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Testbericht

Peter Maahn/SP-X, 17. Juli 2020
SP-X/Bilster Berg. „Experience“, gesprochen „Äx-pi-ri-enze“, findet sich im Englisch-Wörterbuch und wird so oft verwendet, dass es sich fast schon das Eindeutschen als Fremdwort verdient hätte. Es steht für die „Erfahrung“, von der sich wohl jeder Zeitgenosse in allen Lebenslagen mehr wünscht als der Alltag gemeinhin zu bieten hat. Eine Weisheit, die auch die Autohersteller längst für sich entdeckt haben und die viel Geld in die Firmenkassen spült. Es geht um die Erfahrung im und mit dem Auto. Organisiertes Training unter Anleitung von Profis auf abgesperrten Strecken auf Fahrzeugen, die der Gastgeber mitbringt. Und immer wieder das Wort Experience: Porsche, BMW, VW oder Audi nutzen es für ihre werkeigenen Fahrschulen mit Namen „Driving Experience“.Kein Wunder also, dass Hyundai nicht lange suchen musste, um einen klangvollen Begriff für sein neues Programm zu finden. Am Bilster Berg, einer privaten Rennstrecke im Teutoburger Wald, startete jetzt die „Hyundai Driving Experience“. Noch nicht mit echten Kunden, die demnächst für 529 Euro ein 1,5-Tage-Erlebnis inklusive Übernachtung und drei Mahlzeiten buchen können. Auf die Testschüler wartet das heißeste Lehrmittel, dass die Koreaner derzeit für den normalen Straßenverkehr zu bieten haben. Der Golf-GTI-Rivale i30 N (ab 33.436 Euro) mit seinem Zweiliter-Turbo-Benziner hat mit seinen 202 kW/275 PS das passende Rüstzeug für den wilden Tanz um die 19 Kurven der 4,2 Kilometer langen Strecke serienmäßig an Bord.Für Deutschlands Hyundai-Chef Jürgen Keller geht es nicht nur darum, den Kunden sein Sportmodell anzupreisen: „Wir wollen auf unterhaltsame Weise mehr Sicherheit und Spaß in den Straßenalltag bringen. Die Trainings werden von erfahrenen Instruktoren geleitet, die die Fähigkeiten jedes Teilnehmers verbessern wollen.“ Wie bei anderen Herstellern auch, wird das schnelle und trotzdem sichere Kurvenfahren geübt, die Stabilität des Fahrwerks beim Twist um eng gestellte Slalom-Hütchen ausgereizt oder mit einem energischen Sprung aufs Bremspedal schwarze Gummistriche auf den Asphalt gemalt. Nach diversen weiteren Übungen müssen die Schüler dann unter Führung eines Profi-Schrittmachers das Lernerlebnis auf mehreren kompletten Runden unter Beweis stellen.Der Spaßfaktor ist bei derartigen Ausflügen auf abgesperrte Strecken hoch und dank großzügiger Auslaufzonen an kritischen Stellen weitgehend gefahrlos. Und spricht natürlich all jene Fans an, die sich in der alten Welt des schweren Gasfußes heimisch fühlen und das dumpfe Auspuff-Blubbern beim automatischen Zwischengas vor Kurven oder beim Runterschalten als Symphonie wahrnehmen. Das ist seit jeher das Credo solcher Kundentrainings. Vor allem natürlich bei Herstellern von Sportmobilen wie Porsche oder Audi RS. Aber eben auch ein paar Preisklassen darunter wie dem Hyundai i30 N.Doch die Koreaner setzen auch auf das neue Zeitalter, in dem Motorsound und Höchstgeschwindigkeit ihren Stellenwert verloren haben. Jürgen Keller: „Für unsere elektrischen Modelle wie den Kona haben wir ein spezielles Training entwickelt, dass Einblicke in die Technologie ebenso ermöglicht wie das Erfahren der besonderen Dynamik und Alltagstauglichkeit von Elektro-Autos.“ Der sechsstündige Ausflug ins Stromland kostet 99 Euro. Gefahren wird weniger auf der Rennpiste, sondern eher auf sogenannten Dynamikflächen, also auf glatt betonierten, weltläufigen Arealen, die auch unter Wasser gesetzt werden können. Gestartet wird im September auf dem Nürburgring.Diese „E-Experience“ soll noch verfeinert werden. Künftig gehört der richtige Umgang mit der Rekuperation, also der Rückgewinnung von Brems-, Bergab- oder Rollenergie zum Trainingsprogramm. Wie kann die Reichweite durch vorausschauendes Fahren verlängert werden, wie die verschiedenen Einstellungen der Rekuperation genutzt werden, wie kann dadurch weitgehend auf das Bremsen per Pedal verzichtet werden. Keller verspricht: „Wir werden das entsprechende Übungsprogramm stetig ausweiten.“Wie wichtig die Elektromobilität auch für die Koreaner ist, zeigen die Verkaufszahlen. Allein im Juni wurden 1.200 Kona Electric verkauft, mehr als im gesamten Zeitraum zwischen Januar und Mai. Hyundai verspricht schnelle Verfügbarkeit ohne lange Lieferfristen, bietet eine Leasingrate ab 99 Euro monatlich und je acht Jahre Garantie für Fahrzeug und Batterie. Abzüglich der Umweltprämien von Staat und Hersteller von insgesamt 11.000 Euro kostet der Kona derzeit ab knapp 23.000 Euro (100 kW/136 PS) bzw. ab 29.800 Euro (150 kW/204 PS).Die Feinheiten des Autofahrens können die Kunden meist sportlicher Autos in Kursen auf Rennstrecken lernen. Jetzt gibt es auch für Hyundai-Fans so eine rollende Schulbank. Dabei nehmen die Koreaner auch eine neue Gruppe von Kunden ins Visier – die Besitzer eines Elektroautos.
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Fazit
Die Feinheiten des Autofahrens können die Kunden meist sportlicher Autos in Kursen auf Rennstrecken lernen. Jetzt gibt es auch für Hyundai-Fans so eine rollende Schulbank. Dabei nehmen die Koreaner auch eine neue Gruppe von Kunden ins Visier – die Besitzer eines Elektroautos.

Quelle: Autoplenum, 2020-07-17

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