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Testbericht

Sebastian Viehmann, 27. Juni 2010
Mini hat seine Modellpalette optisch überarbeitet und bestückt sie mit neuen Ausstattungsdetails. Unter der Haube ist Minimalismus angesagt – und zwar beim Verbrauch.

Auf dem Kleinwagenmarkt herrscht Krieg. Die Abwrack-Schlacht ist geschlagen, nun gibt es Verteilungskämpfe um den Rest. Bei den Lifestyle-Autos tobt der Kampf besonders heftig, denn viele Hersteller haben frische Truppen am Start. Audi stößt mit dem A1 seit langem wieder einmal ins Kleinwagensegment vor und kann sich vor Vorbestellungen kaum retten. Citroën bietet mit dem DS3 die französische Alternative. Der Mini ist sozusagen von Feinden umzingelt, die zudem seine größten Nachteile – winziger Kofferraum und im Fond außer bei Clubman und Countryman nur Notsitze – nicht teilen.

Um den britisch-bayrischen Lifestyler fit für die Front zu machen, erhält der Wagen zunächst einmal ein aufgefrischtes Gesicht. Man muss aber schon zweimal hinschauen, um die Änderungen zu entdecken. Es gibt zum Beispiel markantere Lufteinlässe unter dem Grill, LED-Rückleuchten und neu eingefasste Seitenblinker. Im Cockpit wurde unter anderem die Bedientafel für die Klimaanlage geändert. Es gibt neue Sitzpolster und Dekorleisten, dazu kommen frische Felgendesigns und Außenlackierungen (British Racing Green, Velvet Silver und Eclipse Grey). Für den Mini John Cooper Works ist als Kontrast zur Lackfarbe ein knallrotes Dach erhältlich.

Ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern gehört zur Serienausstattung. Das Kartenmaterial des Navigationssystems ist auf einem fahrzeugeigenen Flash-Speicher hinterlegt und kann per USB-Schnittstelle aktualisiert werden. Der Kombimodell Clubman verfügt über eine neue Gepäckraumbadeckung mit ausfahrbarem Rollo. Optional sind beim Mini nun Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht an Bord.

Mit drei Designpaketen namens „Rallye“, „Classic“ und „Scene“ bringt der Mini eine jeweils aufeinander abgestimmte Kombination aus Karosserielackierung, Dachfarbe, Felgendesign, Polsterung, Dekorleisten und weiteren Details mit. Wie gewohnt lässt sich der Wagen aber auch dann noch unbegrenzt aufrüsten, die Möglichkeiten der Gestaltung werden nur durch den Geldbeutel des Käufers begrenzt.

Unter der Haube kommt eine neue Generation von Turbodieselmotoren zum Einsatz. Der Common Rail-Direkteinspritzer mit 1,6 Litern Hubraum wurde mit einem speziellen Zylinderkopf für den Quereinbau im Mini angepasst. Das Ansprechverhalten und der Wirkungsgrad der Turbomotoren seien im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert worden, heißt es bei BMW. Der Mini Cooper D leistet nun 112 PS (82 kW) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 270 Newtonmetern bei 1750 Touren. Der Diesel-Mini flitzt in 9,7 Sekunden von 0 auf 100 Km/h und erzielt laut Werksangabe einen Durchschnittsverbrauch von 3,9 Litern pro 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß sinkt damit auf 99 Gramm pro Kilometer.

Im Basis-Diesel Mini One D leistet der Selbstzünder 90 PS (66 kW), der Wagen beschleunigt in 11,4 Sekunden von 0 auf 100 Km/h und verbraucht im Schnitt 3,8 Liter. Auch das Cabrio ist jetzt mit Dieselantrieb zu haben. Bei allen Modellen ist zum Sprit Sparen eine Start-Stopp-Automatik an Bord. Geschaltet wird mit einem Sechsganggetriebe.

Bei den Benzinmotoren reicht das Leistungsspektrum von 55 kW / 75 PS über 72 kW / 98 PS und 90 kW / 122 PS bis 135 kW / 184 PS. Die neuen Aggregate wurden schon im Frühjahr eingeführt. Der stärkste Benziner kommt im Mini Cooper S zum Einsatz. Er beschleunigt den Sport-Mini in sieben Sekunden von 0 auf 100 Km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 228 Km/h. Getoppt wird das nur vom Mini John Cooper Works mit 211 PS. Der sparsamste Benziner-Mini mit 75 PS verbraucht im Schnitt 5,1 Liter pro 100 Kilometer.

Beim Händler stehen die neuen Minis ab dem 18. September. Auch die Preise ändern sich leicht. Das Basismodell One (75 PS) ist ab 15.550 Euro zu haben (250 Euro mehr als bisher), das Cabrio ab 20.950 Euro. Beim Clubman starten die Preise bei 18.600 Euro. Das Mini-SUV Countryman steht in der Basisausführung wie angekündigt mit 20.200 Euro in der Liste, der erste Mini mit vier Türen und optionalem Allradantrieb feiert seine Markteinführung ebenfalls im September.
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Quelle: Autoplenum, 2010-06-27

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