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Testbericht

Walther Wuttke/SP-X, 27. Mai 2014

Der Toyota Yaris, immerhin mehr als 2,5 Millionen Mal im nordfranzösischen Valenciennes gebaut, gehörte bisher nicht unbedingt zu den aufregenden Erscheinungen im Straßenbild. War die äußere Optik schon kein Hingucker, so konnte das Interieur bislang ebenfalls kaum überzeugen. Hier dominierte eine aus Hartkunststoff komponierte Zweckmäßigkeit, die niemanden vom Hocker riss. Sicher, die Verarbeitung war bestens, doch Emotionen weckte der Kleinwagen bisher kaum. Was seinen den Erfolg allerdings nicht schmälerte. „Im vergangenen Jahr gehörte der Yaris in Europa zu den zehn beliebtesten Fahrzeugen“, weiß Toyota-Europa-Marketingdirektor Agustin Martin.

Im Sommer kommt nun der überarbeitete Yaris zu den Händlern und präsentiert sich wesentlich weniger sachlich. Insgesamt etwa 1.000 Teile wurden bei der Modifikation erneuert. Die Markteinführung ist für Ende August geplant. In der Pressemitteilung spricht Toyota von den „Rückmeldungen der Yaris-Fahrer“, die zu einer Neugestaltung des Innenraums geführt haben. Das gilt in erster Linie für die Materialien, die nun im Vergleich zum Vorgänger einen wesentlich wertigeren Eindruck vermitteln. So wurde die Armaturentafel neu und haptisch angenehmer gestaltet. Die teilweise Abkehr von Hartplastik und die Überarbeitung der Instrumentenkonsole verbessern die Atmosphäre deutlich. Auch die neuen Türverkleidungen, Chromeinfassungen sowie die weiche Polsterung im mittleren Bereich der Armaturentafel verbessern den ersten Eindruck.

Gleichzeitig wurde auch das Ausstattungsangebot ausgebaut. Insgesamt stehen die fünf Stufen Entry, Active, Style, Lounge und Hybrid zur Verfügung, wobei die Hybridversion nur noch durch das blau eingefasste Markenzeichen in der Frontpartie erkennbar ist. Und als Mittel der Emotionalisierung lässt sich der Yaris durch einige Ausstattungspakete individualisieren.

Äußerlich orientiert sich der Yaris jetzt am Design des brandneuen, kleinen Aygo und interpretiert die Toyota-Designsprache weiter. Die markante X-Form der Frontpartie mit dem zentral montierten Markenzeichen, weist ihn als Toyota aus. Am Heck zeigt der Yaris die heute unverzichtbaren LED-Rückleuchten. Der wuchtige Stoßfänger lässt den Kleinwagen auch von hinten deutlich breiter wirken. Zusätzlich entwarfen die Kreativen neue Räder und neue Lackierungen. Der im Heck-Stoßfänger montierte Diffusor gibt den Kleinwagen einen weiteren optischen Schub.

Der jüngste Yaris rollt mit modifiziertem Fahrwerk zu den Kunden. Dazu gehören eine steifere hintere Torsionslenkerachse, komfortablere Tragfedern und neue Anschlagdämpfer aus Polyurethan. Die Eingriffe hatten zum Ziel, die Komfortfaktoren des Kleinwagens zu verbessern und die Geräuschentwicklung zu verringern.

Der Basismotor (1,0 Liter, 51 kW/69 PS) erreicht nun Euro 6. Der Dreizylinder kommt auf einen Verbrauch von 4,1 Liter auf 100 Kilometer oder 99 Gramm CO2 je Kilometer. Die Hybrideinheit wurde eben ebenfalls überarbeitet und bringt es nun auf einen CO2-Ausstoß von 75 Gramm je Kilometer bzw. einem Verbrauch von 3,3 Litern auf 100 Kilometer. Der 1,3 Liter-Benziner  und der der 1,4-Liter-Diesel sollen zudem dank einer modifizierten und besser abgeschirmten Auspuffanlage vibrationsärmer unterwegs sein.

Die endgültigen Preise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest, doch werden sie sich angesichts der starken Konkurrenz in diesem Segment kaum verändern. Zurzeit steht der Yaris in der günstigsten Variante mit dem kleinen Benziner mit 11.835 Euro in der Preisliste, der Diesel ist ab 16.740 und die Hybrid-Variante ab 16.950 Euro zu haben. Eine Verbesserung hat das Yaris-Team leider nicht geschafft: Noch drei Jahre bis zum echten Modellwechsel warten muss man auf ein Faltdach à la Aygo.

Wie in der Branche üblich, hat Toyota seinen Yaris zur Lebensmitte überarbeitet. Dabei stand vor allem die Qualitätsanmutung im Vordergrund. Kann es der Kleinwagen nun mit den Besten des Segments aufnehmen?

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Fazit
Wie in der Branche üblich, hat Toyota seinen Yaris zur Lebensmitte überarbeitet. Dabei stand vor allem die Qualitätsanmutung im Vordergrund. Kann es der Kleinwagen nun mit den Besten des Segments aufnehmen?

Quelle: Autoplenum, 2014-05-27

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