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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 19. Februar 2020
SP-X/Köln. Manche Laster sorgen für handfeste Probleme im Leben. Mit dem seit 2015 gebauten Familien-Laster Audi A4 Avant kommt man hingegen erfreulich sorgenfrei durch selbiges. Laut TÜV Report erweist sich das Mittelklassemodell trotz überdurchschnittlich hohen Laufleistungen bei der Hauptuntersuchung als bislang außergewöhnlich mängelarm. Sein insgesamt gutes Image und seine Qualitäten halten allerdings die Preise hoch. Für Fahrzeuge der frühen Baujahre werden selbst mit sehr hohen Tachoständen auf dem Gebrauchtwagenmarkt grundsätzlich noch fünfstellige Preise aufgerufen.Karosserie und Innenraum: Im Gegenzug bekommen Käufer einiges geboten. Der A4 Avant ist ein gefälliger Premium-Typ ohne besondere Schnörkel - sachlich und zugleich zeitlos schick. Die feine Form ist zudem praktisch, denn der 4,77 Meter lange Fünftürer bietet für vier Passagiere mehr als ausreichend Platz. Das Stauvolumen des 500 Liter fassenden Kofferraums verdreifacht sich bei umgeklappter Rückbanklehne. Wer braucht da noch den größeren A6 Avant? Außerdem stimmen Ergonomie als auch die Verarbeitung. Auch in dieser Fahrzeugklasse legen die Ingolstädter die Qualitätsstandards im Vergleich zum Wettbewerb sehr hoch.   Motoren und Antrieb: Bis ins Modelljahr 2018 lauteten die Antriebsbezeichnungen noch 1.4 TFSI oder 2.0 TDI. Ab 2019 wurde die Nomenklatur auf zweistellige Zahlen zwischen 30 und 50 mit den bekannten Zusatzbezeichnungen TDI und TFSI umgestellt. Wie schon bei vergangenen A4-Baureihen hat auch der B9 etliche Benzin- und Dieselmotoren im Angebot. Rund 75 Prozent der Gebrauchten in Onlinebörsen sind Selbstzünder. Der oftmals als Firmenwagen genutzte A4 Avant scheint bislang von der Dieselkrise keine Notiz genommen zu haben. Unabhängig von ihrer Bezeichnung handelt es sich bei den schwächeren Dieselmotoren mit einem Leistungsband zwischen 90 kW/122 PS bis 140 kW/190 PS durchweg um Zweiliter-Vierzylinder, die alle gute Fahrleistungen mit geringem Verbrauch in Einklang bringen. Die stärksten Vierzylinder-TDI schaffen gut 240 km/h und verbrauchen um vier Liter. Druckvoller aber auch durstiger sind die V6-Selbstzünder mit 160 kW/218 PS bis hinauf zu 255 kW/347 PS. Alle V6 sorgen für souveränen Vortrieb bis 250 km/h, die Verbräuche bewegen sich zwischen 4 und 6 Liter.Wer vor allem Spritgeld sparen will, sollte nach der seltenen Erdgasversion G-Tron suchen, die mit ihren 125 kW/170 PS gut im Futter steht. Wer lieber einen Benziner will, ist mit dem 2.0 TFSI Ultra gut beraten, der mit 140 kW/190 PS flott unterwegs ist und mit einem Normverbrauch von rund 5 Liter sich fast schon mit den Dieselpendants messen kann. Übrigens wurden für alle Motoren optional oder serienmäßig Automatikgetriebe angeboten. Bei den stärkeren Aggregaten ebenfalls obligatorisch ist der Allradantrieb, der für einige der schwächeren optional war.Ausstattung und Sicherheit:  Auch bei der Ausstattung kann Audis kleiner Kombi groß auffahren. Lederwelten, großes Navidisplay, Internet, Spracherkennung, Handy-Konnektivität – der A4 kann edel und smart. Der optionale Abstandstempomat passt nicht nur die Geschwindigkeit auf den Vordermann an, mit Hilfe von Navidaten und Verkehrsschilderkennung wird auf Wunsch das Tempo sogar auf die aktuelle Verkehrssituation hin angepasst. Wer die Technik machen lässt, braucht also keine Blitzer mehr fürchten. Viele Nettigkeiten der A4-Welt mussten Vorbesitzer gegen Aufpreis bestellen, doch selbst einfach ausgestattete Basisvarianten bieten Alufelgen, Xenonleuchten, Dachreling, Klimaautomatik, Audiosystem, Tempomat, elektrische Heckklappe, elektrische Parkbremse und einen Kollisionsverhinderer.Sehr umfangreich ist zudem die Sicherheitsausstattung des A4 Avant. Entsprechend konnte die Baureihe 2015 beim Crashtest des EuroNCAP volle fünf Sterne einfahren.Qualität: Ebenfalls tadellos ist die bisherige Bilanz in Hinblick auf seine Dauerläuferqualitäten. Die hat unter anderem Auto Bild über 100.000 Kilometer getestet und dafür die Traumnote „Sehr gut“ vergeben. Auch der TÜV ist vollen Lobes, denn bei den Hauptuntersuchungen gehört der A4 B9 zu den Mängelzwergen. Deutlich mehr als in seinem Segment üblich meistert er die HU ohne Probleme. Bereits die Mängelquote für sich betrachtet lässt den A4 vorbildlich dastehen. Die beim TÜV vorstellig gewordenen Exemplare wiesen im Schnitt zudem eine deutlich über dem Segmentdurchschnitt liegende Laufleistung auf. Ein hoher Tachostand muss also keineswegs ein Killerkriterium bei der Wahl eines Gebrauchtexemplars sein.Ganz ohne Probleme sind die A4 dann aber doch nicht. Gehäuft aufgefallen sind bei den Hauptuntersuchungen etwa ausgeleierte Radaufhängungen. Zudem wurden bei einigen wenigen B9 Probleme bei der elektrischen Feststellbremse attestiert.Fazit: Qualität wird bei Audi traditioneller Weise großgeschrieben. Das beweist einmal mehr der seit 2015 gebaute A4 Avant. Ob Crash- oder Dauertest oder die Besuche beim TÜV – überall kann Audis Kassenschlager Traumnoten einfahren. Mittlerweile ist die Baureihe über vier Jahre auf dem Markt und entsprechend das Angebot in den Gebrauchtfahrzeugbörsen allein vom Avant riesig. Hoch sind allerdings auch die Preise – zumindest vorläufig. 2015 kam die fünfte Generation des Audi A4 Avant auf den Markt. Mittlerweile gibt es ein reichhaltiges Angebot gebrauchter Exemplare. Die bieten in jeder Hinsicht hohe Qualität zu allerdings vorerst noch hohen Preisen.
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Fazit
2015 kam die fünfte Generation des Audi A4 Avant auf den Markt. Mittlerweile gibt es ein reichhaltiges Angebot gebrauchter Exemplare. Die bieten in jeder Hinsicht hohe Qualität zu allerdings vorerst noch hohen Preisen.

Quelle: Autoplenum, 2020-02-19

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