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Testbericht

Fabian Hoberg, 4. April 2011

Was in den 60er-Jahren aus England kam, und vor allem klein, leicht und schnell war, kommt jetzt wieder. Kleine Sportwagen mit Vierzylindermotor und Hinterradantrieb bieten eine Menge Fahrspaß bei vergleichsweise geringem Verbrauch. Einige Hersteller haben dies schon seit langem im Programm, andere fangen jetzt an, über diese Kombination intensiv nachzudenken.

Alfa Romeo zum Beispiel präsentierte auf dem Genfer Salon mit der Studie 4 C ein serienreifes Stück Technik mit betörenden Formen, das nur 850 Kilogramm wiegt, aber 200 PS an die Hinterachse loslässt und damit in 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprintet. Dem Coupé soll auch ein Roadster folgen.

Auch Subaru und Toyota schließen sich dem Trend an und entwickeln zurzeit gemeinsam einen Sportwagen mit Vierzylinder-Boxermotor (Subaru) kombiniert mit einem Hinterradantrieb (Toyota). Das Subaru RWD Sports Car und das Toyota FT 86 II Concept wurden auf dem diesjährigen Genfer Autosalon vorgestellt. Nächsten Frühjahr sollen die Sportwagen dann bei den Händlern stehen und damit den Markt bereichern.

Die Rückkehr zu vier Zylindern plant auch Porsche. Die Baureihen Boxster und Cayman könnten in der nächsten Generation von aufgeladenen Vierzylinder-Boxermotoren angetrieben werden. Mittels Downsizing - also einer Verringerung des Hubraums - und Aufladung könnte sich das derzeitige Leistungsniveau halten lassen (188 kW/255 PS), und gleichzeitig der Verbrauch gesenkt werden. Vierzylinder sind bei Porsche seit dem Auslaufen des Frontmotorcoupés 968 im Jahr 1995 nicht mehr im Angebot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es fast immer Porsche mit vier Zylindern gegeben. Auch über einen kleineren Roadster denken die Zuffenhausener nach.

Die Neuen treffen auf eine kleine Riege etablierter Vierzylinder mit Hinterradantrieb. Mazda machte 1989 alles richtig, als die Japaner den MX-5 präsentierte. Der offene Zweisitzer war nicht nur leicht und sportlich, sondern auch mit guter japanischer Qualität gesegnet und vor günstig. Damit wurde der Roadster schnell zum Verkaufsschlager. Optisch orientierte sich die erste Generation stark am Lotus Elan Type 26, der in England ab 1962 gebaut wurde. Der MX-5 setzt bis heute auf Vierzylindermotoren und Hinterradantrieb. Zu Beginn mit mindestens 66 kW/90 PS, heute zwischen 93 kW/126 PS und 118 kW/160 PS. Es gibt den Roadster mit leichtem Stoff- oder Metalldach ab 22.290 Euro bzw. 24.690 Euro.

Offen und sportlich lieben es aber nicht nur die Japaner. Auch Mercedes bietet seit 1996 den Roadster SLK an. Seit diesem Jahr nun schon die dritte Generation (R172) mit den beiden Vierzylindermotoren im SLK 200 (135 kW/184 PS) und im SLK 250 (150 kW/204 PS). Die Kraft wird natürlich auch hier an die Hinterachse übertragen. Die Stuttgarter verlangen für den Roadster mit Stahldach aber mindestens 38.675 Euro.

Hierzulande ist das Hyundai Genesis Coupé zwar ein Exot, aber deshalb nicht uninteressant. Der 4,63 Meter lange 2+2-Sitzer verkörpert mit Frontmotor, Hinterradantrieb und betont dynamischem Design tatsächlich klassische Sportwagen-Architektur. Der 2,0-Liter-Turbobenziner leistet 157 kW/214 PS und beschleunigt den Koreaner in 8 Sekunden auf Tempo 100. Der Volks-Sportler ist ab 29.990 Euro zu haben.

Die Mutter aller kleinen und leichten Sportwagen kommt aus England, heißt Lotus und bietet heute noch mit der Elise ein Fahrzeug an, das vor allem kompromisslosen Fahrspaß bereitet. Die Vierzylinder-Mittelmotoren von Toyota treiben mit bis zu 152 kW/245 PS die Hinterräder an und sorgen in allen Lagen für sportliches Fahrverhalten. Außerdem sind die Briten seit jeher für ihre minimalistische Leichtbauweise bekannt – die Elise wiegt rund 880 Kilogramm. Die Preise starten bei 37.450 Euro.

Sportwagen und Roadster werden traditionell über die Hinterachse angetrieben. Neu ist, dass immer mehr Hersteller wieder auf nur vier Zylinder setzen. Ein Überblick.

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Fazit
Sportwagen und Roadster werden traditionell über die Hinterachse angetrieben. Neu ist, dass immer mehr Hersteller wieder auf nur vier Zylinder setzen. Ein Überblick.

Quelle: Autoplenum, 2011-04-04

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