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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 14. Dezember 2018
SP-X/Köln. Wer sein Auto im tiefen Winter draußen parkt, muss morgens häufig erst einmal für freie Sicht sorgen. Eiskratzen ist nervig und sorgt für klamme Finger. Kein Wunder, dass Alternativen hoch willkommen sind. Doch sie funktionieren nicht in jedem Fall. Dass man heißes Wasser auf keinen Fall zum Enteisen der Scheiben nehmen darf, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Durch den Temperaturschock kann das Glas Risse bekommen und sogar brechen. Hände weg auch von chemischen Abtau-Helfern aus Eigenproduktion. Wer Wasser, Spülmittel und Spiritus selbst mixt, wird nicht nur eine unzureichende Reinigung erhalten, sondern möglicherweise auch Kunststoff- und Gummiteile beschädigen. Wirkliche Hilfe bieten nur Fertigprodukte, die allerdings bei dickeren Eisschichten bald aussteigen. Und dann fällt das Wegkratzen des kalten Matsches doppelt schwer. Wer einen Heizlüfter für den Innenraum nutzt, sollte besonders vorsichtig sein. Hier dürfen nur Produkte verwendet werden, die genau für diese Anwendung vorgesehen sind. Heizlüfter, die eigentlich für den Hausgebrauch bestimmt sind, können bei einem Einsatz im Auto zu Bränden führen. Alternativ ist der Einbau einer Standheizung möglich; sie lässt sich so programmieren, dass die Eisschicht abtaut, während der Fahrer noch beim Morgenkaffee sitzt. Besonders unsinnig ist der Einsatz eines beheizbaren Eiskratzers. Er wird niemals warm genug, um eine Wirkung zu erzielen. Und wenn doch, bestünde die Gefahr, dass die Scheiben durch den Temperaturunterschied springen. Hilfreich ist es hingegen, abends eine Folie oder einen Karton unter die Scheibenwischer zu klemmen. So vereist die Scheibe nicht. Zubehörteile aus dem Baumarkt werden mit Schlaufen in den Türen oder Fenstern eingeklemmt. Dabei sollte man darauf achten, die Dichtungen nicht zu beschädigen. Klare Scheiben verspricht auch eine Wärmflasche auf dem Armaturenbrett, die entweder eine halbe Stunde vor dem Losfahren oder bei mäßigen Minusgraden auch über Nacht dort platziert wird. Die abgestrahlte Wärme taut Eis auf oder verhindert zuvor seine Bildung. Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, um so den Frost von den Scheiben zu schmelzen, sollte man sich aber besser verkneifen. Denn die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass bei der Nutzung von Fahrzeugen unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelastungen verboten sind. Außerdem wird der Motor im Stand deutlich langsamer warm als während der Fahrt. Und das erhöht sowohl den Verschleiß als auch den Kraftstoffverbrauch. Wer am Ende doch zum Eiskratzer greift, sollte einige Tipps beherzigen. Denn das Kratzen kann auf einer verdreckten Scheibe mehr Schaden anrichten als nutzen. Befinden sich unter der gefrorenen Schicht Sand- oder Staubpartikel, sorgen diese beim Freikratzen für kleine Schrammen im Glas. Diese beeinträchtigen dann stark die Sicht bei tief stehender Sonne oder entgegenkommendem Scheinwerferlicht. Die schonendste Art der Reinigung, ist eine Kombination aus Enteiserspray und Eiskratzer. Das angeschmolzene Eis kann dann mit der weichen Gummilippe entfernt werden.Pappkarton, Wärmflasche, Warmlaufenlassen – Alternativ-Vorschläge zum morgendlichen Eiskratzen gibt es viele. Doch nicht jeder ist gut.
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Fazit
Pappkarton, Wärmflasche, Warmlaufenlassen – Alternativ-Vorschläge zum morgendlichen Eiskratzen gibt es viele. Doch nicht jeder ist gut.

Quelle: Autoplenum, 2018-12-14

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