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Testbericht

Marcel Sommer, 26. August 2011
Zulieferer Johnson Controls zeigt an seinem Elektro-Kleinstwagen ie:3, wie viel Technik nahezu unbemerkt auf vier Metern Länge verstaut werden kann.

Der weltgrößte Hersteller von Starterbatterien hat viel zu bieten. Johnson Controls zeigt an seinem futuristischen Kleinstwagen ie:3, dass die moderne Zukunft bereits Räder hat. ie steht dabei für Inspiration und Effizienz. Das Besondere an ihrem Vorzeige-Vehikel ist nicht nur die futuristisch anmutende Außenhaut oder die in ihm verbaute Technik, sondern die Innenraumgestaltung. Das Burscheider Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt den Passagieren auch in einem nur knapp vier Meter langen Elektrofahrzeug mehr als nur die Luft zum Atmen zu garantieren. So lässt sich der Beifahrersitz nach dem Kinosesselprinzip so einklappen, dass die Sitzfläche steil vor der Rückenlehne steht, um zum Beispiel den eben gekauften Wasserkasten locker im Fußraum verstauen zu können.

Wem nach viel Beinfreiheit zu Mute ist, der kann den Beifahrersitz mit einer Handbewegung ganz zusammenklappen, so dass eine ebene Fläche zustande kommt, und sich dann bequem auf dem rechten Rücksitz mit hochgelegten Beinen breitmachen. Die bis zu 45 Grad kippbaren Rücksitze komplettieren dann das fahrende Lounge-Gefühl. Laut eigenen Angaben verfügen die Hinterbänkler im ie:3 somit über mehr Beinfreiheit als in einer S-Klasse von Mercedes. Für den ganz großen Einkauf lassen sich alle Rücksitze zu einer ebenen Fläche umklappen. Ganze 2.200 Liter Stauraum stehen dann zum Beladen bereit.

Wenn im Innenraum gehobelt wird, fallen aber bekanntlich auch Späne. In diesem Falle die Lautsprecherboxen. Sie wurden kurzerhand durch ein nicht sichtbares Leichtgewicht-Audio-System unter dem Dachhimmel-Stoff ersetzt. Doch nicht nur die Mitfahrer profitieren in Zukunft von der modernen Technik. Der Fahrer darf sich über das Combiner Head-up-Display freuen, auf dem alle fahrrelevanten Daten wie Geschwindigkeit oder Navigation angezeigt werden. Der Unterschied zu herkömmlichen Head-Ups liegt in der ausfahrbaren Scheibe im Hauptsichtfeld des Fahrers, so dass eine kostenaufwendige Kalibrierung des Gerätes nicht mehr erforderlich ist. Eine ähnliche Technik ist allerdings bereits in aktuellen Fahrzeugen der Marken Peugeot oder auch Citroen verbaut.

Besonders stolz ist man in Burscheid auf die hohe Benutzerfreundlichkeit der Technik im ie:3. Dazu zählt vor allem das konfigurierbare Multi-Touch-Display in der Mittelkonsole. Hier lassen sich alle Einstellungen des Fahrzeugs wie Klimaanlage, Radio oder Navigation per Berührung vornehmen. Und auch die Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge sorgt bei Johnson Controls zurzeit für breite Schultern. Voll besetzt fährt der ie:3 mit einem 23,7 kWh großen Lithium-Ionen-Batteriepaket rund 160 Kilometer weit. Die Aufladezeit beläuft sich auf bis zu acht Stunden. Dass die vorgestellten Techniken keine reine Zukunftsmusik sind, betont Beda Bolzenius, Vizepräsident von Johnson Controls: „Die Neuheiten im ie:3 sind weitestgehend serienreif und könnten bereits in die Fahrzeuggeneration des Modelljahres 2015 einziehen.“ Wir werden es sehen.
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Quelle: Autoplenum, 2011-08-26

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