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Testbericht

Stefan Grundhoff, 13. Juli 2010
Mit dem Countryman schickt Mini seine Modellvariante Nummer vier ins Rennen. Vier Meter, vier Türen, vier Antriebsräder und vier Sitzplätze – Mini schwingt sich auf zu neuen Höhen.

Denn mit den Mini Countryman fahren die deutschen Briten heraus aus der ebenso ertrag- wie imagereichen Single- und Pärchen-Ecke. Wer will, kann in seinem trendigen Mini nunmehr bis zu vier Personen inklusiv Gepäck befördern. Der schicke BMW-Ableger bietet seinen Crossover zwar auch als Fünfsitzer an; aber so recht passt er nur als Viersitzer. Dann gibt es Platz genug und im Fond kann man nicht nur die Einzelsitze verschieben, sondern auch die ebenso coole wie praktische Centerrail nutzen. Die ungewöhnliche Mittelkonsole trennt als Designelement den Innenraum in rechte und linke Hälfte. In der illuminierten Schiene lassen sich Behältnisse ebenso befestigen wie iPods, Sonnenbrillen oder Getränkedosen. Im Vergleich zu den anderen Mini-Modellen hat der Innenraum des Countryman deutlich an Wertigkeit zulegt. Allein die Umrandungen der Lüftungsdüsen und dem zentral angeordneten Multifunktionsdisplay in der Mittelkonsole können den Billigcharme vergangener Tage nicht ablegen. Die restlichen Schalter, Bedienelemente und Verkleidungen sehen nicht nur gut aus; sie fassen sich auch ordentlich an. Die Sitze haben endlich Langstreckenkomfort.

Der Mini Countryman hebt sich angenehm eigenständig und wenig aufdringlich von der größer werdenden Zahl an Kompaktklasse-SUV ab. Er ist mit seiner überschaubaren Länge von 4,11 Metern alles andere als ein Raumwunder, bietet jedoch ansehnliche Platzverhältnissen und ausreichend Variabilität auf kleinem Raum. So ist der Laderaum mit einem Volumen von 350 Litern alles andere als imposant. Doch wer die Rücksitze nach vorne schiebt oder die Lehnen ganz umklappt kann die Ladekapazität auf ansehnliche 1.170 Liter vergrößern. Das sollte für die meisten familiären Nutzungen reichen. Familien mit mehr als einem Kind dürften sich schließlich kaum für einen Countryman als Erstfahrzeug entscheiden.

Zum Marktstart am 18. September ist der Mini Countryman in fünf Motorvarianten verfügbar. Zwei Diesel mit 90 und 112 PS sind für die Sparfüchse unter den Kunden. Den Basisbenziner mit seinen 98 PS kann man schon aufgrund von 1,3 Tonnen getrost vergessen und auch der 125 PS starke Mini Countryman Cooper dürfte nur die zurückhaltenden Kunden zufriedenstellen können. Bis im nächsten Frühjahr ein 140 PS starker Topdiesel nachgereicht wird, führt am Cooper S kein Weg vorbei. Auch weil er mit dem standesgemäßen Allradantrieb All4 zu kombinieren ist. Er holt aus überschaubaren 1,6 Litern Hubraum Dank Turboaufladung 135 KW / 184 PS und ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Der Allradantrieb bringt Fahrdynamik und Sicherheit, kostet jedoch 1.600 bis 1.700 Euro Aufpreis und einen Nachschlag bei den Fahrleistungen.

So dauert der Spurt 0 auf 100 km/h mit dem Countryman Cooper S All4 7,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit pendelt sich bei 210 km/h Spitze ein. Trotz der 184 PS und einem Leergewicht von 1,4 Tonnen ist der aufgeladene Vierzylinder das effizienteste Triebwerk seiner Hubraumklasse. Dank Start-Stopp-Automatik und regenerativem Bremssystem soll er sich als Allradradler mit 6,7 Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden geben. Der Fronttriebler läuft 215 km/h Spitze und verbraucht nur 6,1 Liter.

Die große Stärke der Mini-Modelle ist das Fahrwerk. Da macht der deutlich größere Countryman trotz seines höheren Schwerpunktes keine Ausnahme. In schnellen Kurven zeigt er sich ebenso auf der Höhe wie bei schnellen Autobahnpassagen. Angenehm knackig: Sechsgang- Handschaltung und die Lenkung. Einzig eine elektronische Dämpferregelung würde den spürbare Nick- und Wankbewegungen sinnvoll entgegenwirken. Die Sporttaste bringt jedoch kaum einen Unterschied in den Tatendrang des bei Magna in Graz produzierten Countryman. Der Basispreis für den 98 PS starken Mini One Countryman mit Frontantrieb liegt bei fairen 20.200 Euro. Doch am mindestens 27.900 Euro teuren Countryman Cooper S All4 führt aktuell kaum ein Weg vorbei. Leider ist es damit bei keinem Modell getan, denn die Basisausstattung aller Countryman-Versionen in Mini-typisch karg. Bequeme Ledersitze, Xenonlicht, 18-Zoll-Alufelgen oder ein standesgemäßes Navigationssystem kosten ein paar tausender extra – typisch Mini.
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Quelle: Autoplenum, 2010-07-13

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