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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 15. September 2015
Mazda will ein größeres Stück vom weiterhin wachsenden SUV-Kuchen abhaben und zeigt mit der Studie Koeru, wie sportlich ein CX-4 aussehen könnte.

Wenn es um Prototypen geht, vergibt Mazda Namen nicht einfach so. Bei den Konzern-Strategen aus Hiroshima schwingen bei den Bezeichnungen ihrer Konzeptfahrzeuge immer Hintergedanken beziehungsweise tiefere Bedeutungen mit. "Koeru" bedeutet im Japanischen "etwas übertreffen" oder "einen Schritt weiter gehen". Damit ist die Intention des Fahrzeugs treffend umschrieben, was für eine Studie nicht ungewöhnlich ist; das ist gemeinhin der Zweck eines solchen rollenden Versuchsballons.

Die stehen auf Messen auch, um die Resonanz des Publikums auf neue Ideen und Karosserieformen zu testen. Die Silhouette des Koeru verrät: Mazda will dynamischer werden. So könnte der neue CX-4 aussehen, der im Revier des BMW X4 wildern will. Das Nippon-SUV-Coupé ist aber mit einer Länge von 4,60 Metern sieben Zentimeter kürzer als der Münchener, dank einer Breite von 1,90 Metern und einer Höhe von 1,50 Metern, aber stämmiger als der Bayer. Die wuchtigen Proportionen stimmen. Die 265-Zoll-Reifen verstärken diesen Eindruck. Wenn das die Weiterentwicklung oder eben der nächste Schritt des Kodo-Design ist, dann ist Mazda auf einem sehr guten Weg.

Der siebeneckige Grill mit vier glänzenden Querstreben, einem Chromrahmen und -Spangen, die bis in die runden LED-Scheinwerfer reichen, dominiert die Front und schaut gut aus. Die Motorhaube und Fahrzeugflanken zieren Sicken, die der Karosserie eine athletische Optik verpassen. Die ausgestellten Radläufe und Kotflügel vervollständigen den sportlichen Auftritt. Die technische Basis für den Vorläufer des CX-4 bildet der CX-5, aber der Koeru ist deutlich flacher. Ob das beim CX-4 auch der Fall sein wird, darf bezweifelt werden. Der Radstand von 2,7 Metern verspricht gute Raumverhältnisse im Innenraum, sodass, wie von Mazda angegeben, fünf Personen Platz finden

Vom CX-5 und Mazda 6 kommen auch die Sicherheitssysteme, wie ein adaptiver Tempomat inklusive Notbrems-Assistent und einen Toten-Winkel-Assistent. Bei den Motoren sollten die Japaner aber noch etwas aufrüsten. Ein SUV-Coupè sollte deutlich mehr als 200 PS im Antriebs-Angebot haben. Momentan endet die Mazda-Kraftmeierei unterhalb dieses Wertes.
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Quelle: Autoplenum, 2015-09-15

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