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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 21. November 2013

Selbst unter den beinharten Autofans dürften nur wenige den Weg zu den Messen in Tokio und Los Angeles finden. Ist auch gar nicht unbedingt nötig, denn zumindest die Premieren der deutschen Hersteller können in Kürze auch in den hiesigen Autohäusern bewundert werden. Vor allem die Premiumhersteller haben zum Jahresabschluss noch einmal ordentlich aufgefahren.

Zu den Höhepunkten beider Shows zählt der neue Porsche Macan, der in Kalifornien am Vorabend des ersten Messetages nur wenige Stunden vor seinem Tokio-Debüt die offizielle Weltpremiere feiert. Das Mittelklasse-SUV wird das neue Einstiegsmodell der Marke. Die technische Basis stammt vom Konzernbruder Audi Q5, optisch orientiert sich der Allrader jedoch deutlich am Luxus-SUV Cayenne. Und auch hinsichtlich seines Charakters setzt sich der Porsche vom Audi ab: Das tieferliegende und straffere Fahrwerk, die sportlichere Sitzposition, die enger geschnittene Karosserie und nicht zuletzt die eigenen Motoren sorgen für einen deutlich sportlicheren Auftritt. Bei der Markteinführung Anfang April gibt es zunächst die besonders starken V6-Varianten. Das Einstiegsmodell Macan S mit einem 250 kW/340 PS starken Turbobenziner gibt es dann ab 57.390 Euro.

Die Doppelpremiere wählen auch verschiedene andere Hersteller für ihre neusten Modelle. BMW-Tochter Mini stellt die nunmehr dritte Generation ihres Kleinwagens seit der Übernahme vor und bleibt dabei dem Retro-Erfolgsrezept treu. Beim Antrieb setzt die Marke erstmals auf eigene Motoren und führt unter anderem einen 1,5-Liter-Dreizylinderbenziner mit bis zu 100 kW/136 PS ein. Auf den Markt kommt die neue Generation des Mini in der ersten Jahreshälfte 2014.

Auch das leistungsstärkste Modell der neuen S-Klasse, der S 65 AMG, debütiert auf beiden Messen. Der 6,0 Liter großen V12-Biturbobenziner kommt auf 463 kW/630 PS und macht die Limousine zur souveränsten im Angebot der Stuttgarter. Der Preis für das ab März 2014 erhältliche Modell beträgt 232.050 Euro.

Ebenso feiert auch das BMW 4er Cabrio eine zweifache Weltpremiere. Der Viersitzer ist gegenüber seinem Vorgänger in Breite, Radstand und Spurbreite etwas gewachsen. Wie das 4er Coupé liegt auch das Cabrio einen Zentimeter tiefer auf der Straße als eine 3er Limousine. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt serienmäßig über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe, optional ist die Achtgang-Sportautomatik zu haben. Auch am dreiteiligen Metallklappdach haben die Ingenieure gearbeitet. Durch einen „absorbierenden Himmel“ soll die Geräuschdämmung verbessert worden sein. Damit es bei offenem Dach nicht zu kühl wird, ist für Fahrer- und Beifahrerplatz – Mercedes lässt grüßen - optional ein Nackenwärmer-Gebläse erhältlich. Das 4er Cabrio kostet mit der derzeit kleinsten verfügbaren Motorisierung (420d mit 135 kW/184 PS) mindestens 46.300 Euro.

Neben den Serienmodellen sollen auch einige Studien für die deutsche Innovationskraft – vor allem im Bereich Leistung und Sportlichkeit – werben. Mercedes etwa gibt mit dem Concept GLA 45 AMG in Los Angeles einen recht konkreten Ausblick auf die Serienversion des Hochleistungs-SUV. Dabei nutzt man die Technik der zum Frühjahr eingeführten Steilheck-Limousine A 45 AMG. Für den Antrieb sorgt hier wie dort der 2,0-Liter-Turbobenziner mit rekordverdächtigen 265 kW/360 PS. Gekoppelt ist der Vierzylinder an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das die maximal 450 Nm Motorkraft auf alle vier Räder verteilt. Wann das Serienmodell kommt, lässt Mercedes noch offen.

Eine Ausnahme im vor allem leistungsgetriebenen deutschen Ausstellungsprogramm stellt die Studie VW Twin Up dar. Die Wolfsburger haben den Kleinstwagen Up genommen und ihm den Antriebsstrang des Hightech-Ein-Liter-Autos XL1 eingepflanzt. Ergebnis ist ein 55 kW/75 PS starker Diesel-Hybrid-Stadtwagen, der mit einem Verbrauch von 1,1 Litern ähnlich sparsam ist wie die skurrile zweisitzige Kleinserien-Flunder, von der E- und Dieselmotor stammen. Ob und wann eine Serienversion kommt, ist unklar. Sicher aber ist, dass der Twin Up deutlich mehr als das Doppelte eines konventionellen Modells (ab ca. 10.000 Euro) kosten dürfte. Und so viel dürften selbst Vielfahrer über den Sprit nur schwer herausfahren können.

Auch in einem IAA-Jahr haben die deutschen Hersteller ihr Pulver im Spätherbst noch nicht verschossen. Auch auf den letzten großen Messen des Jahres gibt es immer noch was zu entdecken.

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Fazit
Auch in einem IAA-Jahr haben die deutschen Hersteller ihr Pulver im Spätherbst noch nicht verschossen. Auch auf den letzten großen Messen des Jahres gibt es immer noch was zu entdecken.

Quelle: Autoplenum, 2013-11-21

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