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Testbericht

Stefan Grundhoff, 1. April 2015
Von Fahrdynamikern wird der Lexus RX seit vielen Jahren belächelt. Doch besonders als Hybridversion hat er weltweit seine treue Fangemeinde. Auf der New York Autoshow wird die neue Generation enthüllt.

In Europa muss man die zugelassenen RX-Modelle lange suchen. Im Meer der ungezählten BMW X5, Mercedes ML, VW Touareg oder Porsche Cayenne hatte der Japaner nie eine echte Chance. Zu stark und sportlich war insbesondere die deutsche Premiumkonkurrenz motorisiert und ein Verzicht auf den in Europa unverzichtbaren Dieselantrieb machte es dem Lexus RX in den bisherigen Generationen nicht leichter. So blieb der RX im Konzert der Drehmoment- und Fahrleistungswunder ein unscheinbarer Spartendarsteller. Das dürfte sich mit der neuen Auflage des Lexus RX kaum ändern, denn nach wie vor sagen die Japaner "nein" zum Diesel und weisen den Luxus-Crossover somit bereits vor seinem Marktstart in seine engen Grenzen.

In Asien und besonders den USA sieht das ganz anders aus. Hier waren die bisherigen RX-Generation mit oder ohne Hybridtechnisch echte Volumenmodelle. Seit seiner Premiere wurden vom Lexus RX mehr als 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauft. Ladenhüter sehen anders aus. Auch der neue Lexus RX hält am grundsätzlichen Paket aus Technik und dem Antriebskonzept fest. Das Design ist dem von Lexus RC und dem kleinen Bruder NX folgend mit dem Diabolo-Kühlergrill schärfer und polarisierender als zuvor. Statt Diesel oder einem leistungsstarken F-Modell, das ernsthaft gegen die Konkurrenz aus Deutschland, England und den USA ankämpft, gibt es allein eine leichte Leistungsspritze und der bei langsamer Fahrt ungemein verbrauchsgünstige Atkinson-Zyklus, der Hybriden für ihre Anhänger so interessant macht. So leistet der 3,5 Liter große V6-Benziner des 4,89 Meter langen Lexus RX 450h nunmehr 221 kW / 300 PS.

"Unserem Anspruch nach wollten wir ein edles, komplett neues Statement in diesem Segment abgeben, während wir den Pioniergeist der bisherigen RX-Generationen bekräftigen wollten", sagt Takayuki Katsuda, Chefentwickler des neuen Lexus RX. Problematisch in der heutigen Zeit: Während die Konkurrenz mit BMW X5, Volvo XC90 oder Mercedes GLE längst Plug-In-Hybriden nachgeschoben hat, bietet der neue Lexus RX keine externe Lademöglichkeit. Der Innenraum, insbesondere im Fond deutlich geräumiger als bisher, präsentiert sich ganz im Stile der aktuellen Lexus-Generationen. So gibt es unter anderem ein Head-Up-Display, einen 12,3 Zoll großen Multifunktionsbildschirm sowie elektrische einstellbare und beheizte Sitze auch im Fond. Ein Panoramadach bringt mehr Licht in den individualisierbaren Innenraum.

Quelle: Autoplenum, 2015-04-01

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