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Testbericht

Dirk Schwarz/SP-X, 10. Januar 2012

Forever young – niemals alt werden: Kaum ein Auto verkörpert diesen Mythos in den USA so, wie ein offener Porsche. Ganz gleich wie alt der Fahrer ist, auf dem Beifahrersitz fährt in Gedanken James Dean mit. Seit sechs Stoffdach-Generationen aus Zuffenhausen ist Nordamerika der wichtigste Cabrio-Markt für den Sportwagenhersteller; „mit Abstand“, wie Bernhard Maier, Vertriebs- und Marketingvorstand der Porsche AG, betont. Und damit das so bleibt, erweisen die Deutschen den treuen Cabrio-Kunden in diesen Tagen auch die Ehre, als erste das brandneue 911 Cabrio auf der Detroiter Messe zu Gesicht zu bekommen. Den geschlossenen Bruder gibt es dort schon im kommenden Monat, der offene Porsche mit dem Hightech-Dach kommt im Frühjahr auf die US-Straßen. Die Einstiegsversion Carrera mit 3,4-Liter-Sechszylinder leistet 257 kW/350 PS, der Carrera S mit 3,6-Liter Hubraum hat 294 kW/400 PS. Die Preise in den USA hat Porsche noch nicht verraten. In Deutschland werden 88.037 bzw. 102.436 Euro fällig. Die Cabrios kosten jeweils etwa 12.500 Euro mehr.

Doch das ist erst der Auftakt zu einer Serie von Neuigkeiten für die US-Amerikaner. Sie sollen nämlich noch viel häufiger zu einem Porsche greifen. Schließlich verbinden besonders viele von ihnen inzwischen einen weiteren klassischen Mythos mit der Marke Porsche: „Born to be wild.“ Beinahe jeder zweite der 29.000 Porsche-Käufer hat sich 2011 nämlich für das SUV Cayenne entschieden. Die Verkäufer zwischen Boston und San Diego verkauften 55,6 Prozent mehr von diesem Allzweck-Porsche als noch im Jahr zuvor. Das macht mutig: Noch im Laufe dieses Jahres werden die Amerikaner den Cayenne auch mit Dieselmotor erwerben können, den deutsche Kunden bereits seit Längerem kennen. Und 2013 dürfte der Geländewagen-Anteil noch weiter steigen, verspricht Vorstandschef Matthias Müller. Denn dann wird mit dem Cajun auch der kleine Bruder für die große Freiheit auf die amerikanischen Allradstrecken losgelassen. Das kleinere SUV ist mit dem Audi Q5 verschwistert.

Zwei besonders schöne Strecken werden zudem den Porsche-Fahrern exklusiv gehören, verspricht Müller. Denn direkt neben der US-Zentrale am Flughafen der Südstaaten-Metropole Atlanta entsteht derzeit ein Geländewagen-Parcours – ähnlich wie im Werk Leipzig, wo Cayenne und Cajun ihre Heimat haben. Auch die klassischen Sportwagen-Schönheiten 911 und Boxster kann der Kunde dort natürlich auf Kupplung und Kolben testen. Und weil die Westküste besonders Porsche-begeistert ist, planen die Zuffenhausener zwischen den Flughäfen von Los Angeles und Long Beach im kalifornischen Carson eine weitere Teststrecke.

Allein in die neue Zentrale in Atlanta, die 400 Mitarbeitern in energiesparenden Büros Platz bietet, und das Testgelände in Carson investiert Porsche umgerechnet fast 80 Millionen Euro, so Vertriebschef Maier. Trotz starker Wachstumsmärkte im Osten wie Russland oder China sind die USA für Porsche also weiter das gelobte Land. Und das wird 2012 in Detroit auch wieder besonders umhegt. Neben den Premieren von 911, Cayenne und der Ankündigung des Cajun wird nämlich auch die Panamera-Baureihe noch im Frühjahr durch den GTS mit 430 PS erweitert. Zudem steht der neue Boxster in den Startlöchern. So wollen die Zuffenhausener schon in diesem Jahr die Absatz-Marke von 30.000 Autos knacken. Denn auch Erfolg im Geschäft ist schließlich eine Tugend, die Amerika begeistert.

Es ist kein Zufall, dass das Porsche 911 Cabrio ausgerechnet in Detroit seine Weltpremiere feiert. Heimatmarkt Deutschland hin, Expansionsmarkt China her: Das wahre Porsche-Land findet sich noch immer zwischen Atlantik und Pazifik, zwischen New York und Los Angeles.

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Fazit
Es ist kein Zufall, dass das Porsche 911 Cabrio ausgerechnet in Detroit seine Weltpremiere feiert. Heimatmarkt Deutschland hin, Expansionsmarkt China her: Das wahre Porsche-Land findet sich noch immer zwischen Atlantik und Pazifik, zwischen New York und Los Angeles.

Quelle: Autoplenum, 2012-01-10

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