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Testbericht

Sebastian Viehmann, 20. Januar 2010
Mini präsentiert seinen Allrad-Nachwuchs. Der Countryman ist der neue Viertürer der Marke, kommt aber konventioneller daher als die Studie Crossover. Der Vierradantrieb „All4“ ist optional, die Leistung reicht von 90 bis 184 PS. Und endlich gibt es einen Mini mit echtem Kofferraum.

Als Mini seine Studie Crossover zeigte, sprühte die vor Ideen. Vor allem das ungewöhnliche Türkonzept war eine Schau: Die Kofferraumklappe schwenkte wie eine Tür zur Seite, schmiegte sich dann aber Platz sparend ans Heck. Die rechte Fond-Tür öffnete sich ganz normal, die linke schwenkte wie eine Schiebetür nach hinten. Diese Ideen hat Mini nicht ins Serienmodell hinüber gerettet. Der Countryman wird ein normaler Viertürer, die Heckklappe schwenkt wie bei jedem x-beliebigen Kombi nach oben. Der Wagen hat im Normalzustand vier Einzelsitze, eine Sitzbank für drei Fond-Passagiere gibt es optional.

Mit 4,1 Metern Länge überragt der Countryman den Kombi Clubman nur um sieben Zentimeter. Durch die aufrecht stehende Front, die großen Räder und die ausgestellten Kotflügel mit schwarzen Schutzleisten steht das Mini-SUV robust und stämmig auf dem Asphalt. Statt der üblichen Mini-Kulleraugen sind die Scheinwerfer des Countryman etwas in die Länge gezogen. Der eigenwillig geformte Hexagon-Kühlergrill und die breiten unteren Lufteinlässe mit integrierten Nebelleuchten runden das für einen Mini fast schon aggressive Auftreten ab.

Im Interieur warten zunächst keine Überraschungen – das Cockpit entspricht in seiner Anordnung weitgehend dem des normalen Mini. Ins Auge fallen allerdings der Schubhebel-förmige Handbremsgriff und die Mittelkonsole, die aus zwei Schienen besteht und sich vom Handbremshebel bis in den Fond hindurch zieht. Auf diesem „Centre Rail“ lassen sich Armlehne, Becherhalter, Handy-Hüllen und andere Ablagen im Mini-Design aufstecken und frei verschieben. Das Centre Rail gehört ebenso wie Klimaanlage und CD-Radio zur Serienausstattung des Countryman. Die Fondsitze lassen sich in Längsrichtung verschieben und im Verhältnis 60:40 (beziehungsweise 40:20:40 bei der dreisitzigen Rückbank) umklappen. Das Gepäckraumvolumen wächst so von 350 auf bis zu 1170 Liter. Zur optionalen Ausstattung gehören unter anderem Navigationssystem, Schnittstellen für Handys und Smartphones, Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, Sportfahrwerk, Anhängerkupplung und ein Panorama-Glasdach.

Unter der Haube warten beim Countryman Motoren von 90 bis 184 PS. Der Mini One Countryman mit 1,6-Liter Benziner leistet 72 kW / 98 PS, beschleunigt in 12,7 Sekunden von 0 auf 100 Km/h und erreicht 175 Km/h. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,9 Litern pro 100 Kilometer (Werksangabe). Der Cooper Countryman hat 90 kW / 122 PS anzubieten, schafft 190 Km/h und genehmigt sich im Schnitt 6,1 Liter Sprit. Das sportliche Top-Modell ist der Cooper S Countryman, der aus dem gleichen Hubraum dank Twin-Scroll-Turbolader 135 kW / 184 PS schöpft. Das maximale Drehmoment liegt bei 260 Newtonmetern, der Wagen rennt in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 Sachen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 Km/h. Der Verbrauch soll bei 6,3 Litern pro 100 Kilometern liegen. Neu an Bord ist bei allen Versionen des 1,6-Liter Motors die vollvariable Ventilsteuerung.

Der genügsamste Mini-Kraxler ist der One D Countryman mit einem 66 kW / 90 PS starken Dieselmotor. Er erreicht 170 Km/h und verbraucht im Durchschnitt 4,3 Liter auf 100 Kilometer. Etwas mehr Power hat der Cooper D Countryman anzubieten, der mit 82 kW / 112 PS in 10,9 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt, maximal 180 Sachen schafft und sich beim Verbrauch mit durchschnittlich 4,4 Litern begnügen soll. Zum Sparen sind bei allen Countryman-Modellen unter anderem Bremsenergie-Rückgewinnung, Start-Stopp-Automatik sowie die Schaltpunktanzeige auf der Instrumententafel an Bord. Geschaltet wird mit einem manuellen Sechsganggetriebe, für die Benzinmodelle gibt es optional eine Sechsgang-Automatik.

Das permanente Allradsystem „Mini All4“ steht gegen Aufpreis zur Verfügung. Bei diesem System steuert ein direkt am Hinterachsgetriebe angebrachtes elektrohydraulisches Mitteldifferenzial stufenlos die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Im normalen Fahrbetrieb gehen bis zu 50 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterräder, in Extremsituationen bis zu 100 Prozent. Ebenfalls optional gibt es eine Differenzialsperre für die Vorderachse.

Im vierten Quartal 2010 dürfte der Countryman zu den Händlern rollen. Was er kosten soll, hat Mini noch nicht verraten. Der Preis soll sich ungefähr 3000 Euro oberhalb des Clubman einpendeln, was für einen Basispreis um 22.000 Euro sprechen würde. Die Öffentlichkeit kann den Wagen erstmals auf dem Genfer Autosalon im März bestaunen.
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Quelle: press-inform, 2010-01-20

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