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Autoplenum, 2011-10-25

Mazda-6-Studie Takeri - Kodo - Seele in Bewegung

Testbericht

Stefan Grundhoff

Mazda zeigt auf der Tokio Motorshow Anfang Dezember mit dem Takeri erstmals den Nachfolger seines Mittelklassemodells Mazda 6.

Die seriennahe Studie des Takeri soll dem japanischen Messepublikum in Tokio einen Vorgeschmack auf den neuen Mazda 6 geben, der in rund einem Jahr seine offizielle Weltpremiere feiern wird. Optisch orientiert sich der dynamische Viertürer an der sehenswerten Designstudie des Shinari, der vor einem Jahr erstmals vorgestellt wurde. Er wirkt dabei jedoch nicht derart kraftvoll und flach wie das Konzeptmodell des Shinari, mit dem die Designlinie „Kodo – the Soul of Motion“ eingeführt wurde. Jedoch tritt der von Chefdesigner Ikuo Maeda gestaltete Takeri, der als Serienmodell später wieder die Bezeichnung Mazda 6 tragen wird, deutlich muskulöser und eleganter auf als der aktuelle Sechser. Während von diesem eine europäische / asiatische und eine größer dimensionierte US-Variante existierte, wird es vom Nachfolgemodell nur noch ein Fahrzeug geben, das zentral in Japan produziert wird. Neben der coupéartigen Limousine ist mit Fokus auf den europäischen Markt eine zusätzliche Kombiversion geplant. Eine Schrägheckversion dürfte es zukünftig wohl nicht mehr geben.

Der Mazda 6 wird das zweite Konzernfahrzeug sein, das die neue Generation der Skyactiv-Motoren bekommt. Diese werden Anfang des kommenden Jahres mit dem Crossover CX-5 in die Serie eingeführt. Während die Konkurrenz in der Mittelklasse weitgehend auf Direkteinspritzung mit Turboaufladung setzt, setzen die Japaner zumindest bei den Benzinern auf konventionelle Methoden für mehr Effizienz. Der Benzindirekteinspritzer hat laut Mazda mit 14:1 das weltweit höchste Verdichtungsverhältnis eines Benzinmotors für Großserienfahrzeuge. Das Gewicht des Skyactiv-Aggregats schrumpft im Vergleich zum Vorgängermotor um zehn Prozent, die Verluste durch innermotorische Reibung konnten die Ingenieure um 30 Prozent reduzieren. Beim Dieselmotor Skyactiv-D setzt Mazda auf eine zweistufige Turboaufladung. Gewicht und Reibung wurden ebenfalls reduziert, der Verbrauch soll im Vergleich zum aktuellen 2,2-Liter-Dieselmotor um 20 Prozent sinken.

In Europa wird das Antriebsprogramm des Mazda 6 den Skyactiv-G 2.0 Benzinmotor und den Skyactiv-D 2.2 Dieselmotor in mehreren Leistungsstufen von 120 bis zunächst rund 200 PS umfassen. Der Kernbenziner wird wie der CX-5 über einen Zweiliter-Motor mit 121 KW / 165 PS verfügen. Leistungsstärkere Versionen des Fronttrieblers sind ebenso in Planung wie eine Sportversion MPS 6 und Modelle mit Allradantrieb. Die Selbstzünderpalette reicht zunächst hinauf bis zum 2,2 Liter großen Commonrail-Diesel mit 125 KW / 175 PS und rund 400 Nm maximalem Drehmoment. Alle Triebwerke verfügen über regenerative Bremsen, Start-Stopp-System und sind mit Handschaltung sowie sechsgang-Automatik verfügbar. Die sparsamsten Versionen werden deutlich unter fünf Litern Diesel auf 100 Kilometern verbrauchen.

Quelle: Autoplenum, 2011-10-25