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Testbericht

Peter Maahn/SP-X, 19. September 2019
SP-X/Miami. Ein Lexus, der gut vier Millionen Euro kostet, der 33 Tonnen wiegt und dessen zwei Motoren zusammen bis 1.986 kW/2.700 PS leisten. Ein Lexus, in dem 15 Passagiere Platz finden, sieben von ihnen können sogar auf bequemen Betten die Nacht in seinem Bauch verbringen.Natürlich geht es bei dem Monstrum nicht um ein Auto. Die Nobelmarke von Toyota hat die Superreichen dieser Welt für sich entdeckt und lässt in den USA jetzt Luxusyachten bauen. Akio Toyoda, Toyota-Präsident und Enkel des Firmengründers, erklärt: „Lexus ist unsere Luxusmarke, in die wir alle Kraft und Kompetenz unseres Konzerns stecken und so ist es nur folgerichtig, dass wir unser Angebot auf andere Formen der Mobilität ausweiten“. Nach der Überzeugung des mächtigen Konzernchefs eignen sich Yachten in besonderer Weise dafür, die Lexus-Philosophie von Design und Qualität auf andere Bereiche zu übertragen. Auch Privatjets unter dem Namen Lexus seien vorstellbar.So wurden zum Beispiel Stilelemente des Sportwagens LC für das LY 650 genannte, fast 20 Meter lange Boot übertragen. Wie zum Beispiel die kuppelförmige Seitenansicht der Fenster, die flach abfallende Windschutzscheibe und die nach oben geschwungene Form des Daches. Natürlich alles einige Nummern größer als bei einem Auto mit Lexus-Logo. Aber mit etwas Phantasie ist die Verwandtschaft zwischen Fahrzeug und Schwimmzeug durchaus zu erkennen.Akio Toyoda beschreibt die typischen Kunden für die maritime Kreation eines echten Lexus: „Das sind Menschen, die so bekannt sind, dass sie sich kaum noch frei in der Öffentlichkeit bewegen können. Mit unserer Yacht bekommen sie eine Art Oase, in der sie sich ungestört erholen und sich mit wenigen ausgesuchten Vertrauten umgeben können. Diesen Freiraum bietet eben nur eine Yacht wie die LY 650“.Das „LY“ steht dabei recht simpel für „Lexus-Yacht“, die Zahl bezieht sich auf die Länge in englischen Fuß. Bis zu diesem Maß übrigens muss ein Schiff keinen ausgebildeten Profi mit Kapitänspatent an Bord haben. Der Firmenchef, Hollywood-Star oder die Fußball-Ikone können sich also selbst hinter eine der beiden Kommandostände schwingen und die zwei Außenborder, die vom Konkurrenten Volvo stammen, zum Glühen bringen. Auch hier der passende Führerschein vorausgesetzt. Mit bis zu 55 km/h kann der Riese durch die Wellen gleiten.Wenn der Eigner keine Lust mehr am Ruder hat, erwartet er natürlich nur das Feinste an Innenausstattung. Wandvertäfelungen aus Eukalyptusholz, ein maßgeschneidertes Mobiliar, die modernsten Gerätschaften für Küche und Entertainment und natürlich eine perfekte Klimatisierung. Auch die Technik für Navigation, das Anlegen in engen Häfen oder das Ankern ist an Bord. Damit man nach dem Sprung ins Meer auch wieder leicht zurück in den Lexus kommt, gibt es am Heck eine Schwimmplattform, die elektrisch zu Wasser gelassen werden kann und den Ausflügler sanft in Höhe des Decks befördert.Eine der Yachten ist bereits gebaut und an einen US-Bürger verkauft, auch die sechs weiteren werden in die USA und nach Japan verkauft. Es wird gemunkelt, dass sich eine davon der Toyota-Chef selbst gesichert hat. Bestätigen wollte das Lexus aber nicht. Wie viele LY 650 insgesamt gebaut werden sollen, steht noch nicht fest.Wenn man mit dem Luxus im Auto an Grenzen stößt, muss man neue Wege gehen. Die können auch aufs Wasser führen.
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Fazit
Wenn man mit dem Luxus im Auto an Grenzen stößt, muss man neue Wege gehen. Die können auch aufs Wasser führen.

Quelle: Autoplenum, 2019-09-19

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