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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 30. März 2017

Im Ausland werden Verkehrssünden teils deutlich strenger bestraft als hierzulande. Vor allem für Raser, alkoholisierte Fahrer und Handynutzer kann es teuer werden. Besonders hoch sind die Bußgelder laut ADAC in Italien, Holland und der Schweiz.  

Wer das Tempolimit um 20 km/h überschreitet und erwischt wird, muss in Italien 170 Euro zahlen. In den Niederlanden und der Schweiz sind es 165 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland werden maximal 35 Euro kassiert. Billiger ist das zu schnelle Fahren nur in Polen (25 Euro) und Österreich (30 Euro).

Richtig kostspielig wird es bei 50 km/h zu viel. In Großbritannien sind dann bis zu 2.890 Euro weg, in Österreich 2.180 Euro und in Spanien immerhin 600 Euro. Die Schweiz kassiert 60 Tagessätze oder zwei Monatsverdienste. Deutschland ist mit 240 Euro auch hier ein Billigraserland. Nur in Polen (120 Euro) und Luxemburg (145 Euro) sind die Bußgelder noch niedriger.

Alkohol am Steuer wird fast überall in Europa streng bestraft, Deutschland liegt mit mindestens 500 Euro im oberen Mittelfeld. Besonders teuer wird es für trinkende Briten, die bis zu 5.710 Euro zahlen müssen. In Italien und Dänemark kann bei stark alkoholisierten Fahrern sogar das Fahrzeug beschlagnahmt werden.

Bei den kleineren Verkehrssünden ist Deutschland wieder relativ lässig. Die 10 bis 70 Euro pro Parkverstoß etwa dürften einen Spanier (dort kostet Falschparken bis zu 200 Euro) kaum schrecken. Ein Verstoß gegen die Gurtpflicht kommt mit 30 Euro ebenfalls recht günstig, vor allem im Vergleich zu Großbritannien (bis 570 Euro) und Spanien (ab 200 Euro). Letztere sind auch beim Handy am Steuer sehr streng (200 Euro), noch einmal 30 Euro teurer ist es in Großbritannien. In Deutschland ist man mit 60 Euro dabei.

Wer darauf spekuliert, bei einer Verkehrssünde im Ausland straffrei davon zu kommen, spielt auf Risiko. Laut ADAC werden Bescheide inzwischen schneller erstellt und mit Infos in der Landessprache des Kfz-Halters zugesandt, wenn sie oberhalb der Bagatellgrenze von 70 Euro (Österreich 25 Euro) liegen. Wer nicht zügig zahlt, muss mit Aufschlägen rechnen.

Verkehrssünden in Deutschland kommen günstig. Zumindest, wenn man auf die Strafen im europäischen Ausland schaut. Aufpassen muss man vor allem in einigen beliebten Ferienländern.

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Fazit
Verkehrssünden in Deutschland kommen günstig. Zumindest, wenn man auf die Strafen im europäischen Ausland schaut. Aufpassen muss man vor allem in einigen beliebten Ferienländern.

Quelle: Autoplenum, 2017-03-30

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