Leistung gefragt ist, kann durch das entsprechende Nockenprofil auch die Treibstoffmenge klein gehalten werden. Bei Vollgas tritt das dritte Nockenprofil in Aktion, und es fließt mehr Sprit in die Zylinder. Unterm Strich wird der Verbrauch im Vergleich zu einem normalen Dieselmotor verringert.

Mitsubishi gibt für den Outlander 2.2 DI-D MIVEC einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern pro 100 Kilometer an. Das sind 1,2 Liter weniger als bei den Dieselmotoren des Peugeot 4007 und Citroën C-Crosser und auch weniger als beim Hyundai Santa Fe, Kia Sorento oder Chevrolet Captiva. Leistungseinbußen muss man beim Outlander nicht hinnehmen, im Gegenteil – das 177 PS starke Aggregat mit seinem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern hängt willig am Gas und liefert vor allem für Überholmanöver im dritten Gang einen kraftvollen Vortrieb. Geschaltet wird mit einem gut abgestuften Sechsganggetriebe. Der Diesel ist nicht nur kraftvoll, sondern auch laufruhig. Die Beschleunigung von 0 auf 100 Km/h ist in 9,7 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit des Wagens beträgt 200 Km/h.

Mitsubishis neues Dieselaggregat steht für die Modelle Lancer und ASX auch in einer 1,8 Liter großen Variante mit 116 und 150 PS bereit. Der PSA-Diesel mit 156 PS bleibt übrigens ebenfalls für den Outlander lieferbar, weil es ihn optional mit Doppelkupplungsgetriebe gibt. Der Mitsubishi-Motor ist ausschließlich mit Handschaltung zu haben.

Das Fahrwerk des Outlander ist komfortabel abgestimmt und federt Unebenheiten aus der Straße gut heraus, allerdings ist in schnellen Kurven auch eine deutliche Wankneigung zu verzeichnen. Der Allradantrieb ist elektronisch mit einem Drehknopf an der Mittelkonsole zuschaltbar. Es gibt zudem eine Lock-Funktion, bei der die Antriebskraft in einem festen Verteilungsverhältnis von 50:50 an beide Achsen abgegeben wird.

Der Outlander 2.2 DI-D ist mit Frontantrieb ab 27.990 Euro zu haben, mit Allradantrieb werden es mindestens 31.990 Euro. Zum Serienumfang zählen Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor, elektrisch betätigte Fensterheber und Außenspiegel, CD-Radio, Klimaautomatik, Lederlenkrad mit Fernbedienungstasten, Tempomat und ESP. Beim Modell Intense (34.990 Euro) wird die Ausstattung um eine Dachreling ergänzt, außerdem gibt es Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, USB- und Bluetooth-Schnittstelle, hintere Parksensoren, CD-Wechsler, die ausklappbare dritte Sitzreihe und getönte Scheiben. Bei der Top-Ausstattung (Instyle, 38.690 Euro) sind zusätzlich noch beheizte Ledersitze und das Festplatten-Navigationssystem mit DVD-Spieler und Rückfahrkamera an Bord.

Konkurrenten des Outlander sind natürlich die Schwestermodelle Peugeot 4007 (34.250 Euro, nur mit 156 PS-Dieselmotor lieferbar) und Citroën C-Crosser (mit dem gleichen Motor an Bord 33.750 Euro). Ebenfalls vergleichbar sind Kia Sorento (mit 197 PS-Diesel und Allrad ab 33.270 Euro), Chevrolet Captiva (mit 150 PS-Diesel und Allrad ab 36.090 Euro) oder Hyundai Santa Fe (Allradmodell mit 197 PS-Dieselmotor ab 34.640 Euro).
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Quelle: Autoplenum, 2010-09-17

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