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Testbericht

Sebastian Viehmann, 13. November 2011
Der Mercedes ML bekommt die volle Dröhnung. AMG pumpt den Geländewagen mit 557 PS zum schwäbischen Dampfhammer auf. Damit die Leistung auch in schnellen Kurven zur Geltung kommt, gibt es erstmals eine Wankstabilisierung.

Fans leistungsstarker Geländewagen brauchen Geduld. Es dauert immer ein bisschen, bis nach der Markteinführung eines neuen Mercedes-Modells auch die AMG-Version auf den Straßen rollt. Dann allerdings kommt sie für gewöhnlich mit voller Wucht. Der Mercedes ML bildet keine Ausnahme: Mit bis zu 557 Pferdestärken, 760 Newtonmetern Drehmoment und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden ist der ML 63 AMG das neue Top-Modell der Baureihe. Unter der Haube steckt ein 5,5 Liter großer V8-Motor mit Benzindirekteinspritzung und doppelter Turboaufladung. Die Höchstleistung von 410 kW / 557 PS erzielt der Wagen allerdings nur mit dem optionalen AMG Performance Paket, ansonsten gibt er sich mit 386 kW / 525 PS und 700 Nm Drehmoment zufrieden. Der Spurt von 0 auf 100 dauert dann eine Zehntelsekunde länger.

Elektronisch abgeregelt wird bei Tempo 250. Der Leistungsunterschied der beiden Versionen kommt durch den von 1,0 auf 1,3 bar gesteigerten maximalen Ladedruck des Turbomotors zustande. Bei beiden Versionen gibt AMG einen Durchschnittsverbrauch von 11,8 Litern pro 100 Kilometer an, immerhin 4,7 Liter weniger als beim Vorgängermodell. Das Gesamtfahrzeug ist rund 40 kg leichter geworden.

Der ML 63 AMG verfügt über den bereits von anderen Autos der Affalterbacher bekannten „Controlled Efficiency“-Modus, in dem neben weiteren Maßnahmen eine Start-Stopp-Automatik den Sprithunger ein wenig zügeln soll. In den Betriebsarten Sport und Manuell ist diese Funktion deaktiviert, außerdem sind Motor und Getriebe dann etwas giftiger und reaktionsschneller abgestimmt. Die Kraftübertragung der hochgezüchteten M-Klasse übernimmt wie gewohnt ein Siebengang-Automatikgetriebe.

Der Allradantrieb des SUV verteilt die Antriebskraft in einem Verhältnis von 40:60 auf Vorder- und Hinterachse. Neben Sportfahrwerk, Luftfederung und Niveauregulierung hat der Wagen erstmals das serienmäßige „Active Curve System“ an Bord, eine Wankstabilisierung für schnelle Kurvenfahrten. Aktive Querstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse stabilisieren dabei den Wankwinkel der Karosserie. Die Luftfederung senkt den Wagen bei hohen Geschwindigkeiten automatisch ab, um den Abstand der Karosserie zum Asphalt zu verringern. Der Pilot kann das gesamte Dämpfungs- und Federungssystems des ML in drei Stufen einstellen. Die Parameterlenkung des Autos hat eine geschwindigkeitsabhängige Servounterstützung.

Das neue AMG-Monster rollt auf 20-Zoll-Rädern, gegen Aufpreis sind auch 21-Zöller zu haben. Ein aggressiver Auftritt im Rückspiegel ist dem Wagen durch seine extrabreite Front mit großen Lufteinlässen unter der Kühlermaske gewiss. Eine Zierspange in mattem Silberchrom an der Unterkante des Frontspoilers zieht das SUV optisch noch weiter in die Breite. Die vorderen Kotflügel sind auf jeder Seite zehn Millimeter breiter als beim Serienmodell, damit die dicken Räder Platz finden. Mächtige Seitenschweller, eine stark modifizierte Heckschürze und „V8-Biturbo“-Logos an den Flanken machen den Auftritt des AMG-Kraxlers komplett. Zwei verchromte Doppelendrohre brüllen den Achtzylinder-Sound in die Welt hinaus.

Zur Serienausstattung des ML 63 zählen unter anderem Pedale aus Edelstahl, beheizte Ledersitze, CD-Radio mit Bluetooth-Funktion, ein elektrisches Glasschiebedach und diverser optischer Zierrat. Für ein Navigationssystem, die Komfort-Klimaautomatik oder eine elektrisch betätigte Heckklappe werden Aufpreise fällig. Dabei ist schon das Serienmodell kein Schnäppchen: 108.885 Euro verlangen die Affalterbacher für ihr Schlachtschiff. Wer dem Wagen mithilfe des Performance-Paketes noch mehr Dampf machen möchte, muss noch einmal 7021 Euro drauflegen. Beim Händler steht das neue Top-Modell der M-Klasse im April 2012.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2011-11-13

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