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Testbericht

Mario Hommen/SP-X, 13. Oktober 2020
SP-X/Wolfsburg. Den vor vier Jahre zum 40sten Geburtstag des Golf GTI aufgelegten GTI Clubsport lässt VW zum Herbst wieder aufleben. Das neue Performance-Modell basiert auf der erst vor wenigen Monaten eingeführten GTI-Version des Golf 8, ist beeindruckend stark, optimiert auf Rennstrecken-Performance und in Stückzahl und Verfügbarkeit dieses Mal nicht limitiert.Wie das Buchstabenkürzel im Namen bereits andeutet, ist der Clubsport ein technisch enger Verwandter des GTI. Zugleich gibt es allerdings einige Unterscheidungsmerkmale. Da wäre die etwas kühner inszenierte, riesige Luftöffnung in der Front, die allerdings auf die mit dem GTI eingeführten LED-Nebelscheinwerfer im Zielflaggenstil verzichten muss. Serienmäßige 18- statt 17-Zoll-Räder und etwas größere und zudem ovale Endschalldämpfer der spezifischen Auspuffanlage sind weitere Unterscheidungsmerkmale. Optional lassen sich auch 19-Zoll-Räder ordern, später will VW zudem gegen Aufpreis eine Akrapovic-Anlage anbieten. Darüber hinaus offeriert die vorläufig stärkste Golf-Variante eine im Detail optimierte Aerodynamik, die für mehr Fahrdynamik und weniger Auftrieb sorgen soll. Innen geht es wie im GTI sportlich zu. Besonderheiten der Clubsport-Ausstattung sind Sportsitze mit Bezügen aus Art-Velours und Leder sowie eigene Dekorleisten und Nähte.Unter der Haube des Clubsport steckt wie im GTI ein Zweiliter-Benziner, der mit 220 kW/300 PS und 400 Newtonmeter allerdings deutlich mehr Leistung bereitstellt. Einzig verfügbares Getriebe ist ein Siebengang-Doppelkuppler, welcher die Kraft allein an die Vorderräder leitet. Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h soll weniger als 6 Sekunden dauern, der Verbrauch dürfte unter sieben Litern bleiben. 250 km/h Topspeed verstehen sich von selbst.Das Fahrwerk des Clubsport wurde weitgehend vom GTI übernommen, in vielen Details allerdings modifiziert. So weisen die Räder einen größeren Sturz auf, was unter anderem ein höheres Tempo bei Kurvenfahrt erlauben soll. Außerdem gibt es größer dimensionierte Bremsscheiben mit vorne rund 36 Zentimeter großen, gelochten Scheiben, die zudem von besonders leichten Bremssätteln in die Zange genommen werden.Wie im GTI werden im Clubsport die elektronische Differenzialsperre XDS, die serienmäßig integrierte elektronische Vorderachsquersperre wie auch das Adaptivfahrwerk DCC künftig über einen sogenannten Fahrdynamikmanager zentral gesteuert. Der Fahrer kann zwischen 15 unterschiedlichen Setups von betont komfortabel bis besonders sportlich wählen. Speziell dem Clubsport vorbehalten ist das Fahrprofil „Nürburgring“, welches ein für die Fahrt auf der legendären Nordschleife optimiertes Feintuning des Fahrwerks bietet.Speziell auf Rennstrecken verspricht VW für den Clubsport eine bessere Performance im Vergleich zum GTI. Während letzterer bei Abstimmungsfahrten von VW auf der Nordschleife mit einer Rundenzeit von 8:07 Minuten gemessen wurde, waren es mit dem Clubsport 7:54 Minuten. Im Motorsport durchaus ein Unterschied. Der tut sich zwischen GTI und GTI Clubsport allerdings nicht preislich auf: Während der GTI bei 37.600 Euro startet, soll der Clubsport „um“ 40.000 Euro kosten.Das Jubiläums-Sondermodell VW Golf GTI Clubsport bekommt einen Nachfolger. Dieses Mal wird die Auflage des Power-Pakets gar nicht erst limitiert.
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Fazit
Das Jubiläums-Sondermodell VW Golf GTI Clubsport bekommt einen Nachfolger. Dieses Mal wird die Auflage des Power-Pakets gar nicht erst limitiert.

Quelle: Autoplenum, 2020-10-13

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