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Testbericht

Martin Andörfer, 9. November 2012

Bedburg/SP-X. Wenn man an Allradantrieb denkt fällt einem die Marke Peugeot sicher erst nach längerem Nachdenken ein. Bisher war das auch völlig in Ordnung und offenbarte keine autophile Wissenslücke. Denn in der mehr als 100 Jahre währenden Unternehmensgeschichte hat Peugeot selber so ziemlich alles gemacht, nur eben keinen Allradantrieb angeboten.

Das hat sich in der jüngeren Vergangenheit deutlich geändert. Die zunehmende Beliebtheit des SUV-Segments, das es in diesem Jahr in Deutschland bis Ende September auf 345.000 Neuzulassungen gebracht hat und mittlerweile hinter der Klein- und Kompaktwagen-Klasse auf dem dritten Rang liegt, zwingt nahezu alle Hersteller dazu, einen Allradantrieb und am besten gleich mehrere SUVs vorzuhalten. Diesen Markt will man bei Peugeot nicht unbearbeitet lassen, schon heute gibt es drei Baureihen im Programm, die traktionsstark unterwegs, weil von vier Rädern angetrieben sind.

In der klassischen Crossover-Ecke stehen die beiden SUVs 3008 und 4008, letzterer basiert auf dem ASX von Mitsubishi und wird in der schönheitschirurgischen Abteilung des PSA-Konzern, zu dem neben Peugeot auch Citroën gehört, mit einem markentypischen Gesicht ausgestattet. Er ist auch das einzige 4x4-Fahrzeug der Franzosen, das mit einem konventionellen Allradantrieb unterwegs ist. Angetrieben werden die Vorderräder, bei mehr Traktionsbedarf lässt sich der Antrieb der Hinterachse bis zu einem Tempo von 120 km/h zuschalten. Er ist außerdem der wahre Off-Road-Kandidat, denn eine Sperre verhindert Drehzahlunterschiede zwischen den Achsen wie bei einem echten Geländewagen. Zwei Diesel stehen als Motorisierungen zur Wahl, ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 84 k/114 PS und ein 1,8-Liter-Aggregat, das es auf 110 kW/150 PS bringt. Als Verbrauch gibt Peugeot 4,9 und 5,6 Liter Diesel für 100 Kilometer an. Die Preisliste beginnt bei 31.790 Euro.

Ebenfalls mit markanten SUV-Formen tritt der kleinere 3008 an. Allerdings geht Peugeot hier beim Antrieb einen anderen Weg. Denn der PSA-Konzern ist Vorreiter jener Hybridtechnik, bei der eine Diesel- und eine Elektromotor zum Einsatz kommen. Die Gesamtleistung des Maschinen-Duos ist beachtlich, 120 kW/167 PS leistet der Zweiliter-Diesel, 27 kW/37 PS steuert die Elektromotor bei. Der allerdings treibt ausschließlich die Hinterräder an, eine komplexe Elektronik-Steuerung erkennt, wenn die Traktion an der Vorderachse schwindet und gibt der E-Maschine im Heck den Auftrag, zum Vorwärtskommen beizutragen. Eine Batterie herkömmlicher Bauart übernimmt die Energiespeicherung, bei langsamer Fahrt käme man rein elektrisch angetrieben bis zu vier Kilometer weit, heißt es. 3,1 Liter Diesel konsumiert die sparsamste Version des 3008, dafür gibt es die Auszeichnung mit mehreren Innovationspreisen und das Effizienzsiegel A+. Der Einstiegspreis für das Hybrid-SUV liegt bei 34.150 Euro

Die gleiche Technik kommt beim Topmodell der Löwenmarke zum Einsatz. Der Peugeot 508 Hybrid4, eine klassische Mittelklasse-Limousine in Stufenheckform, ist ebenfalls ein Dieselhybrid mit zwei gekoppelten Antrieben. Er und sein Kombi-Derivat, das als Variante RXH mit offroad-typischen Anbauteilen die Sehnsucht nach Abenteuer wecken will, konsumieren 3,6 und 4,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer , auch hierfür gibt es das Effizienzsiegel A+. Die Preise: 38.850 Euro kostet die 508-Limousine, der RXH steht für mindestens 41.900 beim Peugeot-Händler.

Die aktuellen Zulassungszahlen der Hybridmodelle liegen jedoch hinter den Erwartungen zurück. Rund 820 dieser Fahrzeuge habe man seit Jahresbeginn in Deutschland verkauft heißt es beim deutschen Importeur. Das hängt wohl auch mit der Marktschwäche zusammen, die Peugeot besonders hart getroffen hat. Immerhin will man noch bis Ende Dezember auf gut 1.000 verkaufte Hybrid-Autos kommen.

Ein Benzin-Hybridmodell ist nicht in Planung, Peugeot will seine Kompetenz als Dieselanbieter unterstreichen. Ein Benzinmotor wird dagegen den für April 2013 avisierten 208 GTI antreiben, 147 kW/200 PS werden den kleinen Sportler ordentlich auf die Sprünge helfen. Und auch die als Kleinwagen-Crossover-Studie auf dem Pariser Salon gezeigte Version 2008 steht in den Startlöchern und gibt im Juli ihr Debüt. Jetzt müssen sich nur noch die Kunden begeistern lassen.

Audi, Subaru, Suzuki, Toyota: Die Liste der Hersteller mit großer Allraderfahrung ist lang. Peugeot zählte lange Zeit nicht dazu. Doch inzwischen haben die Franzosen Allrad-Kompetenz aufgebaut. Zum einen mit Hilfe eines externen Partners, zum anderen durch einen ganz eigenen Weg.

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Fazit
Audi, Subaru, Suzuki, Toyota: Die Liste der Hersteller mit großer Allraderfahrung ist lang. Peugeot zählte lange Zeit nicht dazu. Doch inzwischen haben die Franzosen Allrad-Kompetenz aufgebaut. Zum einen mit Hilfe eines externen Partners, zum anderen durch einen ganz eigenen Weg.

Quelle: Autoplenum, 2012-11-09

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